Freitag, Januar 01, 2010

Spendenziele für das Workcamp 2010

Was für ein schöner weißer Ausklang des Jahres 2009 hier in Deutschland. Auch 2010 sieht inzwischen wieder hoffnungsvoller aus, als 09 vor einem Jahr, als wir nach Uganda aufbrachen. Inzwischen ist diese Reise schon Geschichte. Nur die erreichten Ziele wirken noch nach. Und da bin ich schon bei 2010: Nach ausführlichen Gesprächen mit Tim & Colleen Stevenson werden wir dort weitermachen, wo letztes Jahr zum ersten mal mit einem Workcampteam Kraft & Mittel gezielt eingesetzt wurden: Boliso 2. (Besonders zur Freude von Gerd aus Wolfsburg - der unbedingt diese begonnenen Projekte weiterführen möchte, wenn ich das hier verraten darf (er war auch der Erste, der sich für 2010 bei mir anmeldete!)).
Dann werden wir auch noch eine Woche an der Naomi-Froese-Schule in Kampala arbeiten - und in diesem Jahr die größte Summe unsrer Spenden lassen. Das Projekt, dass hier anstehen soll ist ein großerer Versammlungssaal/Auditorium sowohl für Schul- als auch für Gottesdienstzwecke. Denn beides Wächst und gedeiht an diesem kleinen Hang am Murchison Bay! Allerdings wird diese Konstruktion mehr Finanzmittel benötigen, als die, die wir in den vergangenen Jahren immer zusammenbekamen. Deswegen diese freudige Bitte: Unterstützt doch diese beiden wertvollen Ziele unserer Reise vom 19.3.-5.4. dieses Jahres. Spendenquittungen gibts natürlich für jede auch noch so kleine Gabe. So könnte es gelingen das Ziel von 20.000 Euro diesmal zu schaffen.
Hier wirds, wie jedes Jahr, jetzt jede Menge Infos geben. Also schaut ruhig öfter mal 'rein... Und: Gottes Segen und Leiten wünsche ich jedem für 2010 an diesem ersten Tag des neuen Jahrzehnts auch!

Freitag, November 20, 2009

... und jetzt auch noch ein Traktor als Spende - WOW!

Es ist wirklich ermutigend zu sehen wie die Vorberei-tungen schon anlau- fen für die Ziele des Workcamps 2010. Gerd und Matthias aus Wolfs- burg - beide im letzten Camp dabei - haben über die letzten Monate hartnäckig den Wunsch verfolgt einen guten gebrauchten Traktor aus Deutschland für die Arbeit in und um Kampala zu beschaffen. Inzwischen haben sie über 4.000 Euro in Spenden dafür zusammen bekommen. GROSSARTIG! Natürlich ist kein neuer Super-Trecker dafür zu erwerben, aber ein robustes gebrauchtes Gerät wird allemal in erreichbarer Nähe gerückt.
Wenn jemand noch seine Spende dafür geben wollte - bitte laßt es uns jetzt wissen. Vielleicht ist sogar ein Vier-Rad angetriebenes Gerät dann erschwinglich. Auf jeden Fall suchen wir nun ein möglichst guten Traktor für diese verfügbare Summe. Erste Angebote liegen vor. Vielleicht soetwas wie hier im Bild? Sucht und betet mit dafür! Ein paar Wochen Zeit haben wir noch....

Sonntag, November 08, 2009

Ein Cadillac Seville STS (mit 305PS) für Uganda!

Es gibt manchmal Sachen.... Als ich vor 6 Wochen in Braunschweig mit Claudia, Amy und Jeff einen Uganda-Gottesdienst gestaltete, sprach mich nachher ein Geschäftsmann an und sagte trocken: "Ich glaube Gott hat mir gerade aufgefordert Dir meinen alten Wagen für Uganda zu schenken. Alles was Du dafür bekommst, kannst Du dort für die Projekte verwenden!"

Ich staunte nicht schlecht, denn wir sind schon länger befreundet und ich kannte noch sein schönes Gefährt: Einen sehr gepflegten Liebhaberwagen aus USA: Ein 1997 Cadillac in Gold und mit Vollausstattung. Bekommt man für solch einen (Gebraucht-)Wagen aber in Deutschland noch ordentliches Geld? Ich fahre selbst einen 13 Jahr alten BMW und weiß, dass der Wert im Weiter-Fahren-Können und nicht im Verkauf steckt! Nun gut, wenn er diesen Eindruck schon hatte, dass dieses Gottes Weg sei mir über ihn Geld für Afrika zu schenken, dann wollte ich es versuchen.
Ein Autolack- und Aufbereitungsfachmann aus unsrer Gemeinde hat sich auch noch liebevoll mit dem Wagen, der wirklich noch gut aussieht und nur 132000km gelaufen war, gekümmert - und jetzt konnte ich den Kaufvertrag unterschreiben und das Geld auf die Bank bringen: Fast 5.000 Euro!
Staunend danke ich Jesus. Denn das ist deutlich mehr als der Besitzer in seinem Umfeld erzielen konnte, und sicherlich noch ein guter Preis für den Käufer. Und letztlich: seltendst bekomme ich eine große Summe durch eine Aktion.
Unser Ziel rückt damit immer näher!: 2010 die Arbeit an einer kleinen Aula für die aus den Nähten platzenden Naomi-Froese-Schule in Kampala aufzunehmen. Das wird 20-30.000 Euro kosten, da das Gelände abschüssig ist, und die "günstigen" Baustellen darauf schon mit Schulgebäude bebaut worden sind. Doch mit diesem Geschenk ist ein schönes Stück Aula schon (fast) gebaut worden! In den nächsten Wochen möchte ich die weiteren Sammelaktionen, die ihr euch für 2010 ausgedacht habt hier vorstellen.... Es ist einiges los - macht mit!

Dienstag, Oktober 20, 2009

Einmalige Gelgenheit: Schicke Deinem Patenkind ein Geschenkkarton zu Weihnachten!

Die Geschenk-aktion von Samaritans Purse ("Weih- nachten im Schukarton") ist eine großartige Sache. Nun können wir durch die Versendung eines Kontainers ende des Jahres nach Uganda unseren Patenkindern ganz gezielt die gleiche Freude zuteil werden lassen. HANDELT JETZT! So geht's:
1) Einen stabilen Schuhkarton aussuchen (NICHT GRÖSSER!)
2) Sachen sammeln und kaufen, die Dein Kind gut gebrauchen kann (Schulmaterial, Kleidung, etc.)
3) Gut und stramm verpacken; AUSSEN klar lesbar an zwei Seiten Name UND Patennummer des Kindes schreiben.
3) Mit 6 Euro Versandkostenbeitrag beiliegend und bis zum 1.12. ins KHW Büro schicken/bringen/weitergeben lassen (ich nehme Kartons bis zum 20.11. auch hier in Hannover an und bringe sie nach Fritzlar) - Georgengasse 6, 34560 Fritzlar.
NB: Vielleicht ist's Euch schon aufgefallen: Die Fluglinien ändern ihre Konditionen: Ich befürchte, dass in Zukunft wir nur noch EINEN Koffer mit max. 23kg kostenfrei nach Afrika mitführen dürfen, statt zwei! :(
Mal sehen, wie großzügig unsere Fluglinie 2010 noch sein wird... Nutzen wir also diesen Kontainer!

Samstag, Oktober 10, 2009

Neuer Reisetermin konkretisiert sich: 21.3.-5.4.2010

Seit einigen Wochen bin ich bemüht den Reisetermin für unser Workcamp 2010 sowie die baulichen Ziele festzusetzen. Das wurde durch zwei Malaria-Tiefschläge bei Colleen erschwert - ich war ganz berührt davon, dass sie einmal mitten in einem Fieberschub noch versuchte mit mir über unsere Reise am Telefon zu sprechen. Ich schickte sie ins Bett und hoffe, sie hat den Rat dann auch angenommen!
Nun gibt es, wie immer, etwas gedränge. Aber ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis: Die Reise wird voraussichtlich etwas kürzer sein, aber die beiden Bauziele sind reizvoll: Voraussichtlich schon am 21.3. wird unser Flug in Frankfurt starten - und am 5.4. sind wir nach 15 Tagen wieder in Deutschland. Dabei werden wir eine Woche an dem Boliso 2 Projekt vom letzten Jahr arbeiten - und eine Woche lang wieder an der Naomi Froese Schule in Kampala. Das klingt doch großartig, oder?
Nun möchte ich Euch um verbindliche Anmeldungen bei mir bitten. Einige habe ich schon auf meine Liste - aber wie immer gilt es nun eine möglichst homogene Gruppe aus der Mischung Jung, Erfahren und Begabt zusammen zu bekommen. Spannend ... schön!

Freitag, September 18, 2009

Uganda auf der BUKO in Lachen - kein Witz!

Die Arbeit in und für Uganda geht immer weiter! Diese Woche musste ich mit einer malaria-geschwächte Colleen telefonieren - und konnte leider deswegen keine endgültigen Daten für unsere Reise nächstes Jahr festsetzen - aber sie wird höchstwahrscheinlich wieder über Ostern 2010 (ca. 24.3.-12.4.) stattfinden. Sie haben schon fünf Gruppen seit dem Sommer bei sich gehabt - und treiben, wie immer, die gute Sache weiter voran. Willst Du mehr wissen?:
Vom 19.-20.9. gibts in Lachen (bei Neustadt/W.) die jährliche Bundeskonferenz unseres Gemeindebundes. Wer dort ist, kann gern auf den kleinen Baucamp-Stand vorbeischauen - oder die Leute von Global-Care kennenlernen, die ebenfalls vertreten sein werden. Fahrplan und Infos unter www.fbgg.de

Freitag, Juni 12, 2009

Schüler laufen und schwimmen für Uganda

Diese Woche war ich wieder in der Evangelischen Schule Benz - letztes Jahr haben die Schüler über 3.000 Euro erlaufen für die Naomi Froese Schule. Ich konnte ihnen einige Bilder überreichen von dem fast fertiggestellten Wohnheimkomplex, der damit gebaut werden konnte. Nun ist's schon wieder so weit: Alle Kinder der fünf Klassen, die ich besuchte, freuen sich, jetzt ein zweites Mal für diese gute Sache in Sportkleidung zu schlüpfen. Zeitgleich am 16.6. gibt's sogar eine Truppe Schwimmer, die lieber ihre Bahnen zu Barem machen als die Promenade zwischen Heringsdorf und Seebad Ahlbeck möglichst oft entlang zu laufen. Ich kann nur VIELEN DANK sagen! (Im Bild Frau Hertrich, Leiterin der Schule auf Usedom, mit Lukas (rechts), der diese tolle Idee als erster hatte!)

Freitag, Juni 05, 2009

Wolfsburg zieht nach... am 7.6.09!

Die größte Gruppe an Workcamper kam dieses Jahr aus Wolfsburg. Am Sonntag haben sie ihre ganze Kirche - und jeden, der ihre Eindrücke und Bilder miterleben möchte, eingeladen zum Gottesdienst zu kommen (10h), afrikanisch zu Essen (ca. 12h) und dannach über die Bilder und Eindrücke miteinander ins ausführliche Gespräch zu kommen. Herzlich willkommen! So. 7.6., Franz-Marc-Str. 3-5 in Wolfsburg-Kreuzheide.

Donnerstag, Mai 14, 2009

Der Uganda-Chor tourt durch Deutschland...


Wow, das sind fantastische Berichte, die ich da immer wieder höre, wo der Kasubi-Highschool Choir in Deutschland, Niederlanden, Dänemark und bald noch Östereich auftritt. Schon bei einem Konzert dabei gewesen?!? Hier die Tourdaten sowie eine ganze Reihe Bilderein- drücke. TOUR & BILDER HIER.
Seid doch einen Abend dabei ... z.B. in Hannover am Sonntag, 17.5.: Vormittags in der Elia Kirche (Langenhagen), 19h im Sahlkamp!

Dienstag, Mai 05, 2009

Mawangas neues Klinik-Fahrrad

Als wir vor drei Wochen das Dorf Mawanga verließen hatte Sonja mir noch gut 50 Euro für "etwas Dringliches" gegeben. Nach kurzer Beratung mit Pastor Paul stand fest: Ein neues Fahrrad würde die vielen Einsätze (Hausbesuche, Impfungen in der Umgebung) des Klinikpersonals sehr viel einfacher machen. Gesagt getan - nun ist das gute Stück vor Ort und bereits im Einsatz (im Bild: Schwester Angela und Klinikleiter Benson). Hier noch ein Teil des orriginaltextes:
"Thank Sonja on our behalf for the bicycle, attached is the photo.
May the good Lord bless you all.
Pastor Paul."

Freitag, April 24, 2009

Eine sehr traurige Nachricht

Das Leben steht nie still – erst recht nicht in Afrika. Wir mussten das jetzt als Gruppe nur einen Tag nach unserem glücklichen „Rückzug“ schmerzlich hinnehmen: Ankes neues Patenkind, welches das Bein wegen eines wuchernden Krebs amputiert bekam, ist Mittwoch verstorben. Noch im Krankenhaus. Ich bin erstaunt, wie klar Anke der Ernst der Lage von Jessica war, als sie ihr Dienstag nur für diese wenigen Minuten bei ihrem Besuch Zuspruch und Nähe bieten konnte.
Hier ein Auszug aus dem Brief, den wir von Stevensons erhielten:
"…I have some very sad news... Jessica died yesterday afternoon - I am still wondering why – after all, we did find her, try to assist, and then a person was touched to sponsor her. I know God has his reasons. We have helped to get the body from the hospital and are asking for a death report to know why…." Soweit Colleen.
Trauer ist eins der stärksten Gefühle, die Gott uns geschenkt hat, aber wir vermeiden es in der Regel sie zu nutzen, sie überhaupt zuzulassen. Ich kann Euch nur empfehlen, die eigene Trauer – es geht in der Regel gar nicht um Tod, sondern „nur“ um Verlust oder Abschied – IMMER herzlich zu umarmen und, wenn möglich, auch die Trauer der Menschen, die Gott gelegentlich in Euer Leben stellt, nicht zu ignorieren oder zu vermeiden.

Mittwoch, April 22, 2009

Fulminantes Finale!

Wir hatten nur ein paar Tage Einsatz an der Naomi-Froese-Schule dieses Jahr – doch das meiste mitgebrach- te Geld ist in den Ausbau der Räumlichkeiten dieser Einrichtung geflossen. So konnte ich nun auch die Urkunde vom Spendenlauf sowie die selbstgemalten Bilder der Grundschule Benz der Schulleiterin Christine feierlich überreichen. Sie freuen sich riesig über die 4 Wohnungen, 3 Nursery- und Kindergartenräume sowie ein ordentliches Kochhaus, welche mit den ca. 3000 Euro wesentlich unterstützt wurden. Im Mai sollen auch die letzten dieser Räumlich- keiten verputzt, überdacht und fertigge- stellt worden sein (siehe Bild). DANKE!

Anke aus Bad Segeberg scheute nicht einmal eine Taxifahrt auf einem Motorrad um ein Mädchen aus der Kasubi-Schule zu besuchen, die wegen einem massiven Krebsgeschwür ihr rechtes Bein vor ein paar Wochen amputieren lassen musste. Was für eine Kämpferin. Doch nun hat sie in Anke eine Mitstreiterin gefunden: Sie ist ihr neues Patenkind!
Überhaupt, die letzten Tage sind von Patenkindern und ihren von uns mitgebrachten Geschenken mal wieder geprägt gewesen. Danke, dass ihr an sie denkt! Sie sprechen Monate lang über ihre Freude, wenn mal ein Brief oder gar ein kleines Geschenk ihnen durch Global-Care zukommt.
Noch eine Stunde vor Abreise hatten wir die vier letzten Patenkinder besucht. Vielleicht habt ihr beim Kinderhilfswerk oder in unsrer Blog von Baker und seinem schweres Schicksaal schon gelesen. Was für eine Freude ihn nun persönlich zu begegnen: Da unsere Naomi an einem Hirntumor starb, welches Ähnlich- keiten mit seinem aufweist, war es mein fester Wille, diesen starken Kerl noch kennenzulernen. Es geht ihm erstaunlich gut – er läuft schon wieder recht selbstsicher, und zieht Grimassen, die mich zum Lachen und Weinen gebracht haben: Es ist sehr eindeutig, wie sehr er am Leben teilnimmt, und welche Freude ihm die paar Metall-Spielzeugautos und neuen Schuhe bereiteten. Aber die Gesichtszüge, die er dabei benutzt und die Lähmungserscheinungen, die er mit sich trägt am Gesicht und in der Motorik zeigen klar, wie massiv dieser Tumor war – und dass er womöglich bösartig war. Sollte das der Fall sein, ist seine Weiterbehandlung äußerst schwierig. Doch heute grinste er schließlich nur noch vor sich hin – und hofft auf ein deutschen Paten.

So sind wir aus Kampala abgereist: 16 sehr glückliche, bewegte deutsche Workcamper, die drei Wochen lang versuchten, nicht nachzulassen. Nicht stumm zu werden anbetracht der vielen Härten des Lebens von Menschen, die wir begegneten und besuchten – und die manch einem von uns zu Tränen und in die Verzweiflung brachten. Möge Jesus diesen Menschen beistehen und das, was wir mitbrachten, vermehren und segnen. Mehr konnten wir dieses Mal nicht – aber es war unsrer Meinung nach erstaunlich viel, was sich bewegt und in eine Richtung, die Hoffnung und Heilung bietet, führt. Und deswegen wird es wohl auch nicht das letzte Mal sein für uns in Afrika.
Der Flug war anstrengend, aber die Erinnerungen noch frisch – jetzt sind wir alle wieder in Deutschland und hoffen, dass die Malaria, die den Tim Stevenson letzte Woche für drei Tage total lahm legte und an den Tropf brachte, uns verschont. Sicherlich werden weitere Berichte aus dieser Reise, wie auch frische Entwicklungsberichte von den Einsatzorten hier veröffentlich werden. Schaut immer wieder mal rein!

Letzter Tag - letzte Besuche - letzte Tasche

Der letzte Tag in Kampala war voll mit verschiedenen Aufgabenbreichen gefüllt. T.A.P.P. Besuche standen an, Bauarbeiten mussten erledigt werden und Patenkinder sollten auch noch beschenkt werden sowie das Angebot einer Musicsession. Auf der Baustelle an einem neuen TAPP Gebäude, waren zum Einen Zementarbeiten und zum Anderen der Bau eines Dammes zu erledigen. Parallel dazu liefen in mehren Gruppen TAPP Besuche.

Audrey, Sonja und ich haben an dem heutigen Tag, 6 Familien und deren Schicksale erfahren.
Besonders hat uns der Besuch bei einer 72-jährigen Großmutter berührt. Ihre 7 Kinder sind alle an AIDS verstorben und nun muss sie sich um ihre Enkelkinder kümmern, die alle im Alter von 2-14 Jahre alt sind. Sie hat nicht einmal genug Geld, um ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Ein weiterer Besuch bei eine kongolesischen Familie zeigte uns noch eine uns unbekannte Leidensgeschichte. Ein Vater musste mit seiner ganzen Familie aus dem Kongo nach Uganda fliehen, weil dort Krieg herrschte und schon einige seiner Kinder getötet wurden sowie sein zu Hause niedergebrannt wurde. Nun leben sie in Uganda, doch sie besitzen kein eigenes Haus, sondern nur eine Hütte (ohne Toilette) zur Miete.

Der letzte bewegende Moment war eine junge Mutter und ihre 5 Jahre alte Tochter. Diese hatte eine Missbildung an ihrer Vagina und zudem noch sehr schwer Malaria. Ihre Mutter hatte all ihre Hoffnung in den „weißen“ Arzt gesetzt, doch auch Matthias konnte ihr nicht helfen, denn bei ihr käme nur eine Operation in Frage, doch dafür fehlt der jungen Mutter das Geld… Somit war sie am Boden zerstört.
Ein Lächeln haben wir dann trotzdem von ihr geschenkt bekommen, als wir unsere letzte Tasche, voller kleiner Spendengeschenke, ihr gegeben haben. Wir fiebern alle der morgigen Abreise entgegen, aber trotzdem reisen wir alle schweren Herzens ab… Wie schnell doch diese 22 Tage vergangen sind!
Eure Naemi

Sonntag, April 19, 2009

Ein relaxter Sonntag

Wir konnten herrlich ausschlafen und es ging erst um 10 h zu den Gottesdiensten los. Eine Gruppe ist zur Kirche in der Naomi-Froese-Schule und ich mit der anderen Gruppe zur berühmt-berüchtigten Kasubi-Kirche gefahren In der Kasubi-Kirche gibt es immer einen richtig guten Chor, der regelmäßig auch nach Deutschland kommt und in vielen Städten Konzerte gibt. Jetzt im Mai ist er wieder in Deutschland! Hier mein Aufruf: Heute im Gottesdienst war der Chor der Hammer!!!!! Wer Gospel, Rhythmus und Fröhlichkeit versprühende Jugendliche mag: AB ZUM KONZERT in deiner Stadt siehe hier. An meine Leute vorab: Segeberg ist auch dabei, am Samstag, den 9. Mai in der Mühle!
Zurück zum Gottesdienst: Wir wurden wieder sehr herzlich aufgenommen. Zum Glück mussten wir nicht wieder ganz vorne auf einem Podest sitzen. Aber wenn man von 200 Leuten beobachtet wird, hatte es trotzdem wieder etwas von „einfach lächeln und winken und gut aussehen“, besonders wenn man beim Kippeln rückwärts vom Stuhl fällt wie Lukas, haha.
Um es kurz zu fassen hier ein paar Stichworte zum Gottesdienst: gute Rhythmen aus dem Keyboard, Albinokinder, zwei Mikrofone (mal gingen sie, mal nicht), gute Predigt von Frank (schleim), bomben Beitrag von unserer Gruppe.
Mich beeindruckte wieder die Herzlichkeit der Menschen. Meine Erkenntnis: Afrikaner gehen im Gottesdienst gar nicht so viel mehr ab als Deutsche!!!! ..außer der Chor-Mitglieder natürlich. (Ich erwarte Aufatmen auf deutscher Seite.)
Nach dem Gottesdienst hatten wir vorzügliches Essen beim Inder bei strahlendem Sonnenschein. Danach habe ich mit ein paar Leuten einen Boots-Trip über den Viktoria-See gemacht. Ist ein richtig, richtig gutes Panorama. Wäre hundert Prozent Genuss gewesen, wenn ich nicht Angst vor dem Wasser gehabt hätte…diese verseuchte Soße…ich hätte sterben können!! ...wenn nicht noch Schlimmeres!
Es war also einer der relaxten Tage in Uganda. Kampala, ich hab mich an dich gewöhnt. (Was für’n herrlich, schnulziger Schlusssatz.)
Grüzi, Birte

Samstag, April 18, 2009

Warten auf die Braut

Ein Termin, der schon lange feststand, war die Hochzeit, zu der wir heute eingeladen waren. Der Tag begann für alle relaxt – Ausschlafen, ausgiebiges Duschen und Chillen. Abfahrt war für mittags geplant, da die kirchliche Trauung mittags beginnen sollte!? Trotz Wochenende war der Verkehr dicht und wir kamen schlecht durch und erst um 13.40 Uhr an der Kirche an. Unproblematisch, da die Braut (aus sich uns nicht ganz zu erschließenden Gründen) mit reichlich Verspätung eintraf. Letztendlich ging der Gottesdienst um 15.40 Uhr los. In der Zwischenzeit konnte man der Band zuhören – was aufgrund hier normaler technischer Probleme nicht nur schön war – oder einen Blick in ein paar umliegende Straßen werfen.










Der Einzug der Brautleute war prächtig, insbesondere die Blumenkinder und die Braut mit ihren 12 Brautjungfern waren Blickfänger für die etwa 120 Gäste, von denen die meisten allerdings erst im Laufe der Trauung eintrudelten. Ein heiterer und doch recht strukturierter Gottesdienst begann, während der Pastor noch Notizen für die Predigt zusammenstellte. Nach zwei Stunden waren Judith und Steven dann ein Ehepaar und dies wurde viel umjubelt.

Anschließend ging es auf den Hof der Naomi-Froese-Schule, auf dem noch wesentlich mehr Gäste aufwarteten. Auch hier wurde das Programm straff angegangen, um den verspäteten Start auszugleichen. Nach dem Anschneiden der Torte, die zwar eine auch in Deutschland übliche Größe hatte, von der aufgrund der gestiegenen Anzahl der Gäste jeder jedoch nur einen winzigen Happen abbekam, waren weitere wesentliche Teile der Feier Reden, Geschenkübergabe und Hochzeitsmahl. Von Mücken und Müdigkeit geplagt, haben wir uns kurz vor 22 Uhr auf den Nachhauseweg begeben.

Sonja und Stefan