Freitag, Mai 05, 2023

Tag 1. in Mutungo ...

Noch vor Anbruch des Morgens in Kampala, Uganda überschlagen sich bereits die ersten Ereignisse und mit Beginn des neuen Tages durfte unser Team bereits das Wunder der Geburt bestaunen . . . 


Das Wunder der Geburt eines kleinen Ziegenbabys. Das kleine Zicklein stolperte bereits während der ersten Stunden des Tages und der aufgehenden Sonne über die Wiesen des Grundstückes am Viktoriasee auf dem das Team untergebracht ist. 

Nach dieser aufregenden Neuigkeit, ging es für das gesamte Team direkt in den Stadtteil Mutungo, wo sich sowohl die Mutungo Central Community Schule, als auch die Kirchengemeinde und das Ausbildungszentrum befinden. Einer kurzen Grundstücksbegehung folgend teilten sich die Arbeitsgruppen auf. Die Männer packten sich direkt Schaufeln, Haken, Spaten und Schubkarren und begannen direkt damit Fundamente für zukünftige Container-Klassenräume vorzubereiten. Parallel dazu wurden zahlreiche Patenkinder eingeladen und beschenkt. Es ist wirklich berührend zu erleben, einerseits wie groß die Armut in vielen Bereichen Ugandas ist, gleichzeitig die Herzlichkeit, Freude und Großzügigkeit der Menschen hier vor Ort ist. Am besten lässt sich das an einer heutigen Begebenheit beschreiben. Ein junges Mädchen bekam von ihren Paten einige kleine Päckchen u.a. mit Gummibärchen gefüllt. Ohne zu zögern öffnete sie die Päckchen und verteilte freudig jedes einzelne an einen Freund oder eine Freundin, die um sie herum standen, bis nur noch ein letztes Bärchen übrig war. Sie schaute sich dieses letzte Gummibärchen kurz an und ohne zu zögern verschenkte sie auch das.


Hier zeigt sich wirklich, dass wir manchmal von den Kleinsten lernen können, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb (2. Kor 9,7).

Ein besonderes Highlight zum Mittagessen war der Besuch in dem Ausbildungszentrum in Mutungo. Dort werden u.a. junge Menschen zu Schneidern, Schuhmachern und zu Köchen ausgebildet. Das Team der Kochschule hat unserem Team unter Anleitung des Kochlehrers David uns ein köstliches Mittagessen zubereitet. Dadurch konnten wir unsere verbrauchten Akkus wieder aufladen und mit Elan in den weiteren Nachmittag starten. Während die Bauarbeiten weitergeführt wurden, schallte lautes Kinderlachen über den Hof. Aus vollem Halse lachend spielte unser Clown Nadja mit den Kindern allen Sprachbarrieren zum Trotz.

Währenddessen bildete sich eine weitere Gruppe, die zwei Familien unseres T.A.P.P. Programmes besuchte. T.A.P.P. unterstützt HIV-positive Frauen und ihre Familien im Alltag. Diese Unterstützung reicht von seelsorgerlicher Betreuung, bis hin zu materieller Unterstützung in Form von Arbeitsplätzen und sonstigen individuellen Hilfen.


Dankbar zurückblickend haben wir in unserer abendlichen Reflexionsrunde auf das wunderbare Kinderlachen und die bewegenden Schicksale zurückgeblickt. Einmal mehr wurde uns vor Augen geführt, wie wichtig die Arbeit hier in Uganda mit den Ärmsten der Gesellschaft ist und wie dringend sie die Unterstützung aus Deutschland benötigen.


 

 

Mittwoch, Mai 03, 2023

Eingecheckt - Begeistert - vor allem von TURKISH AIRLINES ...!

 Stuttgart zog dieses Jahr in die Poleposition, gefolgt von Düsseldorf und zum Schluß ... leider Hannover.  Was heißt leider?  TURKISCH AIRLINES hat uns hier 4 Zusatzkoffer gewährleistet. KOSTENFREI! :)

 Damit haben wir 2 Nähmaschienen, Kinderkleidung, ein spezielles medizinisches Gerät und vieles mehr noch zusätzlich mitnehmen können für unseren Einsatz. Danke, danke, danke!





Donnerstag, April 13, 2023

Zum 25. Jubiläum, wegen der Hungerhilfe, ach, und ...

 ...weil es uns auch sehr gut tut. Es gibt 1.000 Gründe wieder mit einer Gruppe williger Helfer, Spendensammler, Beter, Arbeiter und Lernende nach Uganda zu fliegen. Hier kannst Du in den nächsten 4 Wochen miterleben - und hoffentlich willst Du auch Mithelfen, oder gar eine Patenschaft abschließen, eine Solaranlage für eine Highschool im Flüchtlingslager Palorinya, für Baumaterialien spenden, oder ... was-auch-immer tun, dass unsere Reise Sinn macht, Ermutigung stiftet und möglichst vielen hilft. 

Schau immer wieder mal rein, kommentiere, oder switche einfach zu INSTA.  Dort sind wir unter dem gleichen Namen ganz neu ebenfalls aktiv 😇 ... gebe einfach dort ein:  _NICHT_EGAL_ und folge uns!

Samstag, Januar 22, 2022

Immer noch trägt unser November-Einsatz neue Früchte...

Einerseits ist es die große Freude und Nachricht in Uganda: Die Schulen sind wieder offen! Und überall hören wir von Begeisterung und Erleichterung sowie die Willigkeit den Alltag den Kindern Ugandas wieder zurück zu geben. Klasse!

Aber in den letzten Wochen konnten auch weitere Fortschritte an den diversen Baustellen des Kinderhilfswerks geschehen. Zum Beispiel in Sipi Falls. Wer von Euch bei einem der beiden Einsätze in 2013 und 14 dabei war (siehe auch die Bilder von damals die rechts im Reiter zu finden sind), wird mit größtem Respekt ein lautes "Großartig!" oder gar "Halleluja!" Ausstoßen beim anschauen dieser Bilder. 

Die Straßen zu dieser ganz schön großen Kirche, und die Ermutigung die wir hier schon vor 9 Jahren auslösten, wächst nur mit diesem notwendig gewordenen "Upgrade" des Gebäudes (die Baumstämme die zu 100% das Dach bisher trugen, waren z.T. von Termiten zerfressen worden). Jetzt kann dank der Betonträger (siehe Fortschritt der Arbeit im Video, unten) das Dach stabilisiert werden bevor der nächste Sturm kommt und einen Totalschaden anrichtet. 

Unglaublich, was wenige tausend Euro in Uganda möglich machen. Ich freue mich schon auf Bilder wo wieder Versammlungen hier stattfinden können. 

Vielleicht ist der Impuls wegen dieser Reperatur sogar eine Person die mutig eine kleine Schule zu gründen wagt? Gott möge eine neue Pflanze hier entstehen lassen. Ich bete dafür und bin dankbar für unsere Partner.

Samstag, Dezember 18, 2021

...und schon geht's weiter ... in Mutungo und Kasubi

 Wir haben einige Mittel für den Ausbau in Mutungo gelassen: Die Friseurausbildung soll Räumlichkeiten bekommen!  Hier seht ihr die Baufortschritte auf dem Ausbildungszentrum in Mutungo...


 

Und auch die Küchenerweiterung in Kasubi wird bald fertig sein.




Mittwoch, Dezember 15, 2021

Aufwiedersehen...!

 Hier sind wir zusammen mit Stevensons am Tage unsrer Abreise. Dankbar für einander, für Colleen und Tim, für unseren Gott der uns in dieser Zeit so viel geschenkt und in macnhem bewahrt und immer neu gesegnet hat. Aufwiedersehen Uganda!



Freitag, Dezember 03, 2021

Kinder...

 ... ja, wir sind inzwischen alle wieder in Deutschland. Die Reise war für uns alle bedeutsamer als erwartet. Zum Abschluß möchten wir lieber die Kinder die wir überall auf dem Wege traffen und ihre Bilder sprechen lassen. Schaut hin. Hört, genießt. Werdet ein Teil ihrer Zukunft, z.B. durch eine Patenschaft.  Und: Danke für Eure Spenden, Gebete und Ermutigungen.








Sonntag, November 28, 2021

Mawanga - Back to the Roots

Mawanga – In 2006 besuchte ich zum ersten Mal diese von Global Care gebaute und betriebene Klinik (siehe rechts im Blog die Einträge 2006!). Hier werden 2021 fast täglich Babys geboren und gleichzeitig wird Gesundheitsfürsorge für die Landbevölkerung in einem Umkreis von ca. 10 km geleistet. Da der Klinik-Betten-Bedarf dieser Region mit der derzeitigen Leistung längst nicht „erfüllt“ werden kann, wird im Anschluss an unseren Besuch die Kapazität weiter ausgebaut. Dadurch soll in 2022 diese Krankenstation vom Staat eine höhere Einstufung und dadurch neue Förderungen erhalten.An dieser Stelle ein großes Dankeschön allen Spendern für diese Klinik! So konnten wir über zehntausend Euro für den Austausch über 20 Jahre alte Dachbleche, den Bau eines neuen Vordachs und  den Ausbau von Solarstrom ausgeben. Zusätzlich erhielt das Klinikgelände einen Sicherheitszaun und demnächst sollen alle Behandlungsräume mit fließendem Wasser versorgt werden.

Gestärkt durch die Nachtruhe eine gute halbe Stunde von Mawanga entfernt und einem nahrhaften Frühstück, tat die Anfahrt zu den beiden besuchten Gottesdiensten durch Erd-, Schlag- und Schlammlöcher auf rutschigen „Straßen“ ihr Übriges, um jegliche Lebensgeister der Teammitglieder zu erwecken. Team 1 machte sich heute auf die Reise zur großen Gemeinde nach Mawanga gegenüber der Klinik.


Team 2 hatte hingegen die weitere Anreise zu der kleineren Schwestergemeinde. Sie besteht aus wenigen Menschen und Familien und zeichnet sich durch eine besonders herzliche und freundliche Gastfreundschaft aus. Ihr Kirchengebäude, wenn man es als ein solches bezeichnen kann, besteht aus wenigen Holzstämmen, die zu einer Gebäudekonstruktion zusammengesteckt wurden. Ein einfaches Wellblechdach spendet Schatten und schützt vor Regen. Unabhängig der räumlichen Gegebenheiten feiert und lobt die dortige Gemeinde mit einer ungebrochenen und fröhlichen Herzlichkeit ihren christlichen Glauben.

Nach den Gottesdiensten werden wir zum leckeren Mittagessen im kühlen Zelt von Pastor Patrick eingeladen – wunderbar! Bevor wir uns auf die Rückreise nach Kampala machen. Vier Stunden Fahrt sind geplant, sechs Stunden werden es. Großes Lob für unsere Fahrer, die uns nicht nur sicher über die Wege auf dem Lande sondern auch am Ende noch durch den Megaverkehr in Kampala chaufieren. Hier drängen sich die Fußgänger zusammen mit Motorradfahrern, Bussen und Autos auf viel zu engen Straßen. Das Fahren vieler afrikanischer Fahrer ohne Licht (auch Motorräder!) bei Dunkelheit lässt unseren Adrenalinspiegel ebenso in die Höhe schnellen wie das Ignorieren der wenigen roten Ampeln – wir sind eben nicht in Deutschland, und am Ende sehr dankbar als alle drei Fahrzeuge wohlbehalten bei Stevensons ankommen.

- Claudia, Chris & Siegfried

Samstag, November 27, 2021

Wunder gibt es immer wieder . . . !


 Emmanuels Geschichte

… das erste Mal, als ich Emmanuel traf, hatten wir gerade ein Team aus Deutschland zu Besuch, mit denen wir ein medizinisches Camp für die örtliche Bevölkerung in Lira durchgeführt haben. Im Rahmen dieses Camps haben wir unter anderem Entwurmungskuren, aber auch Screenings für Unterernährung durchgeführt. Alles lief super, bis Emmanuel kam.

Emmanuel war gerade 9 Jahre alt, wog aber nur 16 Kg. Im Rahmen des Unterernährungsscreenings wird der Umfang des Oberarms gemessen. Emmanuels Oberarm hatte damals nur einen Durchmesser von 13 cm. Normalerweise gilt ein Oberarm-Durchmesser von 13 cm als schwerwiegende Unterernährung für ein 6-monatiges Baby….

Wir haben sofort Emmanuels Eltern kontaktiert um seine Krankheitsgeschichte zu erfahren. (War er bisher häufiger krank? Wurde er früher schon mal von einem Arzt untersucht? Mit welcher Krankheit wurde er bisher diagnostiziert?) Sein Vater antwortete darauf nur: „Wir haben ihn bereits mehrfach zum Arzt gebracht, aber bisher wurden keine Krankheiten festgestellt.“ Anschließend fuhr er fort: „Es liegt daran, dass Emmanuel durch Zauberei verflucht ist. Daher ist er ständig krank.“

Anschließend haben wir noch weitere Laboruntersuchungen durchgeführt und haben dabei herausgefunden, dass Emmanuel nicht nur an Malaria leidet, sondern gleichzeitig auch noch HIV positiv ist und dies bisher weder diagnostiziert wurde, noch er irgendwelche Medikamente gegen Malaria bekommen hat.

Daraufhin haben wir ihn sofort ins nächste Krankenhaus einliefern lassen. Wobei wir ehrlicherweise nicht daran geglaubt haben, dass selbst mit der Behandlung im Krankenhaus er wirkliche Überlebenschancen hätte. Nebenbei kann der kulturelle Austausch über Zauberei als Ursache für eine Krankheit eine schwer zu überkommende Herausforderung sein.

Wir wünschten uns, dass Emmanuel in das Patenprogramm aufgenommen wird, um all die zukünftigen medizinisch notwendigen Kosten decken zu können und ihm einerseits in der Schule eine Mahlzeit pro Tag gewährleisten zu können, andererseits aber auch die Lehrer ein besseres Auge auf ihn und seinen gesundheitlichen Zustand haben können. Innerhalb eines Monats hat sich glücklicherweise ein Pate für Emmanuel finden lassen.

Ich habe Emmanuel erst über ein Jahr später wieder getroffen, aber als ich ihn das nächste Mal wieder traf, hat sich seine Körpergröße und sein Gewicht verdoppelt. Mittlerweile wog er über 33 Kg.

Dieses Bild wurde im Januar 2021 aufgenommen.

Ein weiterer Pate hat für Emmanuel eine Ziege gespendet, die ein wunderbares Geschenk für die Familie ist, denn die Familien züchten Ziegen i.d.R. um ein Einkommen für die Familie zu generieren. Wir wünschen uns, dass durch das großzügige Geschenk der Ziege, die Familie Emmanuel nicht mehr als verflucht, sondern viel mehr als wunderbares Kind Gottes sieht.

Allein durch die Großzügigkeit des Teams aus Deutschland, der andauernden Unterstützung des Patenprogramms sind Emmanuel und viele andere Kinder heute noch am Leben.

Kaitlin Smith (Leiterin der Klinikabteilung unsrer Partnerorganisation in Uganda)

P.S.

Wenn ihr den ursprünglichen Blog-Eintrag unseres Teams und dem Kennenlernen von Emmanuel nochmal lesen möchtet, könnt ihr das mit diesem Link tun:

http://nichtegal.blogspot.com/2019/11//unser-zweiter-tag-in-lira.html?m=1

Freitag, November 26, 2021

Bukassa

 Heute waren wir in Bukasa (Naomi-Froese-Schule / Siegfried-Highschool). Leider kann auch hier schon seit vielen Monaten kein Unterricht stattfinden, da die Schulen in Uganda noch Corona-bedingt geschlossen sind. Alle hoffen dass der Unterricht ab Januar 2022 wieder beginnen kann.

Nach einer kleinen Führung über das Schulgelände hat eine spontane Choreinlage uns mit Tanz und Gesang begrüßt.

Seit meinem ersten Besuch in Bukasa in 2015 hat sich sehr viel in der Schule weiter entwickelt. Es konnten neue Gebäude gebaut werden, sodass mehr Klassenräume zur Verfügung stehen und auch Büros für die Lehrer sind mehr vorhanden als vor 6 Jahren. 

Ich habe mich sehr gefreut sie positive Entwicklung in der Schule zu sehen.Vor allem die High School hat jetzt echte eigne Räumlichkeiten und sogar ein Chemie-Labor!

Anschließend haben wir mit den Patenkinderinterviews weitergemacht. Wir haben ca. 40 Kinder gesehen, mit ihnen gesprochen und Geschenke überreicht. Ich konnte heute sogar meine eigenen Patenkinder sehen. Es ist immer wieder eine Freude sie zu erleben, ihre Entwicklung zu beobachten und mit ihnen Zeit zu verbringen. Der Tag war zwar etwas stressig, aber auch wunderschön.