Samstag, März 30, 2013

Letzter Tag in den Bergen und Rückreise

Die Berge machen es uns nicht leicht sie zu verlassen. Der Morgen empfängt uns mit wohltu- ender Wärme und die Sonne gibt ihr Bestes. Alle sind wohlgelaunt und nach dem Frühstück werden die Autos gepackt. Als wir bei unserer Baustelle ankommen wartet schon die ganze Gemeinde auf uns, um uns zu verabschieden. Da das Wetter wunderschön werden soll, und die Zeit vorhanden ist, werden die Arbeitssachen nochmal rausgeholt. So gehen Nico, Jürgen, Micha und ich daran, unser Dach zu vollenden.
Während wir uns dieser Arbeit widmen, geht ein Teil der Gruppe zum naheliegenden Wasserfall, bleibt vor Ort und schaut begeistert zu, wie viele Einheimische Helfer zwei weitere Pfosten der Kirche aufstellen oder baut die mitgebrachten Zelte ab und packt die Autos voll. Leider wird die Zeit dann knapp und die Abreise soll beginnen. Wir lassen alles fallen und machen uns fertig.
Die restlichen paar Latten müssen wir leider den Anderen überlassen. Trotzdem sind wir sehr zufrieden. Die Abfahrt verzögert sich dann doch um Einiges, da die Rechnungen für das Baumaterial bezahlt werden müssen und viele weitere Menschen noch ein paar Schilling aus verschieden Gründen haben möchten.
Als es dann endlich los geht, habe ich auf der langen Fahrt Zeit aus technischer Sicht Resümee zu ziehen:  In der ersten Woche ging es um die Bestandsaufnahme der Elektroinstallation an der Naomi Froese Schule und den Materialeinkauf welches Anka und Michael zur Freude der Bewohner installiert haben :-) 12 vorher völlig dunkle Räume ohne Strom erhellt im Licht je einer 11 Watt Ernergiesparlampe.
Weiterhin die Bestandsaufnahme der Elektroinstallation an der Heritage International Schule zur Entscheidungshilfe für die kommenden Arbeiten (für Tim Stevenson). Wozu folgende Punkte zählen.
1.       Erfassung der Belastung der batteriegespeisten Notstromversorgung der Verwaltung und des Computerraumes der Bibliothek.     Beide können leider nur die Hälfte der installierten Leistung bereitstellen.
2.       Die Reparatur der Elektroverteilung der Küche wurde von mir durchgeführt
3.       Die Reparatur der Elektroverteilung eines Klassenraumes erledigte ich ebenfalls
4.       Durchsicht des 70 kVA Notstromgenerators und des dazugehörigen Schaltschranks. Der nagelneue Schaltschrank für die Generator-Netzumschaltung ist noch nie benutzt worden, da die Schaltpläne fehlen!  Also habe ich die Schaltung aufgenommen und vorläufig von Hand gezeichnet (muß zu Hause noch ordentlich gemacht werden). Den fehlenden wichtigen Schlüssel zum Steuergerät des Generators hat ein Schlüsseldienst aus Kampala durch nachmessen, in   Handarbeit nachgemacht. Er wackelt und hat Luft, aber er geht.
5.       Probeweiser Einbau eines LED-Flutlichtscheinwerfers als Sicherheitsbeleuchtung der Einfahrt, welche zwar nur zum Testen   aber vermutlich für die afrikanische Ewigkeit, dient.
Der größte Brocken in den Bergen war wie beschrieben, der Bau von drei 9m² Häuschen mit Terrasse. Unter der Leitung von Nico konnten Michael und ich die Fertigstellung des Rohbaus erleben. Da wir völlig ohne Strom waren und auch im Krähennest der Generator nicht immer lief,
habe ich den kleinen Notstromgenerator repariert, so daß wir damit alle die Kameras, Handys und Computer-Akkus laden konnten. Damit der Generator läuft, musste ich den Vergaser ausbauen, reinigen, zusammenbauen und einstellen. Jetzt schnurt er wie eine afrikanische Honigbiene.
Unsere Rückreise aus den Bergen verlief dann doch wieder anders als geplant. Der eine Van kochte ständig über und der Pickup hat Benzinfilterprobleme. So sind wir mit gemächlichem Tempo, völlig übermüdet erst um 22Uhr in Kampala angekommen. Ende gut alles gut und wir freuen uns über den wiedergewonnen Komfort.
Lieben Gruß, euer Klaus.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich glaube, man wird dankbar für die kleinsten Erfolge, wenn man sieht, wievielen Menschen geholfen werden kann. Der Endspurt ist so langsam eingeläutet. Lasst es euch weiterhin gut gehen. LG an alle

Anonym hat gesagt…

Frohe und gesegnete Ostern aus dem verschneiten Kärnten (Österreich) und besonders liebe Grüße an Klaus.