Sonntag, Mai 08, 2016

Ein leicht demotivierender Freitag


Freitag... wir wissen gar nicht genau, was wir zu diesem Tag sagen sollen. Die meiste Zeit waren wir am Warten, viele haben sich gelangweilt zwischendurch. Die Stimmung war leider nicht so super. Deshalb fällt es uns relativ schwer tolles zu berichten.


Wir trafen eine Menge Patenkinder, leider erst ab 13 Uhr, weil die Patengeschenke noch im Verkehr feststeckten. Dadurch hat sich der ganze Tag massiv verzögert. Ein paar von uns waren auf TAPP Besuchen und das Klinik Team untersuchte ein paar Kinder.


Was aber wieder total schön war, war die Zuneigung der Kids, die an uns hingen. Da will man glatt alle einpacken und mit nach Hause nehmen :)



Auch bei den Bauarbeiten kam das Material nicht rechtzeitig an.

 

Am Nachmittag besuchten wir die Gemeinde in Kisugu, die vor ca zwei Jahren Projektziel wurde: Dort konnte das TAPP Office gebaut werden. Im hinteren Teil konnte letztes Jahr durch Spenden von TOSHIBA eine Werkstatt eingerichtet werden. Leider fehlen dort noch Möbel, aber die Werkstatt kann trotzdem genutzt werden und ist zur Begegnunsstätte der TAPP Frauen geworden.


Wir hatten ein kleines Begrüßungsprogramm und Jessica machte ein kleines Bibelstudium mit den Frauen dort. Danach konnten wir eine Menge Kleidung verschenken und ich konnte meine Patenkinder treffen. Das war mein persönliches Highlight.


Eine tolle Nachricht an diesem Tag war, dass die OP für einen Mann mit gebrochenen Arm finanziert werden konnte. Eine Frau mit 13 Kindern (33 Jahre alt!!!) muss dringend eine OP erhalten, bei der ihre Gebärmutter entfernt werden muss, die nächste Geburt wäre ihr Tod. Dafür konnten wir ebenfalls eine Spende aus Deutschland weiter geben. Danke an die fleißigen Spender!


Wahrscheinlich war dieser Tag für uns alle nicht so toll, weil Christian krank zu Hause bleiben musste. Wir haben ihn einfach so sehr vermisst.

Gruß Anka





Freitag, Mai 06, 2016

Herzliches Willkommen in der Naomi Froese Schule in Kampala...


Gestern (Donnerstag) waren wir das erste mal in Kampala im Einsatz. Wir besuchten die Naomi Froese Primary School und erfreuten uns an einem fantastischen Begrüßungsprogramm. Wir brachten sogar so viel Segen mit, dass es plötzlich in Strömen goss!  Hier 2 Beweißfotos:


Irgendwann hörte der Regen auf ... und der stressige Tag begann.  Eines der großen Überraschungen war das ad hoc TAPP - Friseursallon dass ins Leben gerufen wurde.
http://massimo-uomoedonna.de/Dank einer Spontanspende von einem halben Koffer voller Ausstattungswerkzeuge des Besitzerehepaars des Haarsallons "massimo" in Wolfsburg wurde ziemlich professionell
geschnitten, gefärbt, verlängert, geglättet, ... und überhaupt viel herumexperimentiert.  GENIAL welche Begeisterung diese hochwertigen Utensilien auslösten!

Hier wird mitten im Elend neue Hoffnung und Freude gestiftet.


Und dann gibt es noch das Allerneuste auf dem Schulgelände:  Die HIGH SCHOOL!  Ja, mit ganzen 2 SchülerInnen wurde mutig angefangen - nach wenigen Monaten hat Stephen, links auf dem Bild, 7 Lehrer und 22 Schüler in diesem jungen Ableger.
Genial, was sie sich für die nächsten Monaten vorgenommen haben.  Und tatsächlich meinen wir das im Rohbau fertige Bürogebäude mit Spenden aus Deutschland in Kürze mit Türen, Fenster, Dachbleche und einem Zementfußboden fertig zu stellen, sodaß die High School dann auf weitere Unterstützung der Grundschule hoffen darf, wenn die alten Büroräume freiwerden.

Donnerstag, Mai 05, 2016

Kupona Kids - ein Anliegen

Hallo ihr fleißigen Leser und Begleiter,

ich habe ein besonderes Anliegen, welches mich heute mal wieder besonders bewegt hat. Wir waren in der Naomi Froese Schule und haben dort wie immer die Kupona Kids getroffen. Das sind die Kinder, die nicht zur Schule gehen (das Geld fehlt in der Regel dafür), die einen oder mehrere Vormunde haben, die an AIDS erkrankt sind. Diese Kinder werden zwar tagsüber dort betreut, erhalten aber keinerlei Schulbildung, weil sie keinen Sponsor haben.

Gerade wenn ich dort ältere Kinder sehe, die eigentlich zur Schule gehen müssten, wird mir das Herz schwer. Ein Kind das acht, neun, zehn oder noch älter ist, sollte unbedingt zur Schule gehen und lesen und schreiben lernen. Doch es gibt immer wieder Kinder bei Kupona, die keine Patenschaft haben und somit keine Möglichkeit zur Schule zu gehen.

Wenn du oder Sie das jetzt hier lesen, bitte denke (denken Sie) darüber nach, ob hier nicht vielleicht die Hilfe am rechten Platz wäre. Jetzt wäre eine gute Gelegenheit eines dieser Kinder zu unterstützen, um ihnen eine Zukunft bieten zu können. Sie sind vielleicht nicht so süß, wie so ein kleines zwei Jähriges, aber auch sie brauchen die Schulbildung um irgendwann die Chance auf einen Job haben zu können, sonst werden sie niemals aus dem Kreislauf der Armut entkommen können.

Anka

Mittwoch, Mai 04, 2016

Washing Day & Vorstellungstag

"Kurz" vorweg zum Thema Bilder: Es tut mir leid, dass das mit den Bildern nicht immer so aktuell klappt, wie ihr und wir es uns wünschen. Die Technik lässt uns leider immer wieder hängen, entweder die Internetverbindung oder das Touchpad eines unserer Notebooks... Lange Rede kurzer Sinn. Wenn mal Bilder fehlen, versuche ich sie immer spätestens innerhalb eines Tages nachzureichen. Also schaut euch immer mal ruhig noch einen oder zwei ältere Blogbeiträge an, wenn dort noch keine Bilder zu sehen waren ;)


Es ist wieder so weit, heute kommt die Vorstellung unserer Gruppe, da wir heute nicht so die umwerfenden Dinge erlebt haben (das Wäschewaschen nach dem Dorfeinsatz haben freundlicherweise die einheimischen Mädels übernommen). Ich konnte verrückterweise heute alle erwischen und sie haben mehr oder weniger kurz über sich berichtet.

Auf den bisherigen Bildern habt ihr aber bestimmt noch zwei Personen mehr gesehen, das waren Terry und sein Sohn Andrew, die nur ein paar Tage mit uns verbringen konnten und jetzt gerade schon auf dem Rückflug in die USA sind. Deshalb konnten die beiden sich leider nicht mehr vorstellen.

Die Auswahl des perfekten Vorstellungsbildes braucht seine Zeit, deshalb kommen die Bilder hier nach und nach dazu.

Gruß Anka





Hallo ich bin Jannice, ich bin verheiratet und habe drei liebe Kinder. Ich hoffe, dass meine Kinder auch irgendwann mal nach Uganda kommen. Ich bin zum dritten Mal dabei und ich hatte heute die Ehre meinen Geburtstag hier zu feiern :)


Hallo ich bin der Niko, ich bin schon zum elften Mal dabei. Wenn ich einmal im Himmel bin, möchte ich in der afrikanischen Ecke sein.


Siegfried: Auch wenn ich im 10. Jahr als Gruppenleiter dabei bin erlebe ich einmal neu – inzwischen 53 Jahre alt und ohne Kinder aber immer noch als Pastor in Hannover zuhause – dass diese Einsätze einen ganz nah an die Berufung Gottes für mich als Christ bringen.  Den Menschen in die Augen und ins Herz schauen – das kann man in Hannover oder in Kikondo. Erst gestern wurde mir das Gespräch mit einer muslimischen Großmutter, die den behinderten 12 jährigen Enkelsohn (ihrer verstorbenen Tochter) und seine 5 Geschwister bei sich mit ihrem querschnittsgelähmten Mann versorgt, zu einem Gottesmoment. Er wurde WEGEN seiner Behinderung als Patenkind ausgesucht; die Freude über dieses Geschenk vom Himmel fühle ich heute noch.


Bob: I am from Farmington Hills Church of God, Detroit Michigan.  I’ve come with the German team for 9 visits to Uganda. Siegfrieds daughter Amy introduced me to the Workgroup idea of the german Church of God. I most enjoy seeing the young sponsor kids grow up and go to University – that’s where I am happy to extend financial and moral support if they need it!


Christian: ich bin 45 Jahre alt, verheiratet seit 20 Jahren mit Griseldis, habe drei wunderbare Kinder, Tom Oliver 17 Jahre, Ben Floris 15 Jahre und Thea Lisanne 7 Jahre. Wir wohnen in Braunschweig und gehen in die Gemeinde Gottes in Querum. Dies ist mein erster Besuch in Uganda. Ich wurde auch durch Anka darauf aufmerksam und fühlte schon, dass mich Gott hier haben wollte. Es gab aber von meiner Seite aus noch nicht das Vertrauen in der Geldangelegenheit, so dauert es gute drei Jahre, bis ich auch diese Entscheidung Gott übergeben konnte. Gott tat alles dafür und so darf ich diese tolle Arbeit unterstützen und bin sehr dankbar dafür.


Mein Name ist Friedbert und ich bin mit Donate verheiratet. Wir haben drei Kinder und sind alle mit dem Afrika Virus „infiziert“ und gehören zum medizinischen Team.


Stefan: ich komme aus Werneuchen, einer Kleinstadt in der Nähe von Berlin. Ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Mit der Ausbildung zum Feinmechaniker startete ich ins Berufsleben. Nach Studium, Selbstständigkeit und vielen auch nicht so erfolgreichen Erfahrungen bin ich heute im kaufmännischen Bereich tätig. Es ist meine erste Reise nach Uganda. Ich bin davon überzeugt, dass ich diese Reise antreten sollte. Ich bin dankbar dafür hier sein zu dürfen. Neben der Hilfe die ich bringe, nehme ich sehr viele Eindrücke mit, die für meinen persönlichen Lebensweg prägend sind. Danke dafür.


Hallo ich bin Jessica, bin 25 Jahre alt, bin jetzt das zweite Mal in Uganda, aber ich bin insgesamt schon fünf Monate hier gewesen. 


Jeff: Ich bin vergnügt, erlöst, befreit. Gott nahm in seine Hände meine Zeit. Mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen, mein Triumphieren und Verzagen, das Elend und die Zärtlichkeit für mich beschreibt meine Erfahrung in Afrika.


Hallo ich bin Nadja, ich bin verheiratet, habe drei RIESEN Söhne. Ich bin zum zweiten Mal in Uganda und habe ein großes Herz für die vielen süßen Kinder hier. Überall wo wir landen umringen mich gleich alle Kinder der Umgebung. Ich bin Gott sehr dankbar, dass ich hier sein darf.






Also ich bin Patricia, 45 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und was mich immer hier her zieht, ist das meine Arbeit hier mich wirklich ausfüllt. Man spürt die Dankbarkeit schon bei so vielen kleinen Tätigkeiten der medizinischen Betreuung. 


Hase & Hase: Wir sind Sanna und Micha, große Afrika Fans und zum ersten bzw zweiten Mal in Uganda. Seit 2013 haben wir hier auch ein Patenkind, was wir persönlich besuchen werden. Hier vor Ort Hilfe zu leisten ist eine ganz andere und sehr schöne Erfahrung als als Touri unterwegs zu sein.


Helo ich bin Anka und nun schon zum fünften Mal am Start. Es ist unglaublich wie Uganda sich als zu Hause anfühlen kann. Kaum kamen wir hier an, war dieses Gefühl da. Jedes Jahr ist es beeindruckend die Menschen hier zu treffen und die Schicksale zu erleben. Ich bin glücklich und Gott sehr dankbar, dass ich wieder die Möglichkeit habe dabei zu sein. 

Wow!!! ...


… Gestern sind wir mit einem etwas schweren Herzen aus Boliso II abgefahren, weil wir den Bedarf an Fertigstellung des großen Projekts spürten, auch bei aller Freude über den großartigen Fortschritt … und heute bekamen wir zum Abend eine Überweisungskopie aus Deutschland … für 1.500 Euro … und damit das fehlende Blech mit Ausbau für das unfertige Dach. DANKE! Großartig, dass wir solche Unterstützung aus Deutschland bekommen auch während wir hier sind. 










Und jetzt zu einem neuen Spannenden Tag in Uganda:
Es ging wieder zurück durch die abwechslungsreiche Landschaft mit einem kurzen Stop in Jinja; weiter Richtung Viktoriasee, vorbei an einem Gefängnis, die Sträflinge sahen wir von weitem bei der Feldarbeit – alle in Knallgelb gekleidet.


Die „Straße“ wurde erst einspurig, trotzdem fuhren natürlich Autos in beide Richtungen, sogar Laster, das letzte Stück war nur noch ein Trampelpfad… Abenteuer pur! Desto näher man an den Viktoriasee herankommt, desto ärmer sind die Menschen, auf den Inseln sind sie am ärmsten.
Bei unserem Etappenziel der Schule von Kikondo wurde jedes Auto von den Schülern und LehrerInnen mit Gesang und „winkenden“ Zweigen empfangen, so ähnlich muss es bei Jesus beim Einzug in Jerusalem gewesen sein… In dem Kirchen- / Schulgebäude ging es dann weiter mit kurzen Begrüßungsreden, Gesang und traditionellen Tänzen. Ein herzlicher Empfang, wo wir allen die Freude und Wertschätzung durch unseren Besuch abspürten.


Die Schule gibt es erst seit drei Jahren, sie hat 390 Schüler, von Vorschule, bis Ende der Grundschule; sowie ein großes Grundstück, welches wir besichtigten, mit Gemüse- und Obst – Pflanzen aller Art, so dass sie sich komplett selber versorgen. Davon bekamen wir dann auch eine reichhaltige Kostprobe, ein Buffet auf dem es an nichts fehlte!


Ein behindertes Patenkind konnte vermittelt werden; die TAPP – Mitarbeiterin bekam einen Koffer voller Geschenke für die AIDS - Kranken, außerdem noch zwei Ziegen, ein weiterer prall gefüllter Koffer ging an die Schüler, kleine Geschenke für die LehrerInnen und die Köchinnen, sowie der Ball für den Sportunterricht durfte natürlich nicht fehlen. Was alles eine riesige Freude auslöste.





Aber auch wir wurden mit zwei Hühnern, Bananen und Avocados beschenkt, und dass wo wir in einer der ärmsten Gegenden Ugandas waren. Für mich immer wieder beschämend, aber für die Ugander ganz wichtig, dass sie dadurch ihren Dank für unseren Besuch ausdrücken dürfen. Mit weiteren Liedern wurden wir verabschiedet, auch wenn wir hier nicht gearbeitet haben, wird mit unserer Geldspende dafür gesorgt, dass die Schule Stück für Stück weiter ausgebaut wird und drei weitere Klassenräume ein Dach bekommen.


Inzwischen war es 17 Uhr und wir mussten den schmalen Weg wieder zurück. Kaum waren wir wieder in Jinja erhielt Moses, unser Fahrer, einen Anruf, dass wir uns mit den anderen beiden Autos an der nächsten Tankstelle treffen sollten…  Ich (Friedbert) gebe ab an Christian:


Als auch wir an der Tankstelle ankamen, stand der Geländewagen schon mit geöffneter Motorraumhaube dort. Tim stieg aus unserem Bus um sich dem Problem anzunehmen.



Nach längerer Zeit stellten Sie Wasser im Tank fest und füllten Spiritus hinein, der das Wasser verbrennen sollte. Alles wieder verbaut und verstaut und weiter fahren, dachte ich. Dann sagte Tim zu mir, ich solle doch bitte zu Sundy in den Geländewagen steigen. Warum ich, der kaum Englisch sprechen kann??? Dachte ich!! Na gut, rein ins Auto und los. Nicht ganz: Berg runter, wunderbar, aber Berg hoch fühlte sich an wie beim Autoscooter, ein ständiges Geruckel. Okay mal sehen was das wird. Es wurde auf der weiteren Fahrt nicht besser, wir hielten dann, natürlich auf einem ansteigenden Berg, an und es wurde wieder der Benzinfilter gereinigt.
Kurzes Gebet von mir, für die weitere Fahrt!

Fertig, alles zu und weiter… natürlich wie bisher. Okay, noch mal den Vater für Unterstützung gebeten. Nun war es schon Dunkel und die Fahrt wurde nicht besser. Die Verständigung zwischen Sunday und mir war perfekt. Er in Englisch und ich mit Händen und Füßen. Weiter Beten für eine gute Ankunft. Wieder anhalten zum Reinigen, beten, beten. Weiter geht´s, Berg runter und Berg raufffffffffffffffff. Okay kennste ja schon, Christian, BETEN, BETEN!!


Dann wieder ein Halt, diesmal im Dorf in der Einfahrt einer Tankstelle. Wir beide raus, Motorhaube auf, Sunday beim Ausbauen, ich beim Leuchten. Schon stand ein Security Mann neben uns, kurzes Gespräch, alles in Ordnung. Dann kam aber der Pächter, lautes Trara, so viel wie ich verstand: „Auto steht in der Einfahrt, seine Tankstelle, geschäftsschädigend, Auto soll in seine Werkstatt und er schaut dann nach dem Fehler.“ Sunday erwidert etwas ziemlich laut und ich denke „UPS ich hier draußen alleine mit Ihm, Leute kamen noch auf uns zu..." Ja gut: BETEN, BETEN. Es geht alles gut, wir bauen alles wieder zusammen und fahren wie in gewohnter Weise weiter, DANKE VATER!!

Beim nächsten Anstieg, der Wagen wird langsamer, warte mal, da fehlt doch was? Ach ja Beten, ja Beten. Dann sagt Sunday zu mir, wenn wir auf dem Berg oben sind, dann sind wir fast zu Hause. Das verstehe ich zu mindestens. Wir nährten uns also dem Haus in Kampala mit lauten Fehlzündungen (ich vergaß zu erwähnen, dass diese uns die gesamte Fahrt über begleitet haben; manchmal sogar so laut, das die Leute vor Schreck zur Seite gesprungen sind), das Tor geht auf und wir dürfen sicher auf dem Hof parken. Das erste was ich nach dem Ausstieg tat: Sunday in den Arm nehmen und Danke sagen und dann dem Vater im Himmel für die sichere Ankunft hier danken.

„Ich wollte auf dieser Reise wieder näher zu Gott kommen, das war sehr nahe!!!! Danke dafür!“
Ich wünsche Euch Gottes Segen, Christian

Dienstag, Mai 03, 2016

Sunny day in Boliso 2

 

Wir hatten einen sehr sonnigen schönen aber langen Tag in Boliso II. Da wir alle ziemlich kaputt sind, hat aus jeder Gruppe jeder einen kurzen Bericht über das verfasst, was er heute erlebt hat:
Friedbert & Susanna: Um 12.30 Uhr traf endlich auch das Klinikteam in Boliso II ein. Gut, dass wir am Samstag schon einen Probelauf hatten, so war in kurzer Zeit alles aufgebaut und eingerichtet. Wir hatten Zeitweise sehr gute Übersetzer, die so gut mitdachten, dass sie die Nachfragen gleich selber stellten oder bei den entsprechenden Krankheiten darauf hinwiesen, dass sie wesentlich mehr trinken sollten. Mal wurden uns Neugeborene mit Drei-Monats-Blähungen gebracht, oder ein Säugling mit einem Wasserkopf. Bei einem Mann waren trotz Krankenhausbehandlung die Oberarmknochen verkantet zusammengewachsen, so dass er ihn nicht mehr zum Arbeiten benutzen konnte. Zur allgemeinen Erheiterung sorgte eine Patientin, die als Symptom angab, dass ihr Herz im Brustkorb hin und her schwingen würde.
Nachmittags konnte ein ganzer Koffer voller Brillen von unserem „Optiker“ Michael verteilt werden, keine leichte Aufgabe, zumal besonders die Männer sehr modebewusst waren und bis zu 30 Brillen ausprobierten!



Jessica: Parallel zum Klinikbetrieb haben wir einige Patenkinder getroffen und Geschenke der Pateneltern verschenken. Zusätzlich haben wir auch neue Patenkinder kennengelernt und konnten mehr von ihnen erfahren.


Ein besonders schönes Erlebnis war es auch, als wir zwei Witwen jeweils eine Ziege schenken konnten. Eine der Witwen war blind und für sie war die Ziege ein besonderer Segen.
Anka: Am Anfang gab es kleine Aufgaben zu erledigen, vom Transport der Bricks (Steine zum Mauern), über das Schaufeln von Sand bis hin zum Organisieren von Wasser für den Beton. Der Bautrupp hat außerdem dann an der Küche gearbeitet, weil dort der Rauch nicht richtig abziehen konnte und hat ein Fenster & Tür neu eingesetzt. Das war zusammengefasst eigentlich schon die ganze Tagesarbeit.


Nadja, Andrew und ich haben dann zwischen- durch am Vormittag noch ein kleines Kinder- programm veranstaltet. Nadja hatte eine Art Clownskostüm dabei, wo wir nicht wussten, wie es bei den Kindern ankommt, die noch nie einen Clown gesehen haben. Aber nach einer Weile waren alle begeistert und auch Andrew konnte mit seiner Pantomime die Kinder zum Lachen bringen. Und beim Sonnenuntergang konnten wir noch 150 (!) Setzlinge (3 verschiedene (Frucht-)Baumarten) an alle Familien der Community verschenken und die Schule mit neuen Fußbällen und einem medizinschen Paket ausrüsten. Nicht nur die Sonne hat an diesem Tage noch lange gestrahlt...
 
PS:  Der gesammte Dachstuhl und viele Fenster und Türen die noch eingebaut werden konnten von unserem Budget bezahlt werden.  Aber die Bedachung für ca. 1500 Euro werden wir aus dem Budget nicht schaffen. Es wäre ein Segen für die Schule und Gemeinde wenn dieses größte Gebäude auf dem Grundstück wieder nutzbar wäre.  Vielleicht will sich ja eine Gemeinde oder ein Spender dafür melden, wenn er sich dazu bewegt weiß...  Eine Mail ans KHW oder Siegfried genügt und wir bringen das Dach auf's gebäude!