Dienstag, Oktober 14, 2025

Bukasa - Noami Froese Schule- Siegfried High School

 🌍✨ Tag 5 unseres Workcamps in Uganda! Heute waren wir in Bukasa, in der Naomi Froese Primary Schule, und gleichzeitig auch in der Siegfried Highschool. 💪❤️




Nachdem wir herzlichst mit Musik und Tanz begrüßt wurden, haben wir in drei verschiedenen Projekten gearbeitet:



1️⃣ Team: Eine Gruppe kümmerte sich um unsere Patenkinder, die beschenkt und interviewt wurden. Es war herzerwärmend, ihre Geschichten zu hören. Ein Highlight war ein kleiner Junge, der nach seiner Schulzeit gerne Fußballprofi werden möchte und von uns ein FC Barcelona Handtuch bekommen hat – da waren so viele Strahlen in den Augen.







2️⃣ Team: Die zweite Gruppe unterstützte den Bau einer neuen Küche. Es wurden Steine gestapelt, Podeste gemauert, während parallel das Grundgerüst für ein neues Gebäude für den Kindergarten gebaut wurde. Hier wurden Stahlträger gesetzt und die Dachkonstruktion montiert. 🏗️


3️⃣ Team: In unserem TAPP-Workshop mit den verantwortlichen Frauen aus den Bezirken haben wir durch Rollenspiele und Schulungen Wissen vermittelt. Im TAPP-Projekt (Tumaini Aids Prevention Program) werden Aids-Infizierte Frauen betreut. Dabei geht es in dieser Betreuung nicht nur um Unterstützung, sondern eher um die Befähigung, einer Tätigkeit nachzukommen. Es werden Seifen hergestellt, die bekannten Ketten aus fein aufgerollten Papierkugeln gebastelt, Kaffee verpackt und Körbe geflochten.





Es ist großartig zu sehen, wie wir gemeinsam etwas geben wollen, aber so viel mehr zurückbekommen. 🙏🤩





Nach diesem tollen Tag gehen wir nun entspannt ins Bett und freuen uns auf morgen

Montag, Oktober 13, 2025

Wir sollten in unserem Leben einen Baum pflanzen und ein Haus bauen .....

 🌍✨ Tag 4 unseres Workcamps in Uganda – zweiter Tag in Mutungo!

Nach dem gestrigen Sonntag, den wir zusammen verbracht haben, starten wir heute wieder aufgeteilt in zwei Gruppen.



👩‍🏫 Die Frauen haben in der Mutungo-Kirche und -Schule großartige Arbeit geleistet. Sie konnten viele Patenkinder treffen und Interviews führen. Die Augen der Kinder leuchteten, als sie die Geschenke sahen! Die Dankbarkeit für die Patenschaften war spürbar, und trotz anfänglicher Schüchternheit des einen oder anderen waren es doch für alle berührende und tolle Begegnungen.



Trotz aller Planung brauchte es heute dann doch viel Spontanität: Einige Kinder kamen unangemeldet und brachten dann doch kurz die eine oder andere Schweißperle auf unsere Stirn.

Auch durfte heute ein bisschen Unterricht erteilt werden. Oxana und Heide waren im Kindergarten eingebunden und haben mit den „Kleinen“ über die „Kleine Raupe Nimmersatt“ gesprochen. Es wurden Törtchen, Schinkenbrote und Früchtebrote gezählt, und die Seifenblasen, die bei der Verwandlung der Raupe zum schönen Schmetterling gepustet wurden, waren ein riesiges Highlight.

👷‍♂️ Die Männer haben im Ausbildungszentrum ordentlich angepackt. Eine Herausforderung war das Anheben des Dachs eines abgesackten Gebäudes. Mit Holzpfählen und Hebewerkzeugen haben wir die Konstruktion stabilisiert und hochgehoben. Ein toller Erfolg! 

 
 
  

Anschließend haben wir Bäume gepflanzt, was den Ort noch grüner gemacht hat. 🌳💚 

Während dieser tollen Erlebnisse verbrachte Andreas seinen Tag mit Pastor Greg, der im Rahmen des Jüngerschaftsprogramms zukünftige Pastoren der Church of God in Uganda schulte.

„Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen als für den Herrn und nicht für die Menschen.“ – Kolosser 3,23 🙏✨

Nach einem großartigen Abendessen lassen wir den Tag nun in Gemeinschaft ausklingen. Es wird gelesen, fleißig Uno gespielt, und der morgige Tag in Bukasa an der Naomi Froese Schule wird vorbereitet.

Wir genießen die gemeinsame Zeit, den Austausch miteinander, und freuen uns schon jetzt auf die morgigen Erlebnisse.


Sonntag, Oktober 12, 2025

Offener Himmel - schallende Freude!

 🌍✨ Tag 3 unseres Workcamps in Uganda! Heute waren wir in Kaisubi und haben einen unvergesslichen Gottesdienst gefeiert. Wer unsere letzten Workcamps verfolgt hat, weiß, dass uns heute etwas ganz Besonderes erwartet hat – und das war noch untertrieben! 😄






3,5 Stunden voller Gesang, mit verschiedenen Jugendchören und beeindruckenden Trommeln – einfach wow! 🎶👏

Und dann die Taufe... nur 138 Täuflinge! (Ja, wir haben das mit einem Augenzwinkern gemeint!) Andreas und Tim haben die Zeremonie geleitet und es war einfach berührend. 🙌💧

 

Während dieser aussergewöhnlichen Momente öffnete der Himmel seine Schleusen und es gab eine Stunde lang strömenden afrikanischen Regen – das war ein echtes Erlebnis! ☔️🌧️ und genehme Abkühlung von der Mittagssonne.

Nach insgesamt 6,5 Stunden ging es dann zurück.

Was für ein Tag! ❤️

Samstag, Oktober 11, 2025

Reiß ab, Bau auf!

Tag 2 unseres Workcamps startet nach einer doch etwa durchwachsenen Nacht - mit doch dem ein oder anderen "neuen" Geräusch. 

Nach der morgendlichen Bibelarbeit auf der Terasse und einem großen Frühstück mit allen Früchten, die der Markt so zu bieten hat, ging es los nach Mutungo.


Die Männer + Tina starteten direkt mit schwerster körperlicher Arbeit, während die Frauen sich in der Schulküche in die Feinheiten der lokalen Küche auf Holzkohleöfen einweisen ließen.
Zwei Spezialitäten Chapati und Roll Eggs (Rolex)- hier das Rezept zum Nachkochen:

Chapati:                                                                       

500g Mehl                                                                  
2 Tl Backpulver mit                                                     
2 Eiern mischen.                                                           

1 geriebene Zwiebel mit                                               
1/2 geriebenen Karotte mit 
1/2 Tasse Wasser und
1/2 Tasse Milch und
2 Tl Zucker und
1Tl Salz mischen.

Beide Mischungen mit Öl kneten, bis der 
Teig nicht mehr klebt. Teig 5 min. ruhen
lassen. Teig in 10 Kugeln formen, 
ausrollen und in Öl braten.

Rolex:
1 mal Chapati belegen mit
1 Omlet (aus 2 Eiern+ feiner Zwiebel) +
 einigen dünngeschnittenen Tomatenscheiben.

Zur Rolle aufrollen und genießen :)   Guten Appetit!

 Nach einem tollen Mittagessen ging es dann wieder in die Projekte. Der eine Teil der Gruppe ging erneut ans Handwerken: Wände versetzen, Dächer neubauen und gaaaaaaaanz viel Erde schaufeln. Die Frauen gingen auf Hausbesuche zu den Jaja´s (Großmüttern), die ihre Enkel versorgen und zu den HIV positven Frauen (TAPP Projekt). Heute wurden 4 von diesen Frauen besucht, wobei alle in sehr ärmlichen Verhältnissen leben und ihr Kinder und Enkel meist alleine versorgen müssen. Für alle gab es Lebensmittel und Kleiderspenden, die höchst willkommen waren. Am Ende jedes Besuches durften wir noch mit und für diese Frauen beten.

Abschließend blicken wir auf einen heißen und produktiven Tag zurück, der uns sofort in die ugandische Realität katapultiert hat - wir freuen uns auf den Sonntag mit Gottesdienst und vielen, vielen Taufen.


 

 

Donnerstag, Oktober 09, 2025

Im Flieger nach Uganda ...

 Und wieder sitzen 14 Leute im Flieger nach Entebbe.  Seit gut 2 Monaten wird KRÄFTIG geworben: Um Patenschaften, Projektgelder, neue Ideen, wie wir den Menschen, denen wir begegnen werden Wertschätzung und Unterstützung zeigen können ... das Ergebnis werdet ihr hier zum Teil hautnah miterleben und sogar sehen können. Was Gott dabei tut im Hintergrund ist aber für mich das Spannendste und immer noch so überraschend und neu, dass ich gerne wieder dabei bin.  Hier ein Teil von uns beim Abflug in Hannover ... stay tuned :) 

Montag, Juni 02, 2025

Hakuna Matata

Am Freitagabend war es schließlich so weit: Unsere Rückreise aus Uganda stand bevor. Auf dem Weg in das Flugzeug, rufen uns zwei Ugander freudestrahlend „Hakuna Matata“ zu. Vielleicht kennen Sie diese Worte aus dem Film oder Musical Der König der Löwen – sie bedeuten so viel wie „keine Sorgen“ oder „alles gut“. Diese Worte geben eine der Grundhaltungen in diesem Land wieder, die wir mit nach Deutschland nehmen. Nicht einfach "es wird schon werden", sondern "es ist alles gut" - unser Eindruck ist, dass man sich hier mehr mit dem "Jetzt" und weniger mit den "Sorgen von Morgen" beschäftigt.

Aber der Reihe nach...

Unser letzter Beitrag berichtete vom Montag und unserem Besuch in Kasubi. Am Dienstag brach ein Teil unserer Gruppe zu einer Safari auf. Für viele von uns war es der erste Aufenthalt in Uganda – und so nutzten wir die Gelegenheit, die Schönheit der Natur dieses Landes kennenzulernen. Im rund sechs Autostunden entfernten Murchison Falls National Park erwartete uns ein unvergessliches Erlebnis: Wir hatten das Glück, vier der berühmten „Big Five“ zu sehen – Elefanten, Nashörner, Büffel und Löwen. Lediglich der Leopard blieb verborgen. Darüber hinaus begegneten wir Affen, Giraffen, Zebras, Nilpferden, Antilopen, Krokodilen – und einer beeindruckenden Weite, die eigentlich nicht in Worte zu fassen ist. 

Erfüllt von diesen Erlebnissen kehrten wir am Donnerstag nach Kampala zurück.

Am Freitag, dem Tag unserer Heimreise, stand der Besuch der Naomi-Froese-Schule auf dem Programm. Die Schule wurde 1998 gegründet und trägt den Namen eines kleinen Mädchens, Naomi, das sich sehr gewünscht hatte, zur Schule gehen zu dürfen. Dieser Wunsch blieb unerfüllt – eine schwere Krankheit riss sie im Alter von nur sechs Jahren aus dem Leben. Die Spenden, die zu ihrer Trauerfeier gesammelt wurden, legten den Grundstein für eine Schule, die seither vielen Kindern Bildung und Zukunft schenkt.

Natürlich wurden wir auch hier mit großer Herzlichkeit empfangen. Die Schulleiterin und der leitende Lehrer führten uns durch die Räumlichkeiten und erklärten uns den Schulalltag. Während der Führung bemerkten wir, dass sich die Schülerinnen und Schüler versammelten – wir ahnten bereits, dass sie etwas vorbereitet hatten. Und tatsächlich: In der Aula erwartete uns eine fröhliche, lebensbejahende Darbietung aus Gesang, Tanz und herzlichen Worten – ein warmer Dank an die Unterstützung aus Deutschland.


Im Anschluss machten wir uns, mit etwas Zeitdruck, wieder auf den Weg – im Gepäck zwei Jaja-Buckets. Dabei handelt es sich um (Wäsche-)KIörbe, gefüllt mit Lebensmitteln und kleinen Gaben für Großeltern, die sich um ihre Enkel kümmern. „Jajas“ – auf Suaheli sowohl Oma als auch Opa  (gesprochen DschaDscha) – übernehmen in Uganda oft Verantwortung, wenn Eltern dies nicht tun oder können. Wir besuchten eine Großmutter, die fünf Enkel versorgt, und einen Großvater, der sich um seine vier Enkel kümmert – beide leben mit einer HIV-Erkrankung.

Solche Begegnungen berühren uns tief. Sie machen uns nachdenklich – und zugleich dankbar, dass es Möglichkeiten gibt, ganz konkret zu helfen. Diese Familien verdienen jede Unterstützung, sei es durch Bildung, Lebensmittel oder einfach durch Zuwendung.

Still, bewegt und reich beschenkt mit Eindrücken und Erfahrungen, die uns noch lange begleiten werden, machten wir uns auf die Heimreise.

Wie sehen Sie es - Hakuna Matata?

 

Dienstag, Mai 27, 2025

Das Highlight

Die Woche beginnt und für die zahlreichen Schüler der von uns geförderten Einrichtungen enden heute die Ferien und beginnt wieder der Unterricht. Wir freuen uns, zu sehen, dass die meisten von Ihnen gern zur Schule zurückkehren.

Heute besuchen wir die Zentrale des Kinderhilfswerks in Kasubi. Auf dem Gelände befindet sich neben der Zentrale des KHW auch die Zentrale der Gemeinde Gottes in Uganda, die Lehrbäckerei sowie eine Klinik und die zentrale Betreuung der HIV-Programme. Nicht zuletzt werden hier mehr als 1000 Schüler unterrichtet und wohnen zum Teil auf dem Gelände. Mit dem Erwerb des Grundstückes wurde in den 1980er Jahren ein wichtiger Grundstein für die Arbeit in Uganda gelegt, der in den darauffolgenden Jahrzehnten viele Früchte tragen durfte. Das große Grundstück, gefühlt mitten in Kampala, ist für viele Menschen zu Segen geworden.

Wir erhalten eine Führung über das Gelände und erleben fröhliche Kinder in der Vorschule, sehen eine modern ausgestattete Bäckerei, probieren leckere Zimtschnecken und möchten überall gern mehr erfahren als Zeit dafür zur Verfügung steht. 

Besichtigung der renovierten Küche

Der Zeitplan ist straff durchgeplant und der nächste Programmpunkt führt uns in die auf dem Gelände gelegene Kirche, wo wir mit Begrüßungsreden der Schulleiter und mit Gesang und Tanz der Schülerinnen und Schüler "in aller Form" und gleichzeitig sehr herzlich willkommen geheißen werden. 

Am Nachmittag teilen wir uns in Gruppen auf. Höhepunkt unseres Tages für mich ist das Treffen mit unserem Patenkind. Eine wunderbare Erfahrung - ein bezauberndes Mädchen, das uns nun noch mehr im Herzen begleiten wird.

Die Zeit vergeht wie im Flug und der Abschied kommt schneller als gedacht. Der Zeitplan hält nun die größte Herausforderung der gesamten Uganda-Reise für uns bereit - der Besuch von zwei Teilnehmern des HIV-Programms in den Slums von Kampala. Unglaubliche Armut und großes Leid erwarten uns - Schicksale und Bilder, die man mit Worten nicht beschreiben kann und die uns bedrückt zurücklassen. 


Die Heimfahrt verläuft sehr ruhig und nachdenklich. Der abschließende Austausch erleichtert die Bewältigung des Erlebten bevor wir müde zu Bett gehen.

(Sven)

Guter Service

Der heutige Sonntag führt uns zu einem Gottesdienst der besonderen Art. "Gottesdienst" heißt auf Englisch "Service" und so erschließt sich der Titel dieses Blog-Beitrags.

Die Gemeinde Gottes in Kitegomba erwartete unsere Reisegruppe als besondere Gäste mit einem herzlichen Willkommen. Bereits am Vorabend wurden wir mit dem Wunsch konfrontiert, dass die deutschen Gäste zwei Lieder vortragen mögen - Zeit für Improvisation! 

Nach kurzer Abstimmung und einem Ansingen am Vorabend stellten wir uns der Herausforderung. Wir haben die Lieder engagiert mit Freude vorgetragen aber den stimmlichen und tänzerischen Fähigkeiten unserer Gastgeber waren wir nicht annähernd gewachsen.


Zur großen Freude der Gemeinde haben  sich vier von uns der Herausforderung dennoch gestellt, auf der Bühne mitzutanzen.


Eine besondere Ehre war es für Philipp vor der Gemeinde predigen zu dürfen. Die Predigt wird hier simultan in Englisch und Suaheli gehalten - eine Herausforderung, die das Team mit Bravour meistert.

Die Zeit verging wie im Flug und es war Zeit für das Mittagessen. Die Kirchengemeinde versorgte uns überreichlich mit wunderbaren Gerichten der lokalen Küche. Leckere Früchte rundeten das Geschmackserlebnis ab. 

Gesättigt und voller Eindrücke kam die Zeit zum Aufbruch schneller als gedacht - die herzliche Gastfreundschaft der fröhlichen Menschen begleitet uns im Herzen.

(Sven)


Sonntag, Mai 25, 2025

Gesundheit und Bildung

Der Samstag versprach ein langer Tag voller intensiver Eindrücke zu werden. Unsere erste Station führte uns nach Nampunge, wo sich auf einem gemeinsamen Gelände die 

Nampunge Clinic und die Nampunge High School 

befinden. Wie immer in Afrika wurden wir mit offenen Armen empfangen. Die herzliche Atmosphäre begleitete uns auch während der Führung durch die Klinik, geleitet von Jimmy, dem engagierten Leiter der Einrichtung. Er berichtete von der wichtigen Arbeit, die hier geleistet wird: Aufklärung, Diagnostik und Impfungen gegen HIV, Malaria, Tuberkulose und Typhus gehören zum medizinischen Angebot.

Insgesamt gibt es 15 vergleichbare Kliniken in der Region – rund 60.000 Menschen leben hier – doch „unsere ist am besten ausgestattet“, sagt Jimmy stolz. Etwa 100 Entbindungen finden hier jedes Jahr statt. Die letzte lag nur wenige Stunden zurück und einige von uns durften sogar den neuen Erdenbürger begrüßen. Zweifelsohne ein Höhepunkt unseres Besuches.

Markus bei der Übergabe von
Materialien zur Ausstattung der Klinik

Direkt nebenan befindet sich die Nampunge Community High School, eine weiterführende Schule. Im vergangenen Term wurden hier 859 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, für den kommenden Term werden bereits über 1.000 erwartet. Wir hatten die Möglichkeit, einen Blick in die Unterrichtsräume zu werfen, besuchten die Schulbücherei und konnten auch die Schlafräume für die Internats-Schülerinnen und -Schüler besichtigen.

Beide Einrichtungen genießen in der Region einen ausgesprochen guten Ruf.

Unsere nächste Station führte uns zur 

Marion Junior School

ebenfalls im Stadtteil Nampunge gelegen. Auch hier wurden wir auf ganz besondere Weise begrüßt: Die Grundschulkinder überraschten uns mit einer liebevoll einstudierten Gesangsaufführung – und das während der Schulferien!.

Die Schule verfügt über ein großzügiges Gelände, das auf bemerkenswerte Weise genutzt wird. Zum einen dient es der Selbstversorgung der Internatsschülerinnen und -schüler, zum anderen werden hier Verantwortung und Nachhaltigkeit gefördert. Mit der Einschulung übernimmt jedes Kind die Patenschaft für einen Baum, den es selbst pflegt und regelmäßig mit Wasser versorgt. Beim Verlassen der Schule erhält das Kind schließlich den Ertrag, den „sein“ Baum über die Jahre hervorgebracht hat.

Ein wunderbares Beispiel dafür, wie Bildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Haltung formt – und wie junge Menschen ganz praktisch lernen: Einsatz wird belohnt.

Nach einem leckeren, traditionell lokalen Mittagessen in der Schule erwartete uns noch ein ganz besonderer Programmpunkt: der Besuch des 

TAPP-Programms in Kakiri

TAPP steht für Tumaini AIDS Prevention Program, und damit haben Sie vielleicht ihr erstes Wort auf Suaheli gelernt: "Tumaini" bedeutet Hoffnung. Die ohnehin schon schwierige Arbeitssituation in Uganda wird durch eine Aidserkrankung fast aussichtslos. Mit dem TAPP-Programm erhalten Betroffene Lebenshilfe in Form von Beratung, Zuwendung und konkreten alternativen Verdienstmöglichkeiten.

Kakiri ist einer von mehr als 40 Standorten, an denen das Programm aktiv ist. Wir durften die lokale Einrichtung besuchen – und waren einmal mehr tief beeindruckt , wie viel Engagement, Kreativität und Mitgefühl bewirken. 


Stolz präsentierten uns die Frauen ihre hergestellten Produkte: Nachhaltig produzierte Seife, genähte Waren, Spielzeug sowie handgefertigte Schüsseln und Untersetzer. Und da war sie wieder, die schon mehrfach in diesen Tagen zitierte Tumaini, die Hoffnung. Deutlich konnten wir sie auch hier spüren.

Während unseres Besuches waren wir schon bald umringt von fröhlichen Kindern –sowohl von Kindern der betreuten Frauen als auch von Kindern aus der Nachbarschaft. Über gemeinsame Spiele fanden wir schnell zueinander. Die gemeinsame Zeit hat uns und den Kindern gut getan, der Abschied war sehr herzlich...




We give people hope - that's what we do...

Mit Spannung im Gepäck und Vorfreude im Herzen machten wir – eine achtköpfige Gruppe aus Fritzlar, Gießen, Hannover und Niedenstein – uns am Donnerstag auf den Weg nach Uganda. 

Nach einer rund 19-stündigen Anreise landeten wir sicher und erleichtert auf ugandischem Boden. Ein kleines Abenteuer begleitete unsere Reise: Markus, der Arzt in unserem Team, musste unterwegs medizinisch eingreifen – und verhinderte damit sogar einen ungeplanten Zwischenstopp in Tunis. Für diese besondere Fügung und die reibungslose Ankunft waren wir sehr dankbar.

Die erste Nacht durften wir in Entebbe zur Erholung verbringen, bevor es am Freitag weiter in die Hauptstadt Kampala ging – gespannt auf alles, was vor uns liegt.


Nach dem Mittagessen ging es dann endlich los – unser erster Besuch führte uns zum

Hope Vocational Training Center Mutungo.

Diese besondere Schule bietet jungen Menschen aus dem sozial benachteiligten Umfeld eine zweijährige praxisorientierte Ausbildung – im Schneiderhandwerk, in der Schuhmacherei, im Friseurhandwerk oder im Bereich Catering. Viele der Schülerinnen und Schüler starten mit wenig Perspektive in ihr Ausbildungsleben; ihre Chancen auf eine berufliche Zukunft scheinen zunächst gering.

Und genau hier setzt die Vision der Schule an. „We give them hope – that's what we do“, erklärt uns die engagierte Schulleiterin Martha mit einem herzlichen Lächeln. Und tatsächlich: Der Name der Schule ist Programm. Hoffnung schenken – durch Bildung und praktische Fähigkeiten.

Hier präsentiert die 18-jährige Lydia den Zwischenstand ihrer gelungenen Näh-Arbeit.


Weiter ging es dann zur

Central Community School Mutungo

Die im Osten Kampalas gelegene Primary School bietet rund 100 Kindern ab 4 Jahren einen Vor- und Grundschulplatz. Mit viel Kreativität und Disziplin wird den Kindern Wissen vermittelt. Dafür werden selbst die Außenwände der Schulgebäude kreativ genutzt.

Derzeit pausiert der reguläre Unterricht, da wir uns in den Schulferien befinden. Trotzdem ließen es sich einige Kinder nicht nehmen, vorbeizuschauen  Mit strahlenden Gesichtern begrüßten sie uns herzlich und wir konnten zusammen ausgelassen die Zeit mit ein wenig Bewegung genießen.

Unseren ersten Tag in Kampala ließen wir mit Lobpreis in der Church of God ausklingen, die sich auf demselben Gelände befindet. Den Gesang unserer Gruppe erwiderte das Team der Schule...



Wir sind gespannt und freuen und auf Morgen!



Sonntag, Mai 04, 2025

Zwei neue Reisen nach Uganda in 2025 stehen am Start

 Ja, schon in diesem Monat, Ende Mai, wird hier von der Reise der Geschäftsführerin vom KHW Global Care mit einem Ärzteteam berichtet werden. Also: "Stay tuned!"

Und: Eine Gruppe von derzeit 13 steht am Start für den Oktober. Großartig! Wollen noch junge Menschen mitfliegen und -arbeiten? Dann meldet Euch direkt bei mir: Siegfried.Froese@fbgg.de. Vielleicht passt es ja mit uns und Dir! Jedenfalls bete ich heute schon: Gott, schenke diesem Team um Beate Weisheit und Kraft die jetzige Klinikarbeit in Uganda weiter auf ein festes Fundament zu stellen.

 Also, demnächst weiteres auch gerade zu der Klinikenwirklichkeit 2025 in Napungee, Kasubi, Mawanga, Boliso u.a.m.

 

Mittwoch, September 04, 2024

Kawolokota entwickelt sich!

Kaum zu glauben, aber heute ist unser letzter Tag in Uganda. Die Zeit ist verflogen! Vor dem Abflug stand aber noch einiges auf dem Programm. Oxana, Bruno und Jannice sind mit Tim und Moses nach Kawolokota gefahren. Das Dorf liegt gar nicht so weit weg von Kampala (ca. 80 km), aber der Verkehr und die Straßen lassen zu wünschen übrig; wir haben drei Stunden hin- und fünf(!) Stunden zurück gebraucht Denn man muss immer wieder Boda Bodas oder Kühen ausweichen und vor den bewusst verbauten Hügeln abbremsen.

Auf dem Programm stand Einweihung einer Schule, zwei neue Patenkinder zu begrüßen und eins zu sehen, einen Baum zu pflanzen und Fußball Trikots von OSV Meerbusch zu verschenken. Zuerst wurden wir wie immer sehr herzlich begrüßt und von singenden Frauen in Kleidern mit bunten Flaggen zu unserem Sitzplatz gebracht. Danach folgten mehrere Reden, viel Gesang und Tanz von den Schülern.

Anschließend wurde die neue Schule eingeweiht, welche von einer Grundschule, der Eichendorff Schule in Meerbusch-Osterath, gesponsert wurde. Die Kinder dort hatten letztes Jahr einen Sponsorenlauf gestartet und das erlaufene Geld dem Dorf für einen Schulbau gespendet! 😊 Die Freude war groß und wir wurden reichlich beschenkt: Eine Ziege, mehrere Hühner, Eier, Ananas, Bananen, Avocados. Ich war überfordert und staune immer wieder, wie viel diese Menschen uns schenken, obwohl sie eigentlich nichts haben.

Der einzige Wermutstropfen ist, dass sie jetzt eine sehr schöne Schule haben, aber leider können einige Kinder nach wie vor nicht zum Unterricht gehen, weil es den Eltern das Geld für die Schulgebühren fehlen. Das, obwohl die Kosten nur zwischen 8 und 20 Euro pro Semester liegen! Daher möchte ich euch ermutigen ein Patenkind ins Herz zu schließen und Pate zu werden, damit so viele Kinder wie möglich die Chance bekommen ihr Potential zu entwickeln😊

Die vorige Klassenzimmer sahen so aus

Nach der Eröffnung hat Bruno noch ein Bäumchen gepflanzt, welches gleich nach ihm benannt wurde.

Zum Schluss haben wir der Schule den Trikotsatz geschenkt - die Freude war groß!

Die in Port Bell gebliebenen haben im Laufe des Tages noch weitere Patenkinder getroffen, Koffer gepackt und Souvenirs geshoppt.

Zurück in Kampala mussten wir uns dann spät abends nach einer kleinen Reflexionsrunde schweren Herzens verabschieden. Wir haben so viel erlebt in der Zeit und ganz interessante Erfahrungen gemacht. Die zahlreichen Eindrücke und wertvolle Begegnungen werden noch nachwirken und in uns weiterarbeiten.

Beeindruckt von der leidenschaftlichen Arbeit vor Ort und reich beschenkt steigen wir ins Flugzeug. Wir waren eine ganz vielfältige, altersgemischte und dennoch total harmonische Gruppe. (Jannice & Oxana)