Dienstag, Februar 16, 2016

Ankommen auf der Insel...


1. Tag in St. Domino bei Olga und Gerado Taron.  Nach einem „relativ angenehmen“ 10St. Flug von Frankfurt aus haben uns heute Morgen um 3.30 Uhr bei 23°C Olga und Gerado vom Flughafen abgeholt und wir durften bei ihnen erst mal bis 9 Uhr weiter schlafen. Dann gab es ein leckeres Frühstück und wir bekamen eine ausgiebige Stadtrundfahrt.
Zuerst ging es zu der von ihnen gegründeten Schule und Kirche der Gemeinde Gottes in St. Domingo. Dies war die erste von 15 Gemeinden, die sie in den letzten 30 Jahren gegründet haben. Tarons kamen hier 1978 mit drei Kindern an und mussten die erste Schule/Kirche mit eigenen Händen und sehr wenig Hilfe aufbauen. Auch für Olga waren dies wahrlich herausfordernde Pionierzeiten mit zuerst nur einem Zimmer, fast keinem Strom in einer völlig fremden Umgebung. Sehr beeindruckend!! Heute besuchen 260 Kinder bis zur 12. Klasse diese Schule, Olga und Gerado sind schon fast im Ruhestand, haben ein schönes Haus und ihre drei erwachsenen Kinder wohnen mit Enkelkindern auch in St. Domingo, sodass dieses Land ihre Heimat geworden ist.
Nach dem Schulbesuch ging es weiter auf Straßen mit vielen Schlag- löchern durch Armen- viertel, die doch sehr denen in Kampala ähneln, ins Stadtzentrum. Hier erstanden wir Busfahrkarten für unsere morgige Weiterreise nach Port au Prince  und konnten Euros in Pesos wechseln.
Dann ging es weiter in die überwiegend restaurierte Altstadt dieser 2,5 Millionen Einwohner Stadt. Gerne wären wir hier ein bisschen Sparzieren gegangen, um die Orte zu besuchen, an denen Kolumbus mit seinen Schiffen den amerikanischen Kontinent betreten  hat. Aber es goss wie aus Eimern. So ging es die Küstenstraße entlang, die von Hotels und Casinos gesäumt wird, bis wir in den ganz modernen und sichtlich wohlhabenden Teil von St. Domingo kamen. Hier sind die Straßen viel besser, der Verkehr mit Autos, LKWs und Motorrädern brodelt nur so und an der Ampel stehende Autos werden umringt von Straßenverkäufern und Fensterputzern. In einer ganz modernen „hyperklimatisierten“ Shoppingmile suchten wir Schutz vor dem Regen und einen Adapter für unsere elektrischen Geräte - mit beidem waren wir erfolgreich.
Inzwischen sind wir wieder zurück bei Tarons, draußen ist es schon dunkel und wir blicken dankbar auf diesen sehr informativen Tag zurück, an dem sich Olga und Gerado mit uns so viel Mühe gegeben haben. Morgen geht`s mit dem Bus weiter nach Haiti, wo es ganz anders (ärmer und chaotischer) als hier sein soll. Wir sind gespannt und beruhigt, dass wir auch dort von Mitgliedern der Gemeinde Gottes erwartet werden.

HAITI - wir kommen!

Kaum ist eine Gruppe zurück nach Hause angekommen, schon ist wieder ein Einsatz von Ehrenamtlichen im Namen des Kinderhilfswerks Global-Care angesagt.
Hier werdet ihr also in den nächsten 2 Wochen nun von Claudia und Jeff Barber aus Hannover (die schon in Äthiopien, Sambia und Uganda fürs KHW in Einsatz waren) „Tagebucheintragungen“ und Bilder zu Gesicht bekommen.  Großartig, dass sie sich kurzfristig für diesen Einsatz entschieden haben!

Samstag, Februar 06, 2016

Auch in Kisugu wächst die TAPP-Arbeit dank Spenden aus Deutschland



Zum Abschluß - und weil es auf dem Weg liegt - noch ein Abstecher zu einem weiteren TAPP-Projekt. Dieser Dienst unter HIV-betroffene Familien wächst - und das trotz bitterster Armut. Obwohl wir nun schon zwei Wochen hier sind, trifft uns die Armut und Verzweifelung, in der hier eine kleine Kirche und nun auch ein neu errichtetes TAPP-Büro stehen.   




Dank vieler Unterstützer aus Deutschland konnte das hier mitten in einem Slum unter der Leitung von Generous (sie war schon vor vielen Jahren als Sängerin der Global-Voices in Deutschland!) und Pastor Julius entstehen. Es ist schwer überhaupt vernünftige Bilder in dieser Enge zu knipsen (wir versuchen nicht aufdringlich zu sein). Ein riesengroßes Dankeschön bringen wir aber auch aus Kisugu von den MitarbeiterInnen zurück!

Und jetzt geht's schon ab zum Flughafen.  Auch der letzte Tag hier bleibt unvergesslich für uns. Aber alles weitere dann zu Hause - wir haben jede Menge zu erzählen im leeren Rückgepäck :). 
TAPP-Kisugu Klienten und MitarbeiterInnen sowie unsre 4 Arbeiter und Projektleiterin, Colleen Stevenson

Freitag, Februar 05, 2016

Und jetzt mal eine 85jährige mit einem neuen ... Haus überraschen!


Das aus Deuschland gespendete Haus für die 85jährige Sefoloza
Heute eine "Geschenk- übergabe" besonderer Art:  Ein "Jajja-Haus" am Rande Kampalas
ist wieder fertig- gestellt. Es wurde durch eine Spende aus Deutschland ans Kinderhilfswerk Global-Care gebaut.  Wir durften die Ehrengäste bei diesem Fest sein und mal nichts für die Errichtung oder Einrichtung tun - sondern nur feiern (sogar ein paar Videos für Euch heute dabei - draufklicken bitte!).

Ich kann euch sagen: Es geht doch noch tiefer nach Afrika hinein als wir dachten: eineinhalb Stunden auf der 'normalen' Straße, dann eine Stunde Lehmpiste. Aber es hat sich gelohnt: Der Empfang war umwerfend, die Leute haben sich riesig gefreut, vor allem auch darüber, dass überhaupt jemand an sie denkt.
In dem Jajja-Haus wird die 85-jährige Sefoloza (wir haben mehrmals nach dem Alter gefragt :-) ) mit zwölf Urenkeln leben. Wir haben die mitgebrachten Geschenke verteilt und das ebenfalls von uns gestiftete Essen zusammen genossen.


Der wichtigste Programmpunkt war aber als Gerd das Patenkind seines Nachbarn getroffen hat und die Geschenke für sie übergeben hat. Und alle haben gestaunt, das das Kleid wie angegossen gepasst hat! Auf dem Bild ist sie mit ihrer Mutter und den Geschwistern mit Gerd zu sehen.
Gerd mit dem Patenkind eines BSlers
Dann waren wir auch noch einmal in Kasubi - der Stadtteil Kampalas wo unser Einsatz begann. Wir haben uns den Fortschritt der angestossenen Projekte angesehen: das neue Büro ist gestrichen, das Internet-Kaffee sieht prima aus, allerdings war wieder der Service-Techniker wegen des Internet- anschlusses da. Jetzt fehlt nur noch ein 3 in 1-Drucker, und es kann losgehen. Und zu guter Letzt haben wir auch noch unser Tischlerwerkzeug an den einheimischen Tischler verschenkt. 
Ein Tag zum verschenken war heute!  Dass wir dabei eigentlich nur Handlanger für die Großzügigkeit vieler Deutscher Geldgeber und Beter waren, bewegte uns heute besonders.  Davon wird man gar nicht satt!
 

Morgen stehen drei letzte Besuche in Kampala an, bevor es dann zum Flughafen und zurück nach Deutschland geht.
Die Reisen und der Einsatz waren anstrengend, aber es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Wir haben das Gefühl, viel Sinnvolles geschafft zu haben. Es ist schade, dass es nun vorbei ist, doch wir freuen uns auch schon auf Zuhause.

Donnerstag, Februar 04, 2016

Donnerstag: Technik muss gepflegt werden!

So siehts jetzt aus!
Auch dieser Tag fing mit einer Über- raschung an: ein Reifen war platt. Also den Ersatz- reifen drauf und nochmals nach Kirungero, den Umbau des Kühlschrankes begutachten. Das war auch ganz gut so, da die Solaranlage wieder Schwierigkeiten hatte: die Musikgruppe hatte geprobt und den Strom für den Kühlschrank verbraucht.
Dafür wurde eine andere Lösung besprochen, hoffentlich wird sie auch eingehalten. Der Kühlschrank funktioniert, er springt jetzt nach einer Abschaltung wieder an.
Hier war Gefahr in Verzug...
Danach ging es nochmals nach Mawanga: dort wurde im Eingangsbereich noch eine Lampe installiert, ein Schalter montiert und die Solaranlage geprüft: alles OK, sie bekam aber noch ein Schutzgitter.
Danach ging es nach Kampala zurück, jetzt sind wir wieder bei Stevensons und können euch unsere Berichte und Bilder endlich schicken.

Mittwoch: Neuer Tag, neues Glück

Heute war es ein echt holperiger Start: Die Gruppe hatte sich getrennt, ein Wagen fuhr noch Elektromaterial besorgen, die anderen direkt nach Mawanga. Dort angekommen mussten wir leider feststellen dass da einiges Werkzeug im anderen Fahrzeug war. Trotzdem konnten wir schon anfangen, und dann kamen auch die Tischlerplatten aus Jinja. Hurra! Als dann auch noch der zweite Wagen erschien, konnte Uwe auch schon die Säge ansetzen, einschalten - und der Generator ging aus: Benzin alle. ;-)
Aber das konnte uns nicht lange von der Arbeit abhalten: zwei tolle Regale entstanden, genau so, wie die Vorschriften es verlangen, die Beleuchtung wurde erweitert und erneuert, Türen gerichtet, das Labor beendet, die Solaranlage neu verkabelt und mit zwei neuen Ladekontrollern ausgestattet, sowie um einen unabhängigen Zweig zum Laden der Handys ausgestattet. Das erscheint zwar unnötig, ist aber wichtig hier, damit das Beleuchtungssystem nicht beschädigt wird.


Dazu muss man wissen, das Wir jetzt mit Recht behaupten können, das wir so tief in Afrika waren, das selbst die Afrikaner Schwierigkeiten haben, dort hin zu finden: :-)
Das Mittagessen sollte vom Hotel in Bugiri nach Mawanga gebracht werden. Das geschieht hier mit BodaBodas (Motorad) und zwei Leuten: einer fährt und einer hält das Essen fest. Leider haben sie sich verfahren und sind eine Stunde später angekommen ;-)
Das war aber ganz gut, so haben wir mehr geschafft, trotzdem wurden wir erst 20 Uhr fertig: also nach Einbruch der Dunkelheit. aber wir konnten alles fertigstellen.

Dienstag: Mawanga - mit einer großen Überraschung...!


Heute ging es nach Mawanga. Dort haben wir das übliche gemacht: Die Solaranlage repariert, das Labor neu eingerichtet und Leitungen verlegt. Fast schon Routine :-) wäre nicht folgendes passiert:
Zum Mittagessen hatte uns Moses in sein Haus eingeladen. Kurz bevor wir dann wieder zurück wollten gab es ein fürchterliches Gewitter mit bis zu Hühnerei großen Hagelkörnern! Da wir wussten, dass uns das keiner glaubt, haben wir Fotos gemacht. Keiner hier hatte je so große Hagelkörner erlebt, aber die Kinder nahmen es gelassen: sie haben die Hagelkörner eingesammelt und als Eis gelutscht.
Morgen werden wir die Arbeit dort beenden, hoffentlich ohne Gewitter.