Sonntag, November 24, 2019

Einmal Gayaza und zurück ...

Den gestrigen Samstag haben wir - entsprechend der vorhandenen Risikobereitschaft - für verschiedene Aktionen genutzt. Ein Teil von uns hat sich todesmutig in den Nil gestürzt bzw. stürzen lassen. In Fachkreisen nennt man so etwas Wild Water Rafting. Sie kamen begeistert und zu unser aller Freude und Dankbarkeit wohlbehalten zurück und wurden von den daheimgebliebenen "Shoppingqueens" (und einem "Shoppingking") willkommen geheißen.

Eine erholsame Nacht und ein köstliches Frühstück ließen uns (leider ohne Jessica, die sich heute ihrer Gesundheit widmen musste) zum sonntäglichen Gottesdienst der "Church of God Gayaza" aufbrechen. Nach einer herzlichen Begrüßung konnten wir wieder eintauchen in das fröhliche und dankbare Glaubensleben der hiesigen Christen. Und wir mussten uns erneut fragen, auf welchem Level wir in unserem reichen Heimatland klagen und unzufrieden sind. 

Daran schloss sich ein echtes Highlight an: Wir durften auf dem von der kleinen und mutigen Gemeinde erworbenen Grundstück, auf dem ein Gemeindeneubau entstehen soll, zahlreiche einheimische Hartholzbäume pflanzen. Eine schweißtreibende aber tolle Aktion, als Zeichen der Hoffnung und des Wachstums, welche Gott denen schenkt, die IHM vertrauen.

 
Ins Staunen kamen wir, wie die Frauen der Gemeinde während der Planzaktion in kürzester Zeit ein äußerst leckeres, vielfältiges, landestypisches Essen auf den Tisch brachten, zu dem sie uns herzlich einluden.

Auch wenn es uns schwer fiel, von den Menschen der Gemeinde und in besonderer Weise von den entzückenden Kindern Abschied zu nehmen, machten wir uns innerlich reich beschenkt auf den Heimweg. Kräftiger Regen begleitete uns.
 Morgen brechen wir zu neuen Einsätzen in Lira und Luweero auf. Hierzu werden wir 6-7 Stunden Richtung Norden fahren. Wie stabil unser Internetzugang dort sein wird ist Glücksache. Schaut einfach immer wieder mal hier rein und seht, was uns dort erwartet - und danke für alle Gebete!

Freitag, November 22, 2019

Vier Arbeitsstellen...

Nachdem der Mittwoch von unserem Besuch und der Begrüßung an der Naomi-Froese-Schule geprägt war, durften wir die letzten beiden Tage auch tatkräftig mitarbeiten. Erste Bilder konntet ihr bereits gestern sehen. 
1. Interviews mit den Patenkinder
In den beiden Tagen konnten knapp 50 Kinder und Teenager interviewt werden, die bereits durch Patenschaften gefördert werden und somit Zugang zu einer schulischen Ausbildung haben. Dies dient zum Einen, damit die Paten und das Kinderhilfswerk (KHW) über die derzeitige persönliche Situation und ggf. Änderungen informiert sind und ermöglichte den Paten aus Deutschland stellvertretend durch Jessica, Claudia, Benjamin und Jannice persönliche Geschenke und Grüße an ihre Patenkinder zu übergeben. An dieser Stelle sei gerne auch nochmal darauf hingewiesen, dass wir Anfragen von potentiellen neuen Paten gerne entgegennehmen und hier vor Ort weiterreichen. Einfach das Onlineformular mit Wunsch "Uganda" HIER ausfüllen und/oder ein Kommentar unten hinterlassen.

2. Durchführung medizinischer Kontrolle
Zusammen mit Kaitlin, einer amerikanischen Krankenschwester, die für die Betreuung von 5 Kliniken in Uganda zuständig ist, konnten Patricia und Birgit auf dem Schulgelände eine provisorische Klinik aufbauen. Die Schulkinder wurden gewogen, die Körpergröße bestimmt, haben Medikamente zur Entwurmung bekommen, wurden auf Malaria getestet und neue oder alte Wunden wurden versorgt. Auch einige Erwachsene, v. a. Lehrer,  konnten behandelt werden. Insgesamt wurden an zwei Tagen 250 untersucht.

3. Mitarbeit auf der Baustelle
Neben einer Nursery School und der Naomi-Froese-Schule, einer Primary School, gibt es seit 2016 auf dem Gelände auch eine Highschool (Secondary School). Damit die Schule weiterhin aus Sicht der Behörde bestehen bleiben darf, werden Laboratorien für den naturwissenschaftlichen Unterricht sowie eine Bibliothek gebaut. Neben einem Neubau wird für diese Räumlichkeiten auch ein Altbestand verwendet. Dazu wurden durch Harry, Ansgar und Daniel einige Fenster und Türen erstmal demontiert, damit diese einen neuen Platz bekommen können. Die Zusammenarbeit mit den einheimischen Kräften war dabei trotz teilweiser sprachlicher Schwierigkeiten bestens.


4. Spiel & Spaß mit Nadja & Ben
Das Highlight für besonders die Jüngeren unter den Schulkindern war an beiden Tagen "der Clown". Alles andere als bei einem passiven Zuschau-Programm durften die Kinder mit Seilhüpfen, Luftballons und Bällen zur allgemeinen Belustigung aktiv beitragen. 


Mittwoch, November 20, 2019

Bukassa kennenlernen...

Unser zweite Tag neigt sich dem Ende, er war geprägt von Begenungen vielerlei Art.
Am Vormittag waren wir als gesamte Gruppe and der Naomi-Froese-Schule, die seit 2016 um eine Highschool erweitert wurde. Die Primary School (Klasse 1-7) besuchen derzeit gut 200 Kinder und zur Highshool (Klasse 8-12) gehen +100 Schüler. Einige Kinder, die von weit weg kommen oder verwaist sind, leben auf dem Schulgelände internatsmäßig. Bei unserer Ankunft wurden wir aufs herzlichste, mit traditionellem Tanz und Gesang, begrüßt.


Für die Highschool befinden sich gerade ein Laborraum und eine Bibliothek in baulicher Maßnahme, an denen wir auch mitwerken werden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen teilte siche die Gruppe in unterschiedliche Arbeitsberechei auf. Es wurde ein "medical room" für morgige flächendeckende Untersuchungen eingerichtet. Mit an HIV erkrankte Frauen, in dem TAPP-Projekt, wurde eine Andacht gehalten. An einem Erweiterungsbau der Highschool wurden Maurerarbeiten mit einheimischen Fachkräften durchgeführt. Darüber hinaus war der Tag geprägt vom spielen und den Begegnungen mit den Schülern.

Eine Gruppe ging in die Slums dieses Orts, Bukasa (einem Stadteil Kampalas), um dort kleine Geschenke und Lebensmittel zu verteilen. Diese Begegnungen haben uns alle sehr berührt. In dem Slum leben die Menschen unter, für uns, unvorstellbaren Lebensbedingungen.Es besteht weder eine Wasser bzw. Stromversorgung, die "Häuser" stehen dicht an dicht sind häufig undicht, bei Regen stehen viele Wohnungen unter Wasser. Sanitäranlagen jeglicher Art snd nicht vorhanden bis auf  Gemeinschaftstoiletten. Wäsche wird in einer stinkenden Kloake gewaschen.
Die Geschenke und das Essen verteilten wir bei unseren "Jaja"-Besuchen, an Großmütter die sich um ihre verwaisten Enkelkinder kümmern mitten in dieser Wirklichkeit und teileweise zu fünft auf einer Fläche von 2x2 Metern leben.
Für morgen stehen weiter Arbeiten an der Naomi-Froese-Schule an und einige nehmen an einer "Womens-Conference" teil mit Frauen aus Kongo, Süd-Sudan, Kenya und weiteren ostafrikanischen Ländern.

Dienstag, November 19, 2019

Angekommen ... ausgepackt!


Der erste Tag ist geschafft - hat uns geschafft - aber es war ein guter Tag!
Nach unserer Ankunft in Entebbe heute morgen um 5 Uhr, hatten wir ein paar Stunden Pause in einem wunderschönen "Guesthouse" in Flughafennähe. Um 13 Uhr ging es dann weiter nach Kampala. Für die "alten Hasen" war es ein Erlbenis, weil der seit langem gebaute Express Highway endlich für ein paar Kilometer genutzt werden kann. Für die "Neuen" war es sehr beeindruckend den "normalen Verkehr" zu erleben mit Motorräder, auf denen auch mal vier Reisende sitzen und Kreuzungen mit Polizist in der Mitte, Regen von oben, keiner Fahrbahnmarkierung und Fahrzeugen aller Art, die einfach mitten auf die Kreuzung fahren.
Der Nachmittag und Abend waren angefüllt mit Auspacken, dem Sortieren all der Kleiderspenden und ca. 150 Patengrüßen und kleinen Geschenken und natürlich der Planung, wie wir morgen starten werden. Wir Deutsche planen so gerne! Mal sehen, was wir morgen zu berichten haben, es erwarten uns spannende Zeiten mit den unterschiedlichsten Aufgaben. Davon ab er morgen mehr.

Ausgeschlafen angekommen in Entebbe

Wir sind verlustfrei und gut gelaunt inzwischen gelandet...!  Zunächst in Istanbul, auf den niegel-nagel-neuen Flughafen. Da kann man nur sagen: WOW! Da haben sie sich für Europa empfehlen wollen.
Aber inzwischen sind wir auch in Entebbe, die Flughafenstadt von Kampala, angekommen. Nach einer verkürzten Nacht herrlichem Schlaf und einem köstlichen Frühstück werden wir gerade abgeholt um in unser Bleibe in Kampala, bei Stevensons und dem Kinderhilfswerk Uganda unterzukommen. So kann es weitergehen😎

Sonntag, November 17, 2019

Dank Turkish Airlines ...

...geht's mit vielen wertvollen Projektspenden morgen los! Durch Flugplanänderungen, vor allem ab Hannover, entschieden wir Fluganbieter zu wechseln.
Gern nehmen wir so viele Hilfsspenden aus Deutschland mit als möglich, die uns vor allem für die Schulen und Kliniken anvertrat werden. Dank Türkish Airlines werden wir nun sogar einiges mehr an Koffern abgeben können - ohne Aufpreis!
Hiermit im Voraus schon ein herzliches Dankeschön - und womöglich ein baldiges Widersehen! Klasse, dass es solch ein Entgegenkommen für die Gute Sache heute noch von manchen Unternehmen gibt.
Jetzt noch 1x Schlafen - und dann geht's ab nach Uganda!

Samstag, November 09, 2019

Bald geht's wieder los ... nach Uganda

Am 18.11. wird ein Team von 12 freiwilligen zwei Wochen in Uganda Schul-, Klinik-, Baum- und Gemeindeprojekte vorantreiben oder neustarten durch ihre Spendenkationen. Hier werdet ihr also viele Bilder und Projekte in den nächsten Wochen vorgestellt bekommen - und könnt gern helfen, dass sie auch finanziert werden können. Am liebsten vermitteln wir allerdings neue Patenschafen.  Einfach diese Form ausfüllen und "Uganda" anklicken! PATENSCHAFTS FORMULAR Global-Care

Samstag, August 10, 2019

Ein neues Team für Nov. 2019 formt sich gerade...

Trotz des erfolgreichen Besuchs im April wird es einen 2. in diesem Jahr in Uganda geben:  Vom 18.11. bis 2. Dezember 2019 werden ca. 12-15 Workcamper sich auf die Reise nach Afrika machen.  Bei Interesse diese Email (efs@sahlkamp.de) mit ein paar Zeilen über Deine Person nutzen um das Gespräch zu beginnen. Nur wenige Plätze sind noch frei; danach wird es erst wieder im Oktober 2020 eine solche Reise nach Uganda geben.
Wie in dieser Blog weiter unten schon mehrfach berichtet, wird auch ein neuer Einsatz nach Haiti gerade aufgestellt.  Auch hierfür können Interessenten sich an diese Emailadresse melden: efs@sahlkamp.de

Mittwoch, April 03, 2019

Angel, ihre Familie und Ausbildung als Näherin

 Heute konnte ich Angel kennenlernen, 16 Jahre jung und seit kurzem in unserem Nähprogramm in Mutungo.  Sie ist Patenkind einer Familie aus Niedersachsen, hat ihre Schulbildung (bis S-4) in der Naomi Froese Primary & Highschool absolviert.  Ihre freudige freche Art fiel mir beim Besuch im Nähzentrum schon auf (siehe Bilder); als ich erfuhr, sie ist einer der "KHW-Kinder", fragte ich nach, wie es in ihrem Leben gerade zugeht. 

Angels Mutter liegt Krank zuhause, sie ist HIV Positiv und in unserem TAPP Programm integriert. Dass sie hier ihre Ausbildung fortsetzt war auch um der Mutter und den Geschwistern nahe zu sein. Die Sozialarbeiterin von TAPP, Doreen erzählte, dass die Mutter seit zwei Monate nicht mehr vor die Tür ihrer kleinen Bretterhütte tritt und somit das Programm ihr nur noch durch Hausbesuche helfen kann.
Nicht nur Angel, auch die zwei Brüder und zwei Schwestern müssen Wege finden sich selbst und ihre Zukunft in die Hand zu nehmen.
Ihr seht,schon anhand der Bilder, dass Angel total dankbar für diese lebensstützende Hilfe ist die sie durch das Patenschaftsprogramm und dieser Ausbildungsmöglichkeit bekommt.
Ein herzliches DANKESCHÖN an alle Paten an dieser Stelle.