Dienstag, November 19, 2013

Dann sind wir mal weg ... nach Äthiopien!

Ab Hannover Hauptbahnhof sammelten wir uns: Gerd und Klaus aus Braunschweig und Jeff und Claudia und los ging es! In Kassel stieß Reinhard Berle zu uns und am Flughafen trafen wir dann Marie, sodass unsere Gruppe komplett war.
Im Direktflug ging es nach Addia Abeba, wo wir ganz „unafrikanisch“ Dank Rückenwind 45 Minuten zu früh ankamen. Die Sonne lachte uns entgegen, als wir von Aida abgeholt wurden, die seit drei Jahren die Berufsschule in Bishoftu leitet. Wir als „Uganda-Wiederholungstäter“ freuten uns zunächst über die guten Straßenverhältnisse. Das hielt an, bis wir die Hauptstadt verließen: Schlaglochalarm, Esel- und Pferdekutschen!
In der Schule angekommen, wurden wir herumgeführt und Klaus und Gerd konnten promt als „Bohr-Lehrer“ in der Werkstatt aktiv werden. Schnell entstand eine lange Liste von Aufgaben, die wir in den zwei Wochen angehen wollen. Elektro-, Streich- und Klempnerarbeiten stehen auf dem Plan und wollen von uns gemeinsam mit den Schülern in Angriff genommen werden.
Wenn die Männer mal ohne unsere Unterstützung auskommen, werden wir Frauen Patenkinder des KHWs besuchen, um nach unserer Rückkehr den deutschen Paten über sie berichten zu können. Wir sind schon gespannt..
Momentan sind wir allerdings alle etwas groggy, nach kurzer Nacht im Flugzeug, nach besichtigen, planen und organisieren fühlt sich 17 Uhr nachmittags doch eher wie 22 Uhr abends an. Im Gästetrakt der Schule stehen die Betten schon bereit und hoffentlich beginnt das Wasser heute Abend noch zu fließen. Mit Taschenlampen sind wir für einen möglichen Stromausfall gerüstet, ein Eimer Wasser zum Waschen für jeden passte nicht mehr in den Koffer. Vielleicht können wir ja Kannister auftreiben, die wir dann bei Wasserüberfluss auf Vorrat füllen können.
So Ihr Lieben zuhause, nun wisst ihr, dass es uns gut geht, wir uns aber hier in einem „Handynirvana“  befinden und hoffen, dass euch mit Hilfe eines Internetshops diese Nachricht noch heute erreicht. Wir werden unser Bestes geben auch ein paar Fotos sowie tägliche Berichte hier zu posten.
Seid alle im grauen, kühlen Mitteleuropa herzlich gegrüßt,
das Äthiopienworkteam ist gut gelandet!

Sonntag, November 17, 2013

Hilfsaktion über das KHW für die Philippienen

Das Thema ist zwar nicht Afrika, aber da es gerade die Welt beschäftigt, hier ein Hinweis auf das, was Global-Care wegen dem Typhoon unternimmt. 
Ab morgen hier übrigens Posts über den Einsatz in Äthiopien!

Mittwoch, Oktober 23, 2013

So viel mehr passiert in einem Monat in Uganda als in Deutschland ...

Diesen Titel bekomme ich diese Tage nicht aus meinem Kopf.  Es gibt keine Woche ohne eine Nachricht aus dem Leben eines Menschen, den ich in Afrika irgendwann getroffen habe. Und oft sind diese Momente schwer zu verkraften und erschrecken mich in meinem so viel berechenbareren Alltag. Gebet ist tatsächlich ein Ventil für die Begrenztheit meines Handlungsraumes und meiner Kraft. Gleichzeitig sind Dank, Lobpreis und Staunen gesunde seelische Muskel für all das Schöne. Und das überwiegt im Moment. Hier ein paar Kostproben:
- Oben ein erstaunliches Bild - und ein besonderes Zeichen für den Wert unsrer Reisen. Das Mädchen im roten Kleid werden verschiedene Workcamper leicht wiedererkennen!  Staunt über ihre Schuhe, ihre Gesundheit, ihre Größe, vor allem: über ihr Haus.  Ja, ihrer Familie geschenkt von den deutschen Paten, die sich anstrengen, diesem körperlich gezeichneten Mädchen die Zukunft heller zu machen.
- Linda ist wieder in Uganda (siehe Einträge unten) und es geht ihr gut. 6 Monate nach ihrem Unfall kann sie jetzt wieder laufen, ohne Krücken. Heute erzählte sie mir, wie sie jeden Sonntag eine andere Gemeinde besucht und vor allem die Frauen in den TAPP-Gruppen ermutigt, ihre Hoffnung nicht wegzuwerfen. Weiter zu glauben und deswegen mutig zu leben....
- Marie ist wieder in Deutschland.  Was für eine besondere Erfahrung der Führung, nicht nur die Monate bei der Tauben- und Blindenschule.... 
- Colleen & Tim Stevenson haben immer wieder Gelegenheit, die vielen angefangenen und fortgeschrittenen Projekte zu stabilisieren und zu erhalten. Ich staune, was aus wenig Geld und viel Glaubensmut immer wieder möglich ist. Und dass die beiden immer noch frische neue Kraft versprühen....
Drei Riesen stehen nun an:
- Im November wird eine kleine schlagkräftige Gruppe Reinhard Berle nach Äthiopien begleiten.
- Vom 2. bis 19. Februar 2014 wird eine Gruppe wieder nach Sambia aufbrechen (siehe 2008, rechts, wo von der ersten Reise berichtet wurde). Hier sind Stevensons besonders froh für die fünf festen Zusagen, da der Aufbau dieses Projekts ihnen besonders am Herzen liegt.  Wer mitfliegen möchte, sofort melden. Auch eine Safari wird auf dieser Reise angeboten und das Projekt liegt am Fuße der Livingston Wasserfälle!
- Neue Spenden für das Workcamp Uganda sind angekommen - also wird auch 2014 ein Einsatz stattfinden.  Unser Termin ist der 15.3-3.4.  Eine ganze Reihe Anmeldungen liegen schon vor - Bauarbeiter werden aber noch gesucht!

Donnerstag, Juli 04, 2013

Linda am Dienstag in Fritzlar erneut operiert

So viele Anfragen in den letzten Wochen wie es Linda dann jetzt geht.  Es war eine schwere Zeit - so schwer, und die ganze Wundheilung inklusive Schwierigkeiten mit den Eingesetzten Schrauben in den Beinknochen so kompleziert, dass entschieden worden ist, Linda nach Deutschland zu holen.  Das ist Anfang der Woche passiert. In Fritzlar haben wir Freunde im Krankenhaus und weitere Spender und Ärzte, die helfen, ihre Gesundheit wieder herzustellen.  Heute konnte ich sie nach der OP kurz besuchen.  Es geht ihr gut!  Die Schmerzen werden weniger. Beinbewegung ist endlich wieder möglich! Weitere infos werden in den nächsten Tagen hier veröffentlicht. (Im Bild mit Irmgard Berle und Connie Schwarz, die viel Zeit an ihrem Bett verbringen).

Samstag, Juni 08, 2013

Linda muss nochmal ins Krankenhaus...

Wie vor Wochen hier schon erwähnt (siehe unten): Eine Leiterin der TAPP Arbeit in Uganda, Linda aus Mutungo, wurde bei einem Motorradunfall mit einem LKW (Sie saß auf dem Bora-Bora-Taxi) schwer verletzt. Eine weitere OP ist nun unumgänglich und wird ca. 1500 E kosten. Wer mit einer Spende helfen möchte diesen Betrag zu erreichen kann das direkt auf das Global-Care Konto überweisen (und so auch eine Spendenquittung erhalten für seine Spende) mit dem Vermerk:  "Lindas OP - Uganda"; Konto: 212156; BLZ: 201 900 03 (Hamburger Volksbank). Weitere Infos werden hier in Kürze erscheinen.

Donnerstag, Mai 02, 2013

Freitag, April 26, 2013

Das Leben und die Arbeit geht weiter!

Großartig zu sehen, dass die Arbeit in Kapchorwa, die wir liegen lassen mussten, auch ohne uns weiter geführt werden konnte.  Hier der fast fertig gestellte Wohnblock.
Eine weitere Information, die uns Workcamper ganz schön mitnimmt: Linda, eine der Leiterinnen der TAPP Arbeit in Mutungo, wurde auf einem Boda-Boda (Motorradtaxi) von einem Auto angefahren und liegt seit zwei Wochen im Krankenhaus mit diversen Knochenbrüchen.
Sie musste eine OP in dieser Woche überstehen und ist jetzt auf dem Wege der Besserung. Unerschwingliche Behandlungskosten warten auf sie, die wir gerne z.T. tragen werden um sie zu ermutigen, ihre Arbeit mit HIV-Betroffene weiter zu führen wenn sie wieder gesund ist.
Nicht Vergessen: Am Freitag, 3.5. ist unser Berichteabend mit Bildern und Eindrücken. Siehe unten!

Mittwoch, April 03, 2013

Alle wieder gut angekommen...

Und schon ist die Zeit in Uganda vorbei. Doch es war für alle eine sehr wertvolle Erfahrung. Einzelne Beiträge möchten wir hier noch sehr bald setzen.



Aber für heute erst mal ein herzliches Dankeschön für alles Mittragen, Mitzittern Mitfinanzieren und Mitbeten.

Besonders im Namen der 19 neuen Patenkindern; viele haben einen oder beide Elternteile verloren, manche sind schon HIV+ zur Welt gekommen....

Hier eine kleine Auswahl von ihnen.
DANKE!

Dienstag, April 02, 2013

Letzter Tag an der Naomi-Froese-Schule & ABREISE



Heute wurden wir noch einmal an der Naomi-Froese-Schule verab- schiedet. Die Kinder haben uns wie immer freudig empfangen und sofort von den Kindern umringt. Wir wurden in ein Klassenzimmer geführt und haben dort dem Chor gelauscht. Die Kinder haben getanzt als gäbe es keinen Morgen mehr. Sie haben gelacht und sich herzlich bedankt. Es war echt überwältigend.
Wir haben alle T-Shirts geschenkt bekommen und wir Frauen haben dazu noch bunte Tücher bekommen. Anschließend trafen wir uns alle noch zu einem Gruppenfoto.
Nachdem wir Mittag gegessen hatten, packten wir die Koffer - die letzten Lebensmittel eingeschlossen - und trafen uns zu einem letzten Tagesabschluss.

Die zweieinhalb Wochen haben wir alle genossen!!! Wir konnten viele schöne Eindrücke aufschnappen und viel für unser Leben - aber auch unser Glaubensleben - mitnehmen.
Ich danke Gott für diese gesegnete Zeit! Niemandem ist etwas schlimmes passiert und wir konnten uns immer in Gottes Hand fallen lassen.


Sooo... Wir müssen um 20 Uhr im Auto sitzen! Abend- essen, duschen und Hand- gepäck packen ist angesagt. Mehr Fotos werdet ihr dann von euren Lieben daheim sehen und natürlich auch viel mehr erfahren, als wir hier hätten jemals posten können. Jeder hat Momente anders erlebt und jeder hat Dinge anders wahrgenommen.
In diesem Sinne... Bis in Deutschland *BIBBER*

Safari!

Eine 12 Mann/Frau-starke Gruppe machte sich heute auf den Weg in den Queen- Elizabeth- NP zur Safari. Wir starteten bei Regen, hielten unterwegs auf dem Äquator und sahen beim Durchqueren des Lake Mburo NP eine Herde Zebras. Nach etlichen Stunden Fahrt durch malerische Berglandschaften kamen wir in unserem Camp in Mweya an.

Wir bezogen unsere Zimmer, aßen zu Mittag und schon ging es los zur Bootsfahrt. Wir fuhren eine Passage auf dem Kanal zwischen Lake Edward und Lake George. Am Ufer warteten schon die Büffel, Hippos, Krokodile und ein Elefant auf unsere Kameras. Der Elefant setzte sich dabei besonders in Szene.
Natürlich darf man nicht die unzähligen Vögel vergessen. Zum Sonnenuntergang war die Fahrt leider zu Ende, dafür hörte der Regen dann auf. Nach unserem Abendbrot machten wir einen kurzen Ausflug in die Mweya Lodge, wo wir den Abend in einer gemütlichen Runde ausklingen ließen. Am nächsten Morgen starteten wir sehr früh zu unserem Gamedrive. Unsere Fahrer bewiesen dabei sichere Ortskenntnis und führten uns zu der Elefantenherde, zu den Waterbucks und den Uganda-Kobs. Wir sahen einige Geier und Adler, aber der Höhepunkt war ein Rudel Löwen. Sie lagerten in einiger Entfernung und schienen satt zu sein, denn die Uganda-Kobs grasten in unmittelbarer Nähe. Man kann die Situation gar nicht richtig beschreiben: Morgendunst, die Berge des Rwenzori-Gebirges im Hintergrund, die Antilopen und die Löwen... Vergeblich suchten unsere Fahrer den Leoparden.

So machten wir uns mit etwas Verspätung auf den Heimweg nach Kampala. Wir hielten in Fort Portal zum Mittagessen.
Die Strecke führte uns wieder durch atemberaubende Landschaften mit endlosen Teefeldern durch hügeliges Land. Einen kleinen Stop mußten wir einlegen, da bei einem Auto die Bremse überhitzt war. Aber sowas bringt uns (und unsere Fahrer schon gar nicht) nicht mehr aus der Ruhe. Leider ließ uns dieser Stop in unserem Zeitplan weiter nach hinten fallen.
Wir kamen schließlich, ziemlich erschöpft, gegen halb zehn Uhr abends in Kampala an. Großes Lob an unsere Fahrer, die soviel Geduld mit uns hatten und einen echten Knochenjob geleistet haben, denn wir konnten unterwegs ein Nickerchen im Auto machen.

Montag, April 01, 2013

Unser "Zuhause" in Uganda...

Der erste Teil unseres heutigen Berichts kommt von mir (Udo). Wir (Friederike und ich) mussten leider krankheits- bedingt in Kampala bleiben und konnten nicht mit den anderen auf Safari fahren. Marie, Klaus und Siegfried sind für weitere Erledigungen auch hier in Kampala geblieben. Wir beide können euch leider nichts von irgendwelchen spannenden Fahrten oder Arbeiten berichten, aber dafür versuche ich euch unseren Aufenthaltsort ein bisschen näher zu zeigen.
Es gibt hier ein Haupthaus, in dem die Familie von Colleen und Tim mit dem Sohn Logan wohnen, und dann sind hier noch Patricia, Corinna, Nadja, Djamila, Marie und Friederike und die drei Männer Siegfried, Klaus und Bob derzeit untergebracht.
Auf dem Zweiten Gelände, etwa 50m vom Haupthaus entfernt, stehen drei Gästezimmer und auch das neue Gästehäuschen konnte bezogen werden. In den Zimmern wohnen Fabi & Elias, Jürgen & Micha, Niko und ich. In dem Häuschen haben sich Mareike und Anka eingenistet. Alle sind mit fließend Wasser und Stockbetten ausgestattet. Die Mädchen verfügen sogar über einen eigenen Nassbereich. Es ist schon etwas besonderes, wenn man beim Duschen nach oben schaut und dort den freien Himmel sieht!
Auf diesem benachbarten Gelände ist auch das Brunnenbohrgerät des Kinderhilfswerkes zu finden. Es gibt noch viele Gebiete in Afrika die noch nicht über frisches Trinkwasser aus einem gebohrten Brunnen verfügen und sich statt dessen ihr Trinkwasser mit ihrem Vieh aus irgendwelchen Löchern teilen. Schaut auf die Seite vom KHW wenn ihr mehr über diese geförderten Brunnenprojekte wissen wollt.
Im Haupt- haus fühlen wir uns alle sehr behütet und beschützt. Das kommt einerseits von dem Sicherheits- personal bei Stevensons und vor allen dingen durch das Küchenpersonal, bestehend aus Lancy, Christine und Beatrice. Denen dreien haben es einige zu verdanken, das man hier nicht abnehmen kann!! Es schmeckt einfach köstlich hier.
Der Aufenthaltsbereich ist an den Wänden mit allerlei Musikinstrumente aus Uganda und den benachbarten Ländern verziert. Im angrenzenden Garten sind allerlei blühende Pflanzen zu finden. Dort werden dann wohl auch die geschenkten Pflanzen aus Kapchorwa ihren Platz finden. Für Friederike und mich war es ein ruhiges Plätzchen zum Kräftesammeln um hoffentlich den morgigen Flug zu überstehen.
Das war nur ein kleiner Einblick in unser temporäres Quartier.
Liebe Grüße Udo

Samstag, März 30, 2013

Letzter Tag in den Bergen und Rückreise

Die Berge machen es uns nicht leicht sie zu verlassen. Der Morgen empfängt uns mit wohltu- ender Wärme und die Sonne gibt ihr Bestes. Alle sind wohlgelaunt und nach dem Frühstück werden die Autos gepackt. Als wir bei unserer Baustelle ankommen wartet schon die ganze Gemeinde auf uns, um uns zu verabschieden. Da das Wetter wunderschön werden soll, und die Zeit vorhanden ist, werden die Arbeitssachen nochmal rausgeholt. So gehen Nico, Jürgen, Micha und ich daran, unser Dach zu vollenden.
Während wir uns dieser Arbeit widmen, geht ein Teil der Gruppe zum naheliegenden Wasserfall, bleibt vor Ort und schaut begeistert zu, wie viele Einheimische Helfer zwei weitere Pfosten der Kirche aufstellen oder baut die mitgebrachten Zelte ab und packt die Autos voll. Leider wird die Zeit dann knapp und die Abreise soll beginnen. Wir lassen alles fallen und machen uns fertig.
Die restlichen paar Latten müssen wir leider den Anderen überlassen. Trotzdem sind wir sehr zufrieden. Die Abfahrt verzögert sich dann doch um Einiges, da die Rechnungen für das Baumaterial bezahlt werden müssen und viele weitere Menschen noch ein paar Schilling aus verschieden Gründen haben möchten.
Als es dann endlich los geht, habe ich auf der langen Fahrt Zeit aus technischer Sicht Resümee zu ziehen:  In der ersten Woche ging es um die Bestandsaufnahme der Elektroinstallation an der Naomi Froese Schule und den Materialeinkauf welches Anka und Michael zur Freude der Bewohner installiert haben :-) 12 vorher völlig dunkle Räume ohne Strom erhellt im Licht je einer 11 Watt Ernergiesparlampe.
Weiterhin die Bestandsaufnahme der Elektroinstallation an der Heritage International Schule zur Entscheidungshilfe für die kommenden Arbeiten (für Tim Stevenson). Wozu folgende Punkte zählen.
1.       Erfassung der Belastung der batteriegespeisten Notstromversorgung der Verwaltung und des Computerraumes der Bibliothek.     Beide können leider nur die Hälfte der installierten Leistung bereitstellen.
2.       Die Reparatur der Elektroverteilung der Küche wurde von mir durchgeführt
3.       Die Reparatur der Elektroverteilung eines Klassenraumes erledigte ich ebenfalls
4.       Durchsicht des 70 kVA Notstromgenerators und des dazugehörigen Schaltschranks. Der nagelneue Schaltschrank für die Generator-Netzumschaltung ist noch nie benutzt worden, da die Schaltpläne fehlen!  Also habe ich die Schaltung aufgenommen und vorläufig von Hand gezeichnet (muß zu Hause noch ordentlich gemacht werden). Den fehlenden wichtigen Schlüssel zum Steuergerät des Generators hat ein Schlüsseldienst aus Kampala durch nachmessen, in   Handarbeit nachgemacht. Er wackelt und hat Luft, aber er geht.
5.       Probeweiser Einbau eines LED-Flutlichtscheinwerfers als Sicherheitsbeleuchtung der Einfahrt, welche zwar nur zum Testen   aber vermutlich für die afrikanische Ewigkeit, dient.
Der größte Brocken in den Bergen war wie beschrieben, der Bau von drei 9m² Häuschen mit Terrasse. Unter der Leitung von Nico konnten Michael und ich die Fertigstellung des Rohbaus erleben. Da wir völlig ohne Strom waren und auch im Krähennest der Generator nicht immer lief,
habe ich den kleinen Notstromgenerator repariert, so daß wir damit alle die Kameras, Handys und Computer-Akkus laden konnten. Damit der Generator läuft, musste ich den Vergaser ausbauen, reinigen, zusammenbauen und einstellen. Jetzt schnurt er wie eine afrikanische Honigbiene.
Unsere Rückreise aus den Bergen verlief dann doch wieder anders als geplant. Der eine Van kochte ständig über und der Pickup hat Benzinfilterprobleme. So sind wir mit gemächlichem Tempo, völlig übermüdet erst um 22Uhr in Kampala angekommen. Ende gut alles gut und wir freuen uns über den wiedergewonnen Komfort.
Lieben Gruß, euer Klaus.

Donnerstag, März 28, 2013

Endspurt und Finale in Kapchorwa

 Der letzte Arbeitstag ist angebrochen. Aufstehen, Wetter checken (kein Regen), frühstücken und ab zur Baustelle. Alle haben sich viel vorgenommen und möchten die begonnenen Arbeiten zu einem sauberen Abschluss bringen. Die Krankenabteilung möchte alle Wartende Versorgen und möglichst alle Medikamente unter den leidenden Menschen aufteilen. Die Kirchenbauer wollen weitere Fundamente setzten und Eckpfeiler aufstellen. Und wir, die Gang von Guesthouses, würden gerne das Dach schaffen.


 Zuerst läuft alles nach Plan, das Dach geht voran obwohl ich gestehen muss, dass ich eindeutig platt bin und von 10 geschlagenen Nägeln 5 eine ungewöhnliche Richtung nehmen. Ich bin sichtlich sauer, aber Nico rettet mich und haut die krummen Dinger rein.
Die kleinen Regenschauer stören kaum, doch leider wird es nach einigen Stunden schlimmer, und ein  vermeintlich kleiner Regenguss mausert sich zu einem ausgewachsenen Unwetter. Der Wind trägt den Regen seitlich unter die Zelte,  lässt die abschüssige Straße zu einem Sturzbach werden und  die Menschen näher zusammen rücken unter unseren beiden Versorgungszelten.

Während wir, in einigermaßen guter Kleidung leicht frösteln, stehen neben uns, barfuß und spärlich bekleidet, kleine Kinder und Erwachsene und  ertragen leise ihr Leid. Als wir kurzfristig zwei kleine Kinder gemeinsam in ein Sakko stecken wird die Stimmung gleich viel wärmer, ein nettes Lächeln sofort erwidert.
Nach zwei Stunden lässt der Regen nach und wieder geht es an die Arbeit. Doch auch diese Regenpause ist nur von kurzer Dauer. Da es am Dach nicht weitergeht, schaue ich im Sani-zelt vorbei und erlebe live, wie gerade bei einer Frau, ein Kieferabzess, durch die offene Wagenwundöffnung herausgedrückt wird. Das diese Frau unsagbare Schmerzen haben muss ist klar, es kommt jedoch kein Leid über ihre Lippen. Was diese Menschen ertragen können ist unglaublich. Ich muss an dieser Stelle auch Corinna, Patrizia und ihren Helfern meinen absoluten Respekt aussprechen, wie sie hier unter diesen einfachen und schwierigen Bedingungen weit mehr als 350 Menschen versorgt haben.
Da der Regen langsam immer stärker wird packen wir widerwillig vorzeitig unsere sieben Sachen und treten die Heimreise an. Ein Kleinlaster, der ohne Fahrer heimatlos auf der Straße steht, wird kurzfristig zur Seite geschoben und weiter geht die Reise. Im Resort angekommen, ist die warme Dusche und trockene Kleidung wieder ein willkommener Segen. Der Tag war im Ergebnis hart aber gut!  Morgen geht’s zurück nach Kampala…
Liebe Grüße ins kalte Deutschland, Micha.

Tag drei in Kapchorwa


Unsere Gebete wurden erhört, denn wir hatten einen (fast) regenfreien Tag!!! So konnten wir alle voll ranklotzen, und die Baustellen kamen gut voran. Die Kirche konnte begonnen werden, und die Guesthouses nehmen schon Gestalt an. Auch wenn sich manchmal gegenseitig das Material geklaut wurde ;-).
Bei der Kirche wurden Massen von Erde bewegt, um das Stufenfundament vorzubereiten, und bei den Guesthouses waren wir schon bei den Dachstühlen. Für die Wände wurden die ersten Steine vermauert.
Genau neben der Baustelle hat Bob seinen Vortrag  zum Thema "Alkohol in den Familien", dieses Mal für die Frauen am Ort, abgehalten. Er hat so einen guten Draht zu den Menschen - toll!
Einige hatten heute die Gelegenheit, ein paar Hausbesuche zu machen. Es war eine ganz andere Erfahrung als in Kampala, da die Leute hier meistens Wohneigentum haben sowie ein Stück Land zum Bewirtschaften besitzen und sich so die Grundnahrungsmittel selbst anbauen können. Nadja finden wir stets inmitten einer Kinder- schar. Die Kleinen sind so dankbar für die Aufmerk- samkeit, die sie von uns bekommen. In der Klinik war wieder Hochbetrieb.
Durch eine Einzel- spende hatten wir die Möglich- keit, ein Baby, dem es ziemlich schlecht ging, in eine Klinik weiter zu überweisen. DANKE, Christina!!!

Die Hälfte der Gruppe unternahm abends noch eine Wanderung zu den großen Sipi-Falls. Es war eine echt sportliche Herausforderung, die sich aber total gelohnt hat.
Alles in allem war es ein erfolgreicher Tag, der alle zufriedengestellt haben dürfte. Auch wenn Einzelpersonen das obligatorische Auto-durch-den-Schlamm-schieben gefehlt hat ;-).
Michael, Patricia und Corinna