Sonntag, März 11, 2012

Angekommen in Kawolokota

Die Gruppe lässt Grüße ausrichten, es geht ihnen gut. Während sie noch bis Dienstag in diesem Dorf im Nord-Osten Ugandas sind, ist der Kontakt nur über Handy möglich.
Heute haben sie dort einen sehr schönen, fünfeinhalbstündigen Gottesdienst erlebt - und mit wohl einhundert Kindern auch einen tollen Kindergottesdienst verbracht.
Das Kirchendach ist fast fertiggestellt... Details aus erster Hand folgen hier in wenigen Tagen.

Freitag, März 09, 2012

Uganda - Deutschland 1:1

Heute war unser letzter Arbeitstag an der Naomi-Froese-Schule.
- Der Klassenraum, der auch gleichzeitig der Gottesdienstraum ist, wurde noch von innen weiß gestrichen.
- Das Klettergerüst erstrahlt in frischen, bunten Farben.
- Die Arbeiten an den Stufen für die Aula wurden fortgesetzt.
- Das neue Bürogebäude nimmt langsam richtig Form an.
- Ein Zaun wurde versetzt, und auf dem Treffen der TAPP-Frauen wurde das Thema Familienplanung diskutiert.
Morgens haben wir noch zwei Familien im Rahmen des TAP-Programms besucht. Bei diesen Besuchen bekommen wir einen kleinen Einblick in das familiäre Umfeld und die Wohnsituation vieler Kinder der Schule.
Bei der ersten Familie, zum Beispiel, wohnen vier Personen auf engstem und dunklem Raum (max. 10qm, stickig und heiß). Die Mutter, 30 Jahre alt, ist gesundheitlich (Tuberkulose und HIV+) so angeschlagen, dass sie nicht arbeiten gehen kann und es noch nicht mal schafft, zu den Treffen der TAPP-Frauen zu kommen (10 min Fußweg). Der Ehemann, der sie eigentlich wegen einer anderen Frau verlassen hat, bringt glücklicherweise ab und an Geld vorbei, sodass sie die Miete bezahlen kann. Sie und ihre Kinder (13, 6, 1 Jahr/e) sahen sehr schlecht ernährt aus, und das einjährige Baby ist ebenfalls HIV+.
Für diese Familien nehmen wir immer von den gespendeten Sachen sowas wie Kinderschuhe, Kleidung, Spielzeug und Hygieneartikel mit. Auf dem Weg dorthin kaufen wir zusätzlich noch einige notwendige Lebensmittel wie Brot, Reis, Mehl und Bananen ein.
Die Freude über diese, für uns so selbstverständlichen Sachen, ist jedes Mal wieder unfassbar groß. Diese Gesichtsausdrücke der Frauen und Kinder vergisst man nicht mehr.

Leider mussten wir uns am Nachmittag langsam von den Lehrern und Schülern der Naomi-Froese-Schule verabschieden. Aber die Freude der Kinder und Lehrer über die Geschenke zum Abschied war toll anzusehen.
Wir haben jedem Schüler ein Schlüsselband, Zahnbürste und Süßigkeiten geschenkt. Die Lehrer bekamen verschieden Kleinigkeiten wie Kosmetik, Kullis, Krawatten und Schuhe.
Ein besonderer Höhepunkt war die Übergabe eines Satzes Fußballtrikots sowie eines Fußballs. Dank der großzügigen Spende von einigen Dutzend Fußballtrikots des Vereins Fortuna Gronau e.V. lief die einheimische Mannschaft mit großem Stolz und Getöse aufs Spielfeld. Die Kinder waren außer Rand und Band. Und dann wurde das Länderspiel Uganda - Deutschland angepfiffen. Die Stimmung war super, die Schüler feuerten ihre Mannschaft vom Spielfeldrand aus lautstark mit Liedern an.
Nach der ersten Halbzeit stand es noch 1:0, aber in der zweiten Hälfte konnte Jeff unter Einsatz seiner letzten Kraftreserven den Ausgleichtreffer erziehlen. Und so endete das Spiel mit einem Unentschieden.
Gefeiert wurde dann mit Soda (Cola, Fanta, Sprite) für ALLE (300+)! So ging der letzte Tag hier mit einem lachenden und einem weinendem Auge zu Ende.

Da wir morgen in ein Dorf fahren, wo wir weder Strom noch Wasser haben werden, verabschieden wir uns heute bis Dienstag vom Blog.

Corinna, Lisa und Katrin

Donnerstag, März 08, 2012

Kultur satt - CalebsHill verschenkt schon wieder - und ein Sterne-Koch verwöhnt uns!

Was für ein VOLLER Tag! Morgens früh konnte ich 50 Studienhefte verschenken für eine Dreijahresausbildung von Pastoren in ganz Uganda. Derzeit nehmen ca. 260 daran teil, wovon einige die 5.000 Shilling (1.50 Euro) für die Einzelbücher nur schwer aufbringen können.
Dann ging es ab an die Baustelle. UND: Da es heute der Tag der Frauen ist (und ein nationaler Feiertag – also keine Schule!), wurde das jährliche „Fest der Kulturen“ an der Naomi-Froese-Schule gefeiert. Eingeladen waren alle Eltern der Schüler – und wir durften ebenfalls in vier der Klassenzimmer diverseste Regionalgerichte vorgestellt be- kommen und auch kosten. Herrlich, wie verschieden die Geschmäcker sind und wie einfallsreich aus den einfachsten Nahrungsmitteln Besonderes gemacht wird.
Danach gab es landesspezifische Tänze: Eine ugandische Hochzeit wurde z.B. von den Schulkindern aus dem Osten uns vorgetanzt (inklusive lebendiger Brautgeschenke!); Stammesriten und auch Kriegsszenen aus dem Norden und das Drama einer Ehe-Zerrüttung. Viele freudige, bunte und vor allem laute Gesangseinlagen folgten. Schließlich entschieden wir salomonisch alle Gruppen zu beschenken für ihre Darbietungen bei diesem Wettbewerb – sie hatten uns ein dreistündiges abwechslungsreiches Programm in sengender Hitze geboten!
Dieses Fest war auch eine passende Gelegenheit, die neuen Uniformen für alle Internatskinder vorzustellen. Das beste daran: Eine sehr innovative Firma, „CalebsHill“ hat uns insgesamt 1.000 Euro für das Nähen und Verschenken von solchen Uniformen dieses Jahr mitgegeben. Da macht man doch gern ein wenig Werbung für ein Unternehmen, dass vor allem hochwertige, fair produzierte und biologisch verantwortbare Handtücher in Deutschland vertreibt – inklusive dem 1zu1 Versprechen, dass jede Ware, die in Deutschland gekauft wird, eine Entsprechung als Geschenk in einem Entwicklungsland hat (mit Internetcode am Label als Beweis). Zu gerne sind wir auf der verschenkenden Seite für CalebsHill aktiv! Nächste Woche besuchen wir die Näherinnen der Kleidungsstücke - Bilder folgen!
Dann gab es noch ein Essen, wie ich es noch nie in Uganda genießen durfte. Bernhard, ein junger angehender Koch, der von einem Ehepaar aus unsrer Gruppe unterstützt wird, hat sich vorgenommen, uns aus Dankbarkeit für die Hilfe, die er bekommt, zu verwöhnen (und wie passend am Frauentag!).  Ich zählte 14 Gerichte und Beilagen, die er alle frisch an diesem Tag für uns zubereitet hatte – von einer mit Soße gefüllten Avocado bis zu köstlichen Krautsalaten sowie ein Hauptgericht war alles dabei.
Ach ja, gearbeitet wurde auch bis zum Mittag (Niko hat allerdings die Handbremse erst zu dem Musikprogrammteil gefunden!).
Müde und beeindruckt von der Vielfalt der großen afrikanischen Kultur und ihrer Freude, sie darzubieten, fielen wir in unsere Betten. Ich schaffe es kaum, diese Zusammenfassung Euch noch einzutippen. Gute Nacht!

Mittwoch, März 07, 2012

Wilde Tiere an der Naomi-Froese-Schule!!!

 Was für ein ereignisreicher Tag!


Das neue Wandgemälde am Kindergartengebäude wurde fertiggestellt. Man konnte die Freude der Kinder und Lehrer schon bei den Malarbeiten erkennen, aber nun sehen sie, was aus den Skizzen entstanden ist. Judith, die Kindergärtnerin der Kupona-Kids, würde einen Kunst-/Malkurs an der Schule schön finden. Natürlich von Katrin geleitet.


Heute kamen alle kranken Kinder Klasse für Klasse in die kurzfristig eingerichtete "Klinik", die von Judith, einer Mitarbeiterin aus einer der Kliniken in Kampala, und Friedbert durchgeführt wurde.
Es konnten wieder einige Krankheiten behandelt werden wie Husten, Würmer, Wunden, Hauterkrankungen, Ohrenschmerzen, Zahnschmerzen u.a.m.


Es war schon manches mal lustig, mit welcher Freude die behandelten Kinder den Raum verließen. Auch einigen Lehrern konnte geholfen werden.

Der Schwimmunterricht konnte fast abgeschlossen werden. Kommen noch einige wenige Stunden dazu, dann können alle Kursteilnehmer schwimmen. Es ist irre, wie das in der kurzen Zeit geklappt hat. Aber die Kinder waren auch super motiviert. Ein riesen Kompliment an Jannice und Claudia und Katrin/Lena!

Anni und Friedbert, die unermüdlichen Fassadenstreicher, haben heute die Mädchen- und Lehrerunterkünfte weiter gestrichen. Die Türen werden schön grün und die Wände strahlend weiß. Ich konnte dabei helfend eingreifen, sodaß die letzte Gruppe noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit die Heimreise antreten konnte.

Der Höhepunkt des Tages waren aber die Treffen mit den Patenkindern sowie die Übergabe der Geschenke an diese. War das eine Freude bei den Kindern! Und es waren ebenso bewegende Momente für die Paten. Manche Kinder sind sehr zurückhaltend, aber Ihr müßtet die Augen sehen! Andere sind echt überwältigt und fallen einem voller Dankbarkeit um den Hals.


Auf die TAPP-Hausbesuche waren wir heute sowas von gut vorbereitet, da Nora uns gestern die Anzahl der Kinder sowie deren Alter gesagt hatte. So waren ausnahmslos alle Geschenke passend. Das ist dann für beide Seiten (Empfänger und Überbringer) die totale Erfüllung.

Die eine Treppe bei der Aula wurde so gut wie fertiggestellt. Niko und Harry bissen sich da eisern durch. Das war Knochenarbeit bei über 30 Grad im Schatten. Die beiden sind echt die härtesten!

Eine echte Herausforderung wartete auf Claudia und Bob: Colleen und Christin wünschten sich eine Unterrichtsstunde zum Thema Kindesmißbrauch und Sex. Sie begannen gemeinsam und teilten dann die Klasse - Claudia übernahm die Mädchen und Bob die Jungs. Leider, muß man sagen, ist Kindesmißbrauch ein aktuelles Thema gerade auf den Dörfern. Claudia und Bob versuchten den Kindern zu vermitteln, daß sie "Nein" sagen dürfen und müssen, wie sie in bestimmten Situationen reagieren sollten, daß ungeschützter Sex ihre Lebensträume, die sie genauso wie deutsche Kinder haben, schnell zunichte machen kann. Ein heikles Thema bravourös gemeistert. Danach kam dann noch der Wunsch Stevens, einer der Lehrer, eine Stunde zum Thema "Ewiges Leben" abzuhalten. Claudia und Bob bekamen da einen Einblick in die Überlieferungen der Afrikaner und hatten einiges richtigzustellen.

Lisa und ich unterrichteten noch einmal Hygiene und Zahnpflege. Desto häufiger wir das machen, desto besser klappt es! 
Corinna

Dienstag, März 06, 2012

Ein fliegendes Zelt und freudige Anfeuerungslieder!

Nach Morgenandacht und Frühstück starteten wir pünktlich um 8:50 Uhr und kamen nach ein paar Besorgungen um 10:30 Uhr bei der Naomi-Froese-Schule an. Heute war ein sehr schwüler Tag. Zwischendurch kam ein so heftiger Wind auf, dass eines der beiden aus Deutschland importierten Multi-Einsatzzelte (wo wir uns gern im Schatten immer wieder mal ausruhen) sich aus seinen Verankerungen riß und auf das Schuldach aufschlug. Leider waren einige der Rohrverbindungen und die Überzugsplane stark beschädigt. Aber hier kann eigentlich alles repariert werden....
Die Arbeiten von gestern wurden fortgesetzt:
Am Schulbüro wurde weitergebaut,
der Zaun um den Spielplatz erneuert,
die Treppen der Aula zementiert, der Kindergarten farbig angestrichen und mit der Wandmalerei begonnen, und das Mädcheninternat wurde angestrichen. Hierzu gab es spontangedichtete Anfeuerungslieder von den Hausbewohnerinnen, die sich sehr über den "Upgrade" freuten!
Auch im Unterricht waren wieder einige tätig.
Bob, aus den USA, kam von seinem Abstecher aus Burundi zurück, er hatte dort die neuen Projekte vom Kinderhilfswerk angesehen, die mit einer stattlichen Summe von ihm unterstützt wurden.
Natürlich wurde der Intensivschwimmkurs fortgesetzt, die ersten Kinder durchqueren schon das Schwimmbecken!
Mittags kam ein Pressefotograf, wir kommen in die lokale Zeitung! Des weiteren waren wieder 2 von uns bei den TAPP-Besuchen mit dabei. Ein ausgefüllter Arbeitstag geht zu Ende.
Zurück durch den Feierabendverkehr, Abendessen, Duschen und Reflektion des Tages, interessante Erlebnisberichte aus Bobs Leben beschließen den Tag. Müde aber zufrieden geht's ab ins Bett! Morgen soll wieder ordentlich geschafft werden.

Friedbert

Montag, März 05, 2012

Ein "richtiger" Arbeitstag

Heute sind wir zum ersten „richtigen“ Arbeitstag um 8.45 Uhr zur Naomi-Froese-Schule gestartet. Und dann ging es los:
Während einige Männer den Bau der Treppen in der Aula begannen, starteten Jeff und Gerd ein kleines Bürogebäude für die Schulleiterin und, während die afrikanischen Helfer weiter machten, begannen sie noch den Zaun um den Spielplatz Instand zu setzen.

Anni und Friedbert schwangen den ganzen Tag den Pinsel und strichen das Haus für die Kindergartenkinder komplett von außen an. Das reichte aber noch nicht: Nachmittags strichen sie auch noch einige Wände im Innern des Kindergartengebäudes. Nun sind die Räume wieder viel heller und freundlicher. Morgen sollen dann noch ein paar afrikanische Tiere wie Affen und Nilpferde das Haus von außen verschönern.

Während die einen schwitzten, durften Katrin, Jannice und Claudia sich mit 13 Schülern beim Schwimmunterricht abkühlen. Das Becken ist zwar klein und die geliehenen Schwimmbretter sind eigentlich für kleinere Kinder gedacht, aber die hochmotivierten Schüler/innen machen gute Fortschritte, sodass wir hoffen, dass einige am Ende dieses Intensivkurses (2x täglich) am Mittwoch Nachmittag doch einige Meter werden schwimmen können, um sich ggf. vor dem Ertrinken zu retten.
Corinna und Lisa sangen morgens mit den 1-3 jährigen Kindern der Tappfrauen. Dann ging es zum Hygiene- und Zahnpflegeunterricht in die unteren Klassen. In den oberen Klassen gab es ein bisschen Geographieunterricht, während Siegfried überall mit dem Fotoapparat oder bei Gesprächen mit Lehrern und Pastoren gesehen wurde.
Völlig zufrieden brachen wir gegen 18 Uhr zur Heimreise auf und konnten heute den „normalen“ ugandischen Feierabendverkehr erleben - bei knapp einer Stunde Fahrt durch die Großstadt passierten wir nicht eine Ampel, dafür viele, viele Schlaglöcher und Holpersteine. Da schläft man/frau nicht so schnell im Bus, sondern dann doch lieber bei Stevensons im Bett.
Claudia

Sonntag = Ruhetag


Nach der Morgenandacht und dem Frühstück starteten wir um 9.50 Uhr in 2 Gruppen zu 2 verschiedenen Gottesdiensten.

In Luwunga waren wir um 11.10 Uhr, es wurde schon kräftig gesungen, ca. 150 Gottesdienstbesucher, davon 80 Kinder waren dort. Da sich neben der Kirche die Kaserne befindet, kommen auch etliche Soldaten in den Gottesdienst. Natürlich wurden wir gebührend begrüßt und jeder stellte sich kurz vor, als Gruppe sangen wir noch 2 Lieder, das Hallelujalied mit Bewegung fand dabei besonders großen Anklang.


Als Weiteres war einer von uns dazu aufgefordert worden davon zu erzählen, was er mit Jesus erlebt hat. Jeff durfte predigen und anschließend gab es Gelegenheit Fragen zur Predigt zu stellen, was auch eifrig genutzt wurde. Die Gestaltung des Kindergottesdienstes hatten wir ebenfalls übernommen. Dort gab es unter anderem ein Theaterstück zur biblischen Geschichte von Zachäus, welches die Kinder mit Begeisterung verfolgten. 


Um  13.30 Uhr endete der Gottesdienst. Es war 14.30 Uhr, als wir den Rückweg antraten und die eine Gruppe noch einen kleinen Zwischenfall hatte: Auf den unebenen Strassen blieben wir mit unserem Auto stecken.


 Da hieß es aussteigen und schieben. Aber das hielt uns nicht lange auf  und um 16.00 Uhr trafen wir uns dann auch schon zu einem köstlichen Mittagessen.
Die halbe Gruppe unternahm noch einen interessanten Sonntagspätnachmittag Spaziergang über den Markt, die anderen relaxten im Quartier.

Friedbert, Katrin und Lisa

Samstag, März 03, 2012

Die Arbeit beginnt...


Als es heute zur Naomi-Froese-Schule ging wurden wir von den Kindern der Schule mit Gesang und Tanz begrüßt. Jeff hatte heute Geburstag und sogar von den Kindern ein Ständchen bekommen.  



Und ein super Erlebnis war, dass Gerd sein Patenkind Gloria wieder treffen konnte. Er konnte  ihr sein Geschenk persönlich überreichen und sich über ihren Lebensumstand informieren: Leider ist vor zwei Wochen ihre Großmutter, die sich seit dem Tod ihrer Mutter um sie und ihre kleine Schwester gekümmert hat, gestorben.
Vielleicht und hoffentlich gibt es bald auch eine Patenschaft für die kleine Schwester.


Mit 3 Personen haben wir heute 2 Frauen besucht, die vom TAP-Programm (Aidshilfe) betreut werden.
Die erste Frau die wir besuchten ist 56 Jahre  alt und gehört zum Großmütterprogramm (JJA-JJA). Sie versorgt ihre 5 Enkelkinder und ihre jüngste, 17 jährige  Tochter. Ihre weiteren 7 Kinder wohnen ebenfalls noch bei ihr im Haus, haben keine Arbeit und können sich auch nicht  um ihre Kinder kümmern, da sie an AIDS erkrankt sind. Sie arbeitet im Steinbruch, die Enkelkinder sind 3 mal in der Woche bei den Kapona Kids (Aidshilfeprogramm), die anderen Tage sind die Kinder mit im Steinbruch.-
Als zweites besuchten wir Sarah, sie ist 21 Jahre alt und an AIDS erkrankt. Sie hat 2 kleine Kinder und ihr Mann hat sie verlassen. Sie arbeitet im Restaurant und verdient gerade so viel, dass sie ihre Miete bezahlen kann. Durch Aushilfstätigkeiten versucht sie das Geld für Lebensmittel zu bekommen, aber heute hatte sie den ganzen Tag noch nichts gegessen.


3 von unseren Frauen konnten heute mit einigen Kindern der Naomi-Froese-Schule Schwimmunterricht machen. Die Kinder entwickelten sich zu wahren Wasserratten, lernten schneller als wir dachten und hatten einen Riesenspaß.

Die Restlichen unserer Truppe blieben den Tag bei der Naomi-Froese-Schule und konnten schon mit einigen Arbeiten beginnen. 

So wurde schon eine Wand des Schulgebäudes ausgebessert. Außerdem wurde der Boden und die Stufen vor der Tür des Raumes in dem sich die TAPP Frauen treffen erneuert.


Harry und Niko hatten tatkräftige Unterstützung durch die Kinder.

Lisa und Katrin haben die Gebäude in denen die Lehrer und Kinder zum Teil wohnen aufgemessen, damit Tim und die Schulleiterin gucken können, ob die Möglichkeit der Unterbringung von mehr Kindern besteht.

So wie es aussieht wird doch ein Raum an das bestehende Gebäude dran gebaut.

Die restliche Zeit haben wir mit den Kindern gespielt.







Friedbert, Lisa und Katrin

Freitag, März 02, 2012

Erste Schritte...

Die erste Baustelle, die wir heute besuchten, war gleich- zeitig eines der neusten Projekte der erfindungs- reichen Leiter der diversen ugandischen Einrichtungen hier:  Die „jjajja“ Häuser: In Mutungo entstehen gerade 4 weitere Apartments für Großmütter, deren eigene Kinder verstorben sind (i.d.R. an AIDS) und die bereit und in der Lage sind, die hinterbliebenen Kinder, also ihre eigenen Großkinder, großzuziehen. Diesen Dienst für die Ältesten UND Jüngsten einer leidenden Gesellschaft finde ich konkurrenzlos wertvoll – weil heilend und hoffnungsstiftend, gerade dort, wo die Not unüberwindbar erscheint.
Ansonsten konnten wir heute die vielen Koffer voller Wertsachen sortieren, die über 50 Patenkind-Geschenke ordnen, uns für die Schulprojekte vorbereiten und am Nachmittag ein paar weitere Projekte besuchen, an denen wir arbeiten werden – bis der starke Abendregen uns auf die Straßen Kampalas in einen Riesenstau trieb.
Nur Gerds Sponta- nität, für 15ct pro Spieß eine Runde „McDo- nalds“ auf ugandisch auszuge- ben, ließ die Zeit im "Matatu" etwas schneller auf der Straße vergehen.