Es sind noch zwei Koffer aus Hannover angekommen, d. h. auspacken und umpacken, das eine kommt mit, anderes bleibt hier für die Kliniken.
11 Uhr, die letzten Sachen werden verstaut und dann sind wir endlich auf dem Weg nach Kabwangasi. In Jinjja, die Stadt bei den Nilquellen, haben wir eine ausgiebige Mittagspause, mit vielen leckeren Gerichten. In der Zeit regnet es sehr heftig, gut, dass unsere Fahrer in dieser Zeit nicht auf der Straße sind.
Mit Einbruch der Dunkelheit, trotz zwischenzeitlich heiß gelaufenem Motor (aber es wurde uns gleich ein Wasserkanister von Dorfbewohnern angeboten, welches wir selbstverständlich auch gut bezahlt haben), erreichen wir Abends unser Ziel, das Dorf Kabwangasi, wo wir mit großem „Hallo“, Händeschütteln und Umarmungen empfangen wurden. Die überschwängliche Begrüßung ist immer wieder beeindruckend und dadurch fühle ich mich, als käme ich nach Hause.
Als wir dann nach einer kurzen Weiterfahrt unser Gästehaus „Salem“ erreichten, war es bereits dunkel. Eine sehr schöne von Christen errichtete Anlage, die besonders zur Erholung von Missionaren gebaut wurde.
Montag, Juni 05, 2017
Sonntag, Juni 04, 2017
Zurück in Kampala (04.06.2017)
Hallo aus Kampala, wir sind wieder "zu Hause" angekommen nach unserer Reise aufs Dorf. Es war eine gute Zeit, allen geht es gut und morgen geht es weiter mit unserem letzten richtigen Tag. Siegfried und Bob haben uns bereits überlassen und sind in Äthiopien oder auf dem Weg dorthin.
Berichte zu den letzten Tagen folgen. Gruß Anka
Das Flüchtlingslager Palorinya, Uganda ... Glorious .. und mein neuer LKW
Unser Tag beginnt mit einem 2-Stundengespräch mit dem
Camp-Direktor des derzeit 160.000 Menschen Unterkunft bietenden
Flüchtlingslagers Palorinya. Täglich
wächst das Lager – allein letzte Nacht sind 1.600 Süd-Sudanesen vom Grenzort
Elegu mit Bussen ins Camp gebracht worden. Wir freuen uns, dass er uns
ausführlich und mit Detailkenntnis ihre dringendsten Anliegen nennt: Schulen, medizinische & Wasser-Versorgung, Ausbildung, Sanitäranlagen …
Wir erzählen dem Commander von Palorinya, warum wir ihn aufgesucht
haben. Wir hatten in den letzten Tagen
entschieden, diesen Besuch zu wagen, weil unsren Mitarbeitern mitgeteilt
worden war, dass nun auch den ca. 20 Patenkindern des KHW und einer kanadischen
Partnerorganisation wegen des wütenden
Bürgerkriegs im Süd-Sudan nichts anderes übrig geblieben ist als ebenfalls zu
flüchten. Einen Bericht, dass ein Patenkind
getötet wurde, können wir immer noch nicht bestätigen, fast alle Kinder haben sich
in den letzten Tagen bei ihren Betreuern melden können. Nun ist uns auch in Deutschland eine größere
Summe für eine Hilfsmaßnahme angeboten worden und wir nutzen diese Gelegenheit, um auch
diese Möglichkeit konkret zu prüfen.
Wir verlassen unsere Unterhaltung mit einem dankbaren
Herzen. Dass Bildung und Ausbildung so
dringlich in seinen Augen sind, läßt uns hoffen, dass ein Projekt hier sehr gut
umzusetzen sein wird. Denn Schulen sind ein Schwerpunkt der Arbeit hier in
Uganda. Nun fahren wir in die Lager, um
uns einen Eindruck der Alltagssituation und der Camporganisation zu machen.
Die Headquarters sind professionell und ausufernd
aufgebaut. Es gibt Meldezelte für
Menschen, die ihre Angehörigen suchen, medizinische Bereiche, Verteilzentren …
alles halt in großen Zeltanlagen. Immer
wieder fahren wir auch an Wassertanks vorbei neben Pumpenanlagen, wie wir sie
kennen und überall in den Dörfern seit Jahrzehnten hier einrichten. Mit
einfachsten Mitteln ist hier die Notversorgung der Menschen gesichert
worden. Ich erinnere mich an die Worte
des Direktors, dass zwischen Oktober und Februar sogar die Tiere am Sterben
waren - wegen der großen Dürre, die Uganda traf - und wie dankbar er war, dass
diese momentan vorbei sei. Konstant fahren große Wassertanker vorbei, die
unterstreichen, wie dringend eine große Wasserpipeline vom 5km entlegenen Fluß
ist – die Hand- und Solarpumpenanlagen befördern einfach nicht genug Wasser für
die ansteigende Bevölkerung.
Tatsächlich treffen wir hier im Zentralcamp wieder Julius –
unser Fahrer hatte mit ihm Nummern ausgetauscht, nachdem er gestern bei der
Reifenpanne spontan ausgeholfen hatte.
Er steigt ein und wird unser „Navi“ für den Rest der Reise. Die Mobilfunkverbindung ist schrecklich,
obwohl dieses Werkzeug GANZ wichtig ist für solch eine Notsituation wie das
Campleben. Moses Abasoola, unser KHW
Mitarbeiter in UG seit 1993, kann tatsächlich telefonisch Verbindung mit einem
Patenkind von Furaha, Gloria, aufnehmen. Somit lotzt Julius uns zur größten Zone in
Palorinya, Luru. Es bedrängt mich, solche
Weiten gefüllt mit Hütten – in Kilometer-Quadrate aufgeteilt, schätze
ich – zu sehen. Aber ich bin von der
Ruhe und Akzeptanz der Menschen beeindruckt (ich kann einfach nicht
'Gelassenheit' hier allein schreiben, aber die Menschen strahlen keine Angst aus
– auch nicht die Ugander, die hier ihren Lebensraum teilen müssen und deren
Dörfer zwischen den Zones ausgespart wurden).
Wir kommen an einer Nahrungsverteilung vorbei. Jetzt bedrängt es mich. Es ist schon
beschämend, sich nicht von seinem Acker ernähren zu können, wie die Menschen es
hier seit Jahrtausenden tun. Dabei schmücken kleine Gärten fast jede der
10.000de mit Planen zusammengebastelten Schlaf- und Wohnhütten, die die
Flüchtlinge sich selbst hier bauen. Sie dürfen alle Bäume fällen, die NICHT mit blauer Farbe gekennzeichnet
sind, erklärt Julius. Gute Planung,
denke ich leise – hier wird aus einem großen Wald eine dauerhafte Siedlung
ermöglicht! Jeder hat eine Nahrungskarte,
womit er monatlich nur noch 6 anstatt 12kg Korn und Bohnen bekommt. Zu wenig, beklagt
Julius – und ich erinnere mich schon wieder an unser Vormittagsgespräch und die
Nöte, die der Offizier schilderte bzgl. Wasser und Nahrungsmittel. Saatgut wäre auch ein gutes Nebenprojekt,
murmelt Moses unbewusst, als wir die Enge der Verteilstelle hinter uns gelassen
haben.
Und jetzt steht Gloria vor uns. Was für ein Segen ein Mobiltelefon ist, auch
wenn ihres aussieht als käme es aus dem letzten Jahrhundert – es funktioniert
noch und das hat uns zusammengeführt. Als sie in unser Fahrzeug einsteigt, ist
endgültig die vorgesehene Passagierzahl überschritten, aber das ist hier jedem egal. Während wir ihr „Zuhause“ ansteuern, erfahre ich schon, dass sie nur eine
Handvoll der Patenkinder des Programms hier bisher gesehen hat. Andere sind in
Bidi Bidi, das wir nicht mehr erreichen werden.
Zuhause angekommen treffen wir auf 4 ihrer 7 Geschwister
sowie ihre Mutter. Dass das erste Thema,
welches sie uns beklagt, die Schule hier ist, beeindruckt mich. Diese 16jährige will lernen! Die Zustände der wenigen Campschulen sind genauso schlimm wie der Commander es uns sagte: 130 Kinder in der dritten
Klasse – pro Lehrer. Auch in der 11. – Senior
3 – wo sie hin müsste, ist der Fußweg mehrere Kilometer lang und der Klassenraum
erlaubt es ihr gar nicht, sich reinzudrängen.
Wenn Du nicht unmittelbar nah bei der Schule wohnst, hast Du gar keine
Chance – es ist zwecklos zu gehen.
Wir reden über vieles und dürfen auch ihre selbstgebauten
„Häuser“ und die kleine Kochstelle betreten; ein kleiner Garten ist ebenfalls schon
angelegt. Die Mutter ist sprachlos –
ich merke, dass sie noch Zeit brauchen
wird, um unsren Besuch zu verkraften.
Ihr „neues“ Leben hier im Camp ist für sie erträglich. Sie haben vor allem Hoffnung, dass der
Konflikt im 50km entfernten Heimaltland bald vorbei ist (ich bin da
skeptischer). Doch hier können sie erst einmal
leben, überleben.
Gegenüber der Straße steht ein Versammlungszelt wie sie
regelmäßig im Lager an zentralen Stellen aufgestellt wurden. Auf dem Schild
steht „Classic Music & Ricki Oh (Hot Karate) 1 pm“. Fußball wird hier auch
geschaut, sagen mir die Jungs, weil ich auf die Sat-Schüssel zeige.
Glorias Bruder, Godi, vielleicht 9, zeigt mir noch sein
Spielauto, ein selbstgebastelter LKW aus einer 1-Liter-Öl-Dose und Flaschenverschlüssen!
Das ist Afrika: Die Menschen hier werden überleben;
Kinder sind die gleichen überall auf der Welt. Auch hier spielen sie Fußball auf
jeder dafür freigemachten Fläche! Und,
wir können helfen. Wir müssen helfen,
auf politischer Ebene, dass solche Kriege wie dieser in Sudan nicht
übersehen werden. Humanitär, und als Christen – das versteht
sich von allein.
Ich habe eine Idee: Neben der großzügigen Summe, die wir der
Mutter selbstverständlich für die nächsten Wochen im Camp geschenkt haben,
biete ich Godi 15.000 Schilling für seinen LKW an. Mit diesem Fahrzeug möchte ich
die Geschichte seiner Flucht in Deutschland erzählen – er könne sich doch
spielend (zur Schule kann er ja nicht) einen neuen bauen. Godi willigt
natürlich ein – aber unser Fahrer fragt noch 2x nach, ob er wirklich zu dieser
Familie gehöre – denn mit so viel Geld würde Godi, zuhause angekommen, ein
großes Problem bei seinen Eltern bekommen.
Der Gedanke lässt mich nicht los: … ja, … ich möchte nicht mit all meinem Geld zuhause ankommen…. Zuhause werde ich für Notlinderung an diesem Ort mich einsetzen.
Der Gedanke lässt mich nicht los: … ja, … ich möchte nicht mit all meinem Geld zuhause ankommen…. Zuhause werde ich für Notlinderung an diesem Ort mich einsetzen.
(Ich setzte diesen Text sehr roh erstmal
ins Netz – die Rückreise hat begonnen und ich sitze im Auto seit Stunden und blogge dank moderner Technik – Bob, Hendrik und ich fliegen gleich nach
Äthiopien in unser Projekt dort – der Rest der Gruppe wird hier über ihren
Einsatz in Kabwangasi bald Frisches zu berichten haben!).
Samstag, Juni 03, 2017
Erster Eindruck des Flüchtlingslagers Palorinya ...
Nach einer über 500km 10 Stunden Fahrt sind wir im
nördlichen Gipfel Ugandas, noch hinter Moyo, angekommen. Empfangen
hat uns Abadu von der Regierungsstelle die eines der größten Flüchtlingslager
Ugandas, Palorinya, Morgen werden wir den
Campdirektor treffen verwaltet.
Heute bleibt uns der Eindruck dass es hier vor allem Frauen
und Kinder aus Sudan gibt. Nach einer
halben Stunde Durchfahrt habe ich nur zwei eher kleine Schulgebäuden und eine einzige Klinik entdeckt.
Locker wohnen nur in diesem ersten Gebiet des Flüchtlingslagers über
10.000 Menschen. Zu guter Letzt, als es
schon dämmert, haben wir eine Reifenpanne.
Willige Sudanesen helfen und in der Dunkelheit geht es erstmal zurück
nach Moyo. Mehr morgen - das Bett ruft!
Freitag, Juni 02, 2017
Eine Schule, eine Klinik und zwei Flüchtlingslager...
Seit gestern haben wir als Gruppe Kampala verlassen - in drei Richtungen:
Der größte Teil der Gruppe wird ein neues Schulgebäude in Kabwangsi aufbauen. Hier wird in einem sehr armen Gebiet Ugandas Kindern die Schulausbildung ermöglicht.
Eine zweite Gruppe ist unterwegs die von Deutschland aus unterstützte Klinik in Mawanga zu besuchen. Vor allem das letztes Jahr gestartete große Plantageprojekt dort soll vorgezeigt werden.
Dann sind wir noch zu viert auf dem Weg nach Bidi bidi und Palorinya wo das Kinderhilfswerk seine Hilfsmaßnahmen für diese zwei große Flüchtlingslager organisiert. Es ist 9.41 Uhr und 226km sind von unserem Fahrer Sundae geschafft - wir meinten, er hätte sich seinen Frühstück schon mal verdient!
Schließlich gab es heute morgen bei unsrer Fahrt noch ein drängendes Anliegen von Moses Abosola von der Schule in seinem Heimatdorf, Kirongero. Ich bat um ein Bild: Hier siehst Du was aus dem alten Dach des ersten Gebäudes nach dem letzten Sturm passiert ist.
Letztes Jahr hatten wir dort dem zweiten Gebäude ein ganz neues Gesicht gegeben. Jetzt möchte ich an Moses' statt dieses Anliegen einfach hier präsentieren: 55 Dachwellbleche x 25.000 SH = 1.375.000SH! Das wird leider nochmal verdoppelt durch die Dachhölzer die ersetzt werden müssen sowie Zementreperaturen auf ca 2,8 Mill. UG Schilling. Also 700 Euro. Sollte ein Spender dieser Schule hier zur Seite eilen wollen, so schreibe mir eine Mail an efs@sahlkamp.de und wir können diese Spende über das Kinderhilfswerk abwickeln. Und in 2 Monaten gibt es hier frische Bilder vom erneuerten Gebäude und viele glückliche Kinder und Lehrer!
Für heute dieses: Ich bin beeindruckt von Moses Abasoola, weit über 60 und immernoch täglich unterwegs für die Anliegen Anderer. Heute sogar von Süd-Somalischen Flüchtlingen. Gott segene ihn ... und uns alle!
Der größte Teil der Gruppe wird ein neues Schulgebäude in Kabwangsi aufbauen. Hier wird in einem sehr armen Gebiet Ugandas Kindern die Schulausbildung ermöglicht.
Eine zweite Gruppe ist unterwegs die von Deutschland aus unterstützte Klinik in Mawanga zu besuchen. Vor allem das letztes Jahr gestartete große Plantageprojekt dort soll vorgezeigt werden.
Dann sind wir noch zu viert auf dem Weg nach Bidi bidi und Palorinya wo das Kinderhilfswerk seine Hilfsmaßnahmen für diese zwei große Flüchtlingslager organisiert. Es ist 9.41 Uhr und 226km sind von unserem Fahrer Sundae geschafft - wir meinten, er hätte sich seinen Frühstück schon mal verdient!
Schließlich gab es heute morgen bei unsrer Fahrt noch ein drängendes Anliegen von Moses Abosola von der Schule in seinem Heimatdorf, Kirongero. Ich bat um ein Bild: Hier siehst Du was aus dem alten Dach des ersten Gebäudes nach dem letzten Sturm passiert ist.
Letztes Jahr hatten wir dort dem zweiten Gebäude ein ganz neues Gesicht gegeben. Jetzt möchte ich an Moses' statt dieses Anliegen einfach hier präsentieren: 55 Dachwellbleche x 25.000 SH = 1.375.000SH! Das wird leider nochmal verdoppelt durch die Dachhölzer die ersetzt werden müssen sowie Zementreperaturen auf ca 2,8 Mill. UG Schilling. Also 700 Euro. Sollte ein Spender dieser Schule hier zur Seite eilen wollen, so schreibe mir eine Mail an efs@sahlkamp.de und wir können diese Spende über das Kinderhilfswerk abwickeln. Und in 2 Monaten gibt es hier frische Bilder vom erneuerten Gebäude und viele glückliche Kinder und Lehrer!
Für heute dieses: Ich bin beeindruckt von Moses Abasoola, weit über 60 und immernoch täglich unterwegs für die Anliegen Anderer. Heute sogar von Süd-Somalischen Flüchtlingen. Gott segene ihn ... und uns alle!
Mittwoch, Mai 31, 2017
3. Tag in Kasubi - (31.05.2017)
Unmittelbar nach dem Frühstück hatten Siegfried und Tim
einen Termin im Flüchtlings-Ministerium um sich dort eine Erlaubnis zu holen
im Flüchtlingslager an der Grenze zum Sudan (also ganz im Norden Ugandas) ein
Hilfsprojekt zu starten. Zumindest sind sie mit dem Antragsformular drei
Behördenstempel weitergekommen. Auch eine "zufällige" Begegnung mit dem parlemenarischen Kommisar läßt Hoffnung wachsen. Betet bitte dafür, dass sie bei unserer
Dorftour in dieser Angelegenheit weiter kommen.
In Kasubi trafen wir uns um
die begonnen Arbeiten fortzusetzen: das Pförtnerhäuschen konnte in der
bewährten Zusammenarbeit fertig gemauert werden, mal sehen wann in unserer
Abwesenheit das Dach darauf gebaut wird.
Bis auf zwei, die wir Montag sehen werden, konnten alle Geschenke
an 117 Patenkinder verteilt, sowie 22 neue Patenschaften abgeschlossen werden, was allen
Beteiligten sehr viel Freude bereitete. Es ist immer wieder schön, die
Dankbarkeit zu erleben, für Sachen, die aus unserer Sicht selbstverständlich
sind.
Auch die Besuche bei den TAPP-Familien wurden
fortgesetzt. Wie gut, dass es heute nicht regnete, so waren die Wege wenigstens
einigermaßen passierbar. Da die Wohnungen von der Kasubi-Schule recht weit
entfernt waren, ließ sich unser Besuchsdienst auf das Abenteuer ein, mit einem
Großraumtaxi zurück zu fahren.
In der Klinik wurden wieder einige Brillen angepasst,
wobei wir einigen ins Gewissen reden mussten, damit sie die „Nasenfahrräder“
nicht als Schmuckstück betrachten, sondern als Therapie, die bei falscher
Nutzung auch unangenehme Nebenwirkungen haben kann.
Bei einem unserer Fahrer, Sundae, muss sich morgen der
1,5 Jahre alte Sohn einer Operation beim Urologen unterziehen. Denkt bitte
auch an ihn in Euren gebeten.
Morgen fahren wir zum Dorf Kabwangasi, am Sonntagabend
kommen wir wieder zurück nach Kampala. Bis bald! Friedbert
Patenkinder
Wir haben bisher 117 Patenkinder getroffen und 21 neue Patenschaften vermittelt 😀 wir können noch alle Wünsche auf neue Patenkinder erfüllen. Also meldet euch gerne bei uns wenn ihr gerne einem Kind die Chance auf eine Zukunft geben wollt.
Dienstag, Mai 30, 2017
2. Tag in Kasubi - bewegende Begegnungen (30.05.2017)
Gestern abend hat unsere Gruppe Zuwachs durch Hendrik bekommen. Er wurde heute direkt ins kalte Wetter geworfen und durfte alles was man in Uganda an krassen Situationen erleben kann, mitnehmen.
Dutzende von Patenkinder konnten wir heute wieder treffen. Es bewegt zu sehen, was durch diese Beziehung nach Deutschland erreicht und wie vielen Menschen dadurch eine hellere Zukunft ermöglicht wird.
Gerhard, Hendrik, Bob und auch Christian waren auf Jajja-(Großmutter)Besuchen.
Harry und Niko bauten weiterhin mit den Einheimischen (zwischendurch auch Elias, Christian und Daniel) an dem Pförtnerhäuschen. Wir alle wurden aber dann wiederholt vom starken Regengüssen unterbrochen. Sie mussten ihre Arbeit pausieren und fanden danach einen kleinen Swimmingpool vor.
Friedbert traf wieder auf diverse Nöte in seiner Klinik. Unter anderem einen älteren Mann, der erhebliche Probleme beklagte, die aber eigentlich recht einfach zu lösen waren. Wir stellen fest, dass unser Denken und unsere Logik sich von der der Ugander sehr unterscheidet.
Wir (Jannice, Daniel, Elias, Olli und ich) mussten das Treffen der Patenkinder für längere Zeit unterbrechen, einfach weil der Regen auf dem Dach so laut war, dass es unmöglich war sich zu unterhalten.
Ich persönlich hatte drei besondere Begegnungen:
Daisy war da! :) Mein zweites Patenkind aus Uganda. Sie hatte starke O-Beine als ich sie vor Jahren als kleines Mädchen traf, sodass sie nicht gehen konnte. Durch die Patenschaft konnten ihre Beine gerichtet werden und inzwischen kann sie laufen und ist schon groß gewachsen. Es ist immer wieder überwältigend sie so freudestrahlend und glücklich zu sehen. Mein Herz hüpft jedes Mal vor Freude wenn ich sie sehen darf.
Ganz besonders war dieses Mal, dass Daisy mir ihr zu Hause zeigte. Ich traf ihre ganze Familie und konnte sehen wie sie lebt. Es war - wie immer in solchen Wohnungen - einerseits wieder ernüchternd zu sehen, in welchen Verhältnissen unsere Kinder doch leben. Aber dann ist es so wundervoll zu spüren wie glücklich und dankbar sie für alles sind, was sie haben. Auch wenn es nur ein Bett für 7 Personen ist. Da hat unser Leben in Deutschland gleich eine ganz andere Bedeutung.
Moses dagegen hat seit einigen Jahren Probleme mit seinen Augen aufgrund einer Allergie. Als ich ihm letzte Woche in der Naomi-Froese-Schule begegnete fiel mir auf, dass er mich nicht bemerkte, obwohl ich direkt auf ihn zu ging. Seine Augen wirkten glasig. Erst nachdem ich ihn ansprach erkannte er mich.
Dann fuhr Generous mit ihm zu einem speziellen Augenarzt um ihn untersuchen zu lassen und brachte mir heute die Diagnose. Ein Auge ist blind - es scheint nichts mehr machbar zu sein. Dabei ist er erst 14 Jahre alt und möchte so gerne Arzt werden. Um sein zweites Auge zu retten benötigt er Medikamente und eine spezielle Linse. Wir hoffen jetzt auf einen weiteren Arzt, der hier eventuell noch kompetenter helfen kann. Diese Situation hat mich sehr mitgenommen. Moses tut es so leid, dass er wegen seiner Augen so schlecht in der Schule ist, dabei kann er ja nichts dafür. Ich weiß, dass er sein bestes gibt und bin stolz auf ihn. Nachdem er das gehört hatte erschien ein wundervolles Lächeln in seinem Gesicht und es schien ihm eine große Last abgefallen zu sein.
Fast zu Tränen gerührt hat mich der kleine Rahim. Mit seinen 5 Jahren hat er ein schweres Schicksal zu ertragen. Er kam mit einem Wasserkopf und offenem Rücken zur Welt. Das bedeutet, dass die Nerven in seinem Rücken nicht richtig zusammen gewachsen waren, deshalb kann er weder seine Beine noch das urinieren kontrollieren, sodass er Physiotherapie und Windeln benötigt. Das ist für die Mutter, die mit ihm alleine ist, sehr belastend. Sie muss ihm ca. fünf Mal täglich die Windeln wechseln und ihn überall hintragen. Als ich die Patenschaft 2013 übernahm wussten wir nicht, wie lange Rahim überhaupt leben würde. Aber er kann nun an etwas abgestützt selber stehen und vor allem normal sprechen! Er schrieb sogar einige Wörter auf. Das beeindruckte mich am meisten, weil niemand dachte, dass er solche Fähigkeiten hätte - und das mit 5....
Und schon ist wieder ein Tag des Workcamps vorüber. Noch eine Woche, dann geht es wieder zurück nach Deutschland.
Dutzende von Patenkinder konnten wir heute wieder treffen. Es bewegt zu sehen, was durch diese Beziehung nach Deutschland erreicht und wie vielen Menschen dadurch eine hellere Zukunft ermöglicht wird.
Gerhard, Hendrik, Bob und auch Christian waren auf Jajja-(Großmutter)Besuchen.
Harry und Niko bauten weiterhin mit den Einheimischen (zwischendurch auch Elias, Christian und Daniel) an dem Pförtnerhäuschen. Wir alle wurden aber dann wiederholt vom starken Regengüssen unterbrochen. Sie mussten ihre Arbeit pausieren und fanden danach einen kleinen Swimmingpool vor.
Friedbert traf wieder auf diverse Nöte in seiner Klinik. Unter anderem einen älteren Mann, der erhebliche Probleme beklagte, die aber eigentlich recht einfach zu lösen waren. Wir stellen fest, dass unser Denken und unsere Logik sich von der der Ugander sehr unterscheidet.
Wir (Jannice, Daniel, Elias, Olli und ich) mussten das Treffen der Patenkinder für längere Zeit unterbrechen, einfach weil der Regen auf dem Dach so laut war, dass es unmöglich war sich zu unterhalten.
Ich persönlich hatte drei besondere Begegnungen:
Daisy war da! :) Mein zweites Patenkind aus Uganda. Sie hatte starke O-Beine als ich sie vor Jahren als kleines Mädchen traf, sodass sie nicht gehen konnte. Durch die Patenschaft konnten ihre Beine gerichtet werden und inzwischen kann sie laufen und ist schon groß gewachsen. Es ist immer wieder überwältigend sie so freudestrahlend und glücklich zu sehen. Mein Herz hüpft jedes Mal vor Freude wenn ich sie sehen darf.
Ganz besonders war dieses Mal, dass Daisy mir ihr zu Hause zeigte. Ich traf ihre ganze Familie und konnte sehen wie sie lebt. Es war - wie immer in solchen Wohnungen - einerseits wieder ernüchternd zu sehen, in welchen Verhältnissen unsere Kinder doch leben. Aber dann ist es so wundervoll zu spüren wie glücklich und dankbar sie für alles sind, was sie haben. Auch wenn es nur ein Bett für 7 Personen ist. Da hat unser Leben in Deutschland gleich eine ganz andere Bedeutung.
Moses dagegen hat seit einigen Jahren Probleme mit seinen Augen aufgrund einer Allergie. Als ich ihm letzte Woche in der Naomi-Froese-Schule begegnete fiel mir auf, dass er mich nicht bemerkte, obwohl ich direkt auf ihn zu ging. Seine Augen wirkten glasig. Erst nachdem ich ihn ansprach erkannte er mich.
Dann fuhr Generous mit ihm zu einem speziellen Augenarzt um ihn untersuchen zu lassen und brachte mir heute die Diagnose. Ein Auge ist blind - es scheint nichts mehr machbar zu sein. Dabei ist er erst 14 Jahre alt und möchte so gerne Arzt werden. Um sein zweites Auge zu retten benötigt er Medikamente und eine spezielle Linse. Wir hoffen jetzt auf einen weiteren Arzt, der hier eventuell noch kompetenter helfen kann. Diese Situation hat mich sehr mitgenommen. Moses tut es so leid, dass er wegen seiner Augen so schlecht in der Schule ist, dabei kann er ja nichts dafür. Ich weiß, dass er sein bestes gibt und bin stolz auf ihn. Nachdem er das gehört hatte erschien ein wundervolles Lächeln in seinem Gesicht und es schien ihm eine große Last abgefallen zu sein.
Fast zu Tränen gerührt hat mich der kleine Rahim. Mit seinen 5 Jahren hat er ein schweres Schicksal zu ertragen. Er kam mit einem Wasserkopf und offenem Rücken zur Welt. Das bedeutet, dass die Nerven in seinem Rücken nicht richtig zusammen gewachsen waren, deshalb kann er weder seine Beine noch das urinieren kontrollieren, sodass er Physiotherapie und Windeln benötigt. Das ist für die Mutter, die mit ihm alleine ist, sehr belastend. Sie muss ihm ca. fünf Mal täglich die Windeln wechseln und ihn überall hintragen. Als ich die Patenschaft 2013 übernahm wussten wir nicht, wie lange Rahim überhaupt leben würde. Aber er kann nun an etwas abgestützt selber stehen und vor allem normal sprechen! Er schrieb sogar einige Wörter auf. Das beeindruckte mich am meisten, weil niemand dachte, dass er solche Fähigkeiten hätte - und das mit 5....
Und schon ist wieder ein Tag des Workcamps vorüber. Noch eine Woche, dann geht es wieder zurück nach Deutschland.
Grad beim Schreiben bellen die Hunde wieder laut und eine Fledermaus fliegt hier über meinem Kopf hin und her... wer weiß wie sie ihren Weg ins Haus gefunden hat... aber das ist Afrika :) - wir sind sehr gerne hier und erleben viel besonderes!
Montag, Mai 29, 2017
1. Tag in Kasubi (Montag 29.05.2017)
Heute waren wir in Kasubi. Beim Rundgang sahen wir die Büros amerikanischen, kanadischen und deutschen Patenschaftswerke, sowie die Primary und Secondary Schulen. In etlichen Klassen bekamen wir spontan etwas vorgesungen.
Im Anschluss durften wir uns in den folgenden Arbeitsbereichen engagieren:
Nico & Harry und drei einheimische Handwerker haben, in Handarbeit, mit Hammer & Meißel eine Natursteinmauer eingerissen wo ein Pförtnerhäuschen morgen gebaut werden soll; in Deutschland wäre das eine Arbeit von kaum einer Stunde mit einem Presslufthammer. Aber da hätte es auch keine fröhlichen Pausen - Gespräche bei einer Tasse von Nicos gutem Cappuchino gegeben.
Anka, Jannice, Olli, Christian, Daniel, Gerhardt und Elias beschenkten 49 Patenkinder, zusammen mit den einheimischen MitarbeiterInnen. An einem Tisch wurden die Geschenke ausgegeben und an drei weiteren Tischen die Kinder mittels Dolmetscher interviewt, fotografiert und alles dokumentiert. Da gab es wieder viele fröhliche Gesichter, die Zusammenarbeit klappte auch hier hervorragend.
In der Klinik kämpfte ich mich durch eine beachtliche Krankheitswelle der Vor- und Hauptschulkinder, da heute der erste Schultag nach den Ferien war.
Auf dem Rückweg brauchten wir wegen der Staus wesentlich länger als in der letzten Woche, wo kein Unterricht stattfand.
Allen Lesern wünschen wir eine gesegnete Woche! Friedbert
Abonnieren
Posts (Atom)
















