Dienstag, Oktober 13, 2026

Abschied mit Regen, Lachen und offenen Herzen – unser letzter Tag in Uganda

 Vorbei! Unser letzter Tag in Uganda. Kaum zu fassen, wie schnell diese besondere Zeit vergangen ist!

Der Morgen begrüßte uns mit einem kräftigen, erfrischenden Regenschauer, fast so, als wollte Uganda uns noch einmal ordentlich verabschieden. Kaum hatte der Himmel aufgeklart, zog es einen Teil der Gruppe in die Stadt auf Souvenirjagd. Dutzende kleine, hüttenartige Läden reihen sich dort dicht an dicht, und hinter jedem Eingang wartete etwas Neues zu entdecken. Mit gut gefüllten Taschen und zufriedenen Gesichtern ging es anschließend weiter.

Nächster Halt: die Schule in Mutungo. Dort verwandelte Nadja den Schulhof in eine Manege! Rund 80 Kinder erlebten ihre Clown-Show, nur diesmal stand ihr Stine als Zweitclown zur Seite. Was folgte, war pure Freude: Spiel, Spaß und ein Gelächter, das man vermutlich noch ein paar Straßen weiter hören konnte. Ein ganz besonderer Moment war außerdem, dass wir ein neues Patenkind herzlich beglückwünschen und ins Programm aufnehmen durften.

 










Währenddessen wurde ein paar Meter weiter kräftig angepackt: Udo und Harry strichen in der Berufsschule Mutungo den neuen Schuhmacherraum und stellten den neuen Friseurraum fertig. Der nächste Schritt steht schon fest, jetzt fehlen nur noch die Möbel des Salons!

Am frühen Abend dann großes Wiedersehen: Vier aus unserer Gruppe kehrten von ihrer zweitägigen Safari zurück, mit leuchtenden Augen und Geschichten über all die Tiere, die sie zu Gesicht bekommen hatten.

Nachdem die Koffer gepackt waren, kamen wir ein letztes Mal mit Colleen und Tim zusammen. In dieser Abschlussrunde durfte jeder erzählen, wie er die Zeit in Uganda erlebt hat und was ihn bewegt und berührt hat. Ein stiller, intensiver Abend.

Wir sind zutiefst dankbar für all die Begegnungen und für die Bewahrung bei jeder einzelnen Aktivität. Gottes Schutz und Güte begleiteten uns an jedem Tag, bei jedem Einsatz und in jeder Begegnung. An diesem Abend haben wir neu gestaunt über Seine Wege, mit uns und mit den Menschen, die wir hier in unsere Herzen geschlossen haben.

Und so bleibt zum Schluss ein starkes Gefühl: Uganda, das war ganz sicher nicht unser letzter Einsatz. Wir kommen wieder!

(Bilder folgen) 

Samstag, Oktober 10, 2026

Eindrücke am Rande Südsudans neben dem Nil

 08.10. Der Donnerstag stand unter einem eher entspannten Stern. Wir besuchten die Nile High School und das angrenzende Flüchtlingslager. Dort durften wir den Menschen begegnen, ihre Lebensumstände kennenlernen, gemeinsam spielen und die Umgebung erkunden. Ein besonderer Moment: Wir hatten sogar die Ehre, bei einer Brunneneinweihung dabei zu sein!

 
 
Viele der Menschen, die hier leben und zur Schule gehen, stammen aus dem Südsudan. Sie wohnen auf engstem Raum und in einfachsten Verhältnissen. So teilen sich zum Beispiel 100 Jungen vier kleine Zimmer, die eigentlich Klassenräume der Grundschule sind. Die Bedingungen sind alles andere als leicht. Und doch sind die Menschen zutiefst dankbar für die Hilfe, die sie erhalten, und dafür, dass sie hier zur Schule gehen können.

Hier wird noch in diesem Jahr mit dem Bau eines weiteren Dorm-Hauses begonnen dass voraussichtlich schon im März in Benutzung gehen wird. Eine echte Erleichterung für alle, da dann die Klassenräume wieder genutzt werden können als solche!

Freitag. Heute ging es für uns noch einmal zur Nile High School – also wieder ins Flüchtlingslager nur wenige km von der Grenze zum Südsudan.

Fynn und Madita haben es gewagt, in der Hitze beim Fußballspiel der Lehrer gegen die Schüler mitzuspielen. Der Platz erinnerte stark an alte Ascheplatz-Zeiten in Deutschland. Bei diesen Temperaturen und der Trockenheit sind wir ganz schön an unsere Grenzen gekommen. Während wir uns abgekämpft haben, gestalteten Stine, Oxana, Jenny und Nadja ein Programm für die Schüler und kümmerten sich um die Patenkinder. 

 

 










Harry, Udo, Bruno und Moses haben ordentlich angepackt und mit unzähligen kleinen Helfern rund 200 Bäume auf dem Schulgelände gepflanzt. Beeindruckend: Kaffeepflanzen wurden dann auch im Schatten der vor wenigen Jahren gesetzten Bäumen gesetzt – der Schatten soll sie schützen.







Harry, Udo, Bruno und Moses haben ordentlich angepackt und mit unzähligen kleinen Helfern rund 200 Bäume auf dem Schulgelände gepflanzt. Beeindruckend: Kaffeepflanzen wurden dann auch im Schatten der vor wenigen Jahren gesetzten Bäumen gesetzt – der Schatten soll sie schützen.

 

Nach dem Mittagessen wurden Geschenke an die Lehrer, Schule und Community verteilt. Dazu gehörten auch 4 Ziegen! Anschließend brachen wir zu Hausbesuchen im benachbarten Flüchtlingslager auf, in dem ausschließlich Menschen aus dem Südsudan leben. Auf den ersten Blick wirkt das Lager wie ein kleines afrikanisches Dorf mit Lehmhütten und kleinen Familienwohngruppen. Doch je weiter man ins Lager hineingeht, desto schwieriger werden die Bedingungen. So weit konnten wir diesmal leider nicht gehen; unsere Besuche beschränkten sich auf den vorderen Bereich. Dort lernten wir Familien kennen, die teilweise schon seit zehn Jahren hier leben, überreichten Geschenke und beteten gemeinsam mit ihnen.

Wieder durften wir einen ereignisreichen und wunderbaren Tag erleben!

 

Donnerstag, Oktober 08, 2026

10 Stunden Fahrt - angekommen in Palorinya ...kurz vor Südsudan

 


Nach langer Fahrt sind wir glücklich und wohlbehalten in Moyo angekommen, genauer gesagt im Flüchtlingscamp Palorinya. Hier hat das Kinderhilfswerk Global Care vor rund zehn Jahren die Nile High School gegründet. Wer mag, kann in unseren alten Blogeinträgen von vor vier bis sieben und vor zehn Jahren stöbern, wie alles angefangen hat 😊.  Gute Nacht!!!

Dienstag, Oktober 06, 2026

Farbe, Fußball und ein Clown mit grünen Haaren 😊

Am Montag haben wir an der Kasubi Primary und High School ein weiteres Gebäude gestrichen. Die Sonne hat ganz schön gebrannt, aber weichkochen ließen wir uns nicht!

Parallel gab es eine kleine Fußball-Trainingseinheit, und anschließend traten verschiedene Klassenmannschaften gegeneinander an. Dass die Lehrer als Schiedsrichter pfiffen, hat dem Spielfluss sichtlich gutgetan 😊. Die Klassen feuerten ihre Teams mit lauten Gesängen an, und die Trommler sorgten mit ihren afrikanischen Trommeln für einen mitreißenden Grundton. Die Spannung lag förmlich in der Luft!

Dass Madita und Fynn mitspielten, hat alle begeistert. Es gibt hier echte Talente! Aber vor allem ging es um den Spaß am Spiel. Als Madita gleich mit einem ihrer ersten Ballkontakte ihren Gegenspieler tunnelte und damit bewies, dass sie mit jedem auf dem Platz mithalten kann, war der Jubel auf den Rängen nicht zu überhören.

Ein ganz besonderes Erlebnis hatte Nadja mit ihrem Harry und ihren beiden erwachsenen Patenkindern. Wie man sie kennt, hatte sie sich wieder mit viel Liebe zum Detail in ihr Clownskostüm geworfen, mit roter Nase und grünen Haaren. Und die Patenkinder machten spontan mit! 

Ihr 23-jähriges Patenkind (inzwischen Student hier an der Uni) moderierte gleich mit und heizte die Stimmung beim Sackhüpfen, beim Staffellauf und im Höhlenerlebnis unter einem bunten Tuch immer weiter an. Es wurde so viel gelacht! Wir, die mitfieberten und uns vor Lachen kaum halten konnten, haben gesehen, wie viel Arbeit hinter so einer Clownerie steckt. Was für eine Leistung, was für eine Freude! Sogar die High-School-Schüler, die von ihrem höher gelegenen Gelände aus zuschauten, klatschten laut mit und feuerten an.

 

Insgesamt 34 Patenkinder wurden beschenkt, nicht nur Nadjas! Den Großteil dieser Arbeit haben Oxana, Jenny, Stine und Madita gemeinsam mit dem Team aus dem Kasubi-Büro gestemmt. Dabei wurde oft zwischen drei oder mehr Sprachen hin und her gewechselt, damit auch die Sechs- bis Neunjährigen verstanden, wie sehr wir uns freuen, sie zu sehen, und was wir alles erlebt haben.

Heute sind wir zurück in Mutungo und staunen über die Fortschritte: 150 m² Zementboden sind gegossen! Als Nächstes machen wir uns an den restlichen Anstrich der Lederwerkstatt und des Unterrichts-Hauses und verschönern den neuen Friseursalon. Das wird bunt, schön und richtig einladend. Hier wird es eine Freude sein, sich die Haare schneiden zu lassen und das Handwerk zu lernen!

Sonntag, Oktober 04, 2026

This is the day that the Lord has made!

 

 Heute ist Sonntag, und das heißt: Gottesdienst! Auch heute haben wir uns aufgeteilt und mit jeweils fünf Workcamp-Teilnehmenden die Gottesdienste in Mutungo und Kasubi besucht. Für die vier von uns, die zum ersten Mal dabei sind, war es der erste ugandische Gottesdienst überhaupt, und unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen! Mit Tanz, Gesang und Gebet wurde Gott die Ehre gegeben, mit einer Energie und Hingabe, die uns tief beeindruckt hat.


Der Gottesdienst in Kasubi war ein ganz besonderer: Nächste Woche beginnen für die Abschlussklasse die O-Level-Prüfungen (vergleichbar mit dem Realschulabschluss). Die ganze Gemeinde hat für die Schülerinnen und Schüler gebetet und eine Kollekte für sie gesammelt. Zum Abschluss wurden sie von den anwesenden Pastoren gesalbt und gesegnet.
    

Auch wir durften etwas beitragen: Nachdem wir uns vorgestellt hatten, haben wir gemeinsam ein Lied gesungen, und zwei von uns haben ein Zeugnis gegeben. Danach haben zwei Teilnehmende den Kindergottesdienst mitgestaltet und mit Bastelmaterial aus Deutschland rund 100 Kinder begeistert. Die anderen haben bei der Salbung der Schülerinnen und Schüler mitgeholfen.

 

Am Nachmittag ging es etwas ruhiger zu. Wir haben Kraft getankt und Geschenke vorbereitet, denn morgen geht es noch einmal nach Kasubi. Dort besuchen wir die Schule, machen Hausbesuche, beschenken die ersten Patenkinder und vieles mehr. Wir sind gespannt!