Unser letzter Tag in Bishoftu ist wieder bis zum Rand
gefüllt:
Natürlich beginnt der Sonntag
mit einem Gottesdienst – und was für einem!
Kenneth ist dabei, uns und unseren Mitarbeitern hier die Gemeinde, mit der
er kooperiert, vorzustellen. Schließlich müssen Georg und ich noch ein ausgiebiges
Grußwort – fast schon eine Predigt! – bei unsrer Vorstellung zum besten geben.
Herzlichkeit, Vertrauen, Freude an Gottes Wegen,
Gesang und noch mehr Gesang (mit Chor und ohne) … es ist immer wieder ein
starkes Zeichen der weltweiten Verbundenheit, wenn Christen sich zum
Gottesdienst treffen egal welcher Benennung, Sprache oder Kultur.
Danach ehren die 5 anwesenden Ältesten uns
mit einem Nachtreffen und der Gelegenheit, unsere Arbeit vorzustellen.
Jugendwochenenden mit dieser Gemeinde,
zusammen mit unseren älteren Patenkindern, bekocht von unseren Auszubildenden
... was mag alles aus dieser Beziehung eines unserer Kuratoriumsmitglieder
erwachsen? Denn eins hat diese auf ca 400 Personen angewachsene Gemeinde nicht
mehr: Freiraum!
Dass ein
Fußball/Volleyballplatz auf unserem Grundstück jederzeit zur Nutzung
bereitsteht wissen sie noch gar nicht… mal sehen.
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Abteilung Hotelzimmerpflege
im Ausbildungszentrum |
Ca. 20 Patenkinder kommen heute zur Einrichtung und bekommen
neue Schulaussattung und Berichten über ihr Wohlergehen.
So viele Einzelschicksaale.
Das eines Jungen, der nur noch einen blinden
Opa hat, weil Oma letztes Jahr, und die Eltern vor Jahren an HIV verstorben
sind, erschüttert mich.
Vielleicht unser
erstes gemeinsames Arbeiten mit ROTOM?...
Wohl das Highlight unsrer Reise haben wir uns jedoch nichtsahnend
zum Schluß aufbewahrt.
Aida schlägt vor,
unser Abendbrot in einem der besten Hotels zu genießen (mit Seeblick und
Restauration auf einem überdachten Steg).
Es könnten ehemalige Auszubildende gerade dort in der Bedienung oder
Küche arbeiten.
DAS wollen wir auch
sehen:
Wie geht es denen heute, die in
der Hotel- oder Küchenabteilung bei uns in
den letzten Jahren ihre Ausbildung abschlossen?
Die ersten Worte, die ich von einem Herrn
namens Legesse höre sind: „Wie geht es Ihnen? Ich lebte ein Jahr in
Deutschland!“
Verdutzt schauen wir auf
das ältere, freundliche, afrikanische Gesicht und erfahren, dass wir gerade dem
Besitzer der 100-Zimmer-Lodge „zufällig“ über den Weg gelaufen sind.
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Aida, Georg, Mr. Legesse, Hanna |
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Die Hotelküche |
Aida kennt er schon, weil er verschiedentlich
unsere Einrichtung besucht hat, um den Unterricht zu begleiten und begutachten.
Inzwischen hat er „alle Schüler die noch zu
haben waren“ von uns übernommen, und keinen bisher feuern wollen, „die Ausstattung ist die Beste aller Schulen in Bishoftu, der Unterricht
hervorragend und das Ergebnis spitze.“
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Tekalign, Georg, Teferi und Yitebarek |
Georg und ich sind ganz
verblüfft, dass er uns dann gleich noch drei "unsrer" Ange- stellten vorstellt und inter- viewen lässt, bevor er uns noch selbst einiges
in die Kamera erzählt.
Sein Deutsch hat
er in der DDR noch gelernt - also vor ca. 30 Jahren. Yitebarek nimmt anschließend sichtbar stolz unsere Bestelllung auf, Tekalign schaut nochmal vorbei als Supervisor der Getränkeabteilung (frische Säfte sind unser Tipp!) und wir haben ganz neu begriffen, was hier auf die Beine gestellt worden ist in Bishoftu.
Nun sind wir bereits in Südafrika auf den Transitflug nach Livingston,
Sambia.
1 Kommentar:
Hallo,Siegfried - ich habe gerade mit Begeisterung über die vielen Fügungen Gottes deine Berichte gelesen und wünsche dir und euch weitere gesegnete Tage in Sambia! Ich bin mehr oder weniger abflugbereit und starte morgen früh... Bis bald per Telefon oder Mail! Deine Ulla
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