Samstag, Oktober 10, 2026

Eindrücke am Rande Südsudans neben dem Nil

 08.10. Der Donnerstag stand unter einem eher entspannten Stern. Wir besuchten die Nile High School und das angrenzende Flüchtlingslager. Dort durften wir den Menschen begegnen, ihre Lebensumstände kennenlernen, gemeinsam spielen und die Umgebung erkunden. Ein besonderer Moment: Wir hatten sogar die Ehre, bei einer Brunneneinweihung dabei zu sein!

Viele der Menschen, die hier leben und zur Schule gehen, stammen aus dem Südsudan. Sie wohnen auf engstem Raum und in einfachsten Verhältnissen. So teilen sich zum Beispiel 100 Jungen vier kleine Zimmer, die eigentlich Klassenräume der Grundschule sind. Die Bedingungen sind alles andere als leicht. Und doch sind die Menschen zutiefst dankbar für die Hilfe, die sie erhalten, und dafür, dass sie hier zur Schule gehen können.

Hier wird noch in diesem Jahr mit dem Bau eines weiteren Dorm-Hauses begonnen dass voraussichtlich schon im März in Benutzung gehen wird. Eine echte Erleichterung für alle, da dann die Klassenräume wieder genutzt werden können als solche!

Freitag. Heute ging es für uns noch einmal zur Nile High School – also wieder ins Flüchtlingslager nur wenige km von der Grenze zum Südsudan.

Harry, Udo, Bruno und Moses haben ordentlich angepackt und mit unzähligen kleinen Helfern rund 200 Bäume auf dem Schulgelände gepflanzt. Beeindruckend: Kaffeepflanzen wurden dann auch im Schatten der vor wenigen Jahren gesetzten Bäumen gesetzt – der Schatten soll sie schützen.

Fynn und Madita haben es gewagt, in der Hitze beim Fußballspiel der Lehrer gegen die Schüler mitzuspielen. Der Platz erinnerte stark an alte Ascheplatz-Zeiten in Deutschland. Bei diesen Temperaturen und der Trockenheit sind wir ganz schön an unsere Grenzen gekommen. Während wir uns abgekämpft haben, gestalteten Stine, Oxana, Jenny und Nadja ein Programm für die Schüler und kümmerten sich um die Patenkinder.

Nach dem Mittagessen wurden Geschenke an die Lehrer, Schule und Community verteilt. Dazu gehörten auch 4 Ziegen! Anschließend brachen wir zu Hausbesuchen im benachbarten Flüchtlingslager auf, in dem ausschließlich Menschen aus dem Südsudan leben. Auf den ersten Blick wirkt das Lager wie ein kleines afrikanisches Dorf mit Lehmhütten und kleinen Familienwohngruppen. Doch je weiter man ins Lager hineingeht, desto schwieriger werden die Bedingungen. So weit konnten wir diesmal leider nicht gehen; unsere Besuche beschränkten sich auf den vorderen Bereich. Dort lernten wir Familien kennen, die teilweise schon seit zehn Jahren hier leben, überreichten Geschenke und beteten gemeinsam mit ihnen.

Wieder durften wir einen ereignisreichen und wunderbaren Tag erleben!

(Bilder folgen!)

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