Freitag, August 19, 2011

6 Wochen, 1 Tag

... - dann sind wir zu fünft in Uganda, um uns zwei Wochen ganz praktisch vor Ort in Kampala einzubringen.
Unsere Effektivität während dieser Zeit wird besonders davon abhängen, wie viel Spenden wir bis dahin zusammenbekommen, um dort Projekte, noch mehr aber die Menschen zu unterstützen. Deshalb die ganz konkrete Bitte: wenn es euch möglich ist, gebt uns doch etwas mit, wodurch wir den Leuten ganz individuelle Hilfe leisten können. Alles wird direkt eingesetzt werden, denn wie von unseren Workcamps bekannt, kommen alle Teilnehmer selbst und vollständig für die eigenen Kosten und Flüge auf.
In unseren Koffern machen wir außerdem gerne Platz für einen persönlichen Brief, Fotos und ein kleines Geschenkpäckchen (bitte nicht mehr als 500g Gewicht) für Patenkinder. Wenn ihr eine Patenschaft in Uganda über das Kinderhilfswerk Global Care habt, könnt ihr so eine unglaublich große und ehrlich unvergessliche Freude bereiten.

Seid so selbst Teil dieser Reise, mit der wir ganz persönlich Menschen direkt unterstützen und uns in unserer Weltsicht herausfordern lassen wollen.

Dienstag, Mai 24, 2011

Uganda Workcamp 2011, das zweite!

Auch dieses Jahr sind die Ugander bei unserer Verabschiedung im April mit der Bitte, mehr noch der Einladung an uns herangetreten, doch ein weiteres Mal in 2011 zu kommen. Dieses Jahr gibt es nun tatsächlich ein zweites Workcamp in Uganda – in viereinhalb Monaten!

Voraussichtlicher Termin ist der 1. bis 14. Oktober 2011. Wir werden ähnlichen Aufgaben nachgehen wie während der vergangenen Reisen: Mauern, Streichen, Graben, Unterrichten, TAPP-Familien besuchen, Patengeschenke überbringen, möglicherweise kleine Seminare halten, vielleicht medizinisch betreuen. Die genauen Schwerpunkte richten sich nach den Fähigkeiten und Kenntnissen von uns Teilnehmern.

Zum ersten Mal soll die Gruppe hauptsächlich aus jungen Erwachsenen bestehen, Leute in ihren 20ern und 30ern. Gemeinsam und mit Gottvertrauen wollen wir ermutigen, unterstützen und uns prägen lassen.

Wenn du also Lust hast, Begegnungen mit den Menschen vor Ort zu suchen, zu helfen und dich auf die Leute und Gegebenheiten, auf eine solche Erfahrung einzulassen – melde dich!

Kontaktaufnahme: Amy Froese, Tel.: 030-60956347; Uganda2011@fbgg.de

Infoflyer hier

Samstag, Mai 21, 2011

Lira entwickelt sich - nur die Bleche für ein halbes Dach fehlen noch

...und hier frische Fotos von Anfang Mai.Da muss es gerade mächtig geregnet haben...!Ganz schön weit gekommen mit dem Bau - und sogar eine Zufahrt gestaltet...

Freitag, Mai 20, 2011

Ugandaabend in Hannover spendet für Lira

Gestern Abend waren ca. 75 Leute bereit über 300 Fotos, einige Videos und ganz viel Erlebtes über 90 Minuten lang zu folgen. Und sie sind mitgegangen. Das sieht man schon an die 306,80 Euro Spenden und einen dreistelligen TAPP-Kettenverkauf. Danke!
Diese Summe wird das KHW für die Fertigstellung des Werkstattdaches in Lira überweisen. Fotos folgen - versprochen!
PS: Die Braunschweiger überlegen einen ähnlichen Abend vor dem Sommer anzubieten... Weiteres wird sicherlich auch hier zu lesen sein darüber.

Donnerstag, Mai 12, 2011

Die HAZ berichtet...

Patrick ist aus dem Gefängnis entlassen worden!

Nach 6 Wochen ist die wütende Attacke auf einen der verantwortlichen Mitarbeiter in Uganda, den wir bei einem Gottesdienst in Kampala vorher kennenlernten, vorbei. Die e-mail die ich aus Kampala erhielt lautete so: "Good news – Rev. Patrick was released from prison yesterday – we have been praising God for this – his case just fell apart – as of course it was bogus....".
Mehr von dieser Geschichte unten in vergangenen Eintragungen (März/April).
Übrigens, der offene Abend über unseren Einsatz wird hier in Hannover, Lankwitzweg 56, am Do. 19.5. ab 19.30h sein. Jeder ist herzlich eingeladen. Noch sind die beiden Betten in unserem Gästezimmer frei ... falls jemand von weiter Weg kommen möchte!

Mittwoch, Mai 04, 2011

Die mitgebrachte Solaranlage in Lira geht!

Klaus ist eigentlich "schuld" daran, dass wir die "Upendo Technical School" auch noch mit einer großartigen 220v Solaranlage incl. einiger Steckdosen und Licht in jedem Schul- und Schlafraum beschenkten. Die Umsetzung dieser Spende der Firma alfasolar aus Hannover war natürlich eine Herausforderung:
- Versand durch Sonderpaketdienst (Flugzeug) - wurde von alfasolar übernommen und konnte nach 10 Tagen in Kampala in Empfang genommen werden
- Transport nach Lira (7 Stunden Fahrt z.T. über "Afrikanische" Pisten...!)
- Einrichtung und Aufbau vor Ort (natürlich nur mit Hilfe eines mitgebrachten Generators möglich)
- Bau von diversen Halterungs- und Sicherungssysteme
- Verlegung von einigen Rollen Kabel
- Einführung in die Technik
- Ausfall von einigen der aus Deutschland mitgebrachten Komponenten
- Erwerb von Ersatzgeräten
- Einbau und Übergabe
Somit ist diese Schule der einzige Ort im Umkreis von einigen Kilometern mit Strom und kann den Schülern, die größtenteils bisher völlig ohne Strom gelebt haben, gleich in die ganzen Fragen und Möglichkeiten des Themas ganz praktisch einführen.
Weiteres und viele Bilder zu unserem Einsatz in der "Upendo Technical School" in der Rubrik APRIL 2011 rechts...

Montag, Mai 02, 2011

Die neue Nähmaschine ist da

Noch kurz vor Abreise hat Udo mir das Geld für eine Nähmaschine in die Hand gedrückt. "Eine Oma die ihre Enkelkinder mit durchkriegen muss wäre der Wunsch der Spender!"
Nun gut, die Umsetzung solcher Wünsche ist immer bedeutend schwerer als der Gedanke selbst. Und viele andere kleine und größere Projekte mussten wir auch noch in diesen letzten zwei Tagen unseres Einsatzes in Kasubi erledigen. Inzwischen ist aber auch dieser Wunsch in Erfüllung gegangen, wie das Bild der glücklichen Empfängerin zeigt, die schön in der Nähstube an der Kasubi Highschool das Handwerk gelernt hatte. Nun kann sie den ganzen Tag lang produktiv sein.... Vielen Dank nach Wolfsburg!
Was ich ansonsten gehört habe aus Kampala ist äuserst positiv. Nur unser Gebetsanliegen bleibt und möchte ich nicht in Vergessenheit geraten lassen: Patrick sitzt immer noch im Gefängnis. Durch einen Unfall wurde tatsächlich sein Arm vor einigen Wochen gebrochen. Er hofft auf eine baldige Entlassung. Jeder bei der Polizei ist dabei sich aus der Affaire zu ziehen....
Zu guter letzt: Es ist gerade sehr spannend in die Zukunft zu blicken auf einen weiteren Einsatz in Uganda und/oder Sambia. Vielleicht wird sogar in diesem Jahr noch einiges möglich.... Demnächst gibt es hier neue Informationen - versprochen!

Montag, April 18, 2011

Netze angekommen in Schule


Hier ein Bildergruß an die Spender der Workcampgruppe die diese Netze für die Naomi-Froese-Schule bezahlt hatten!

Mittwoch, April 13, 2011

+ + + + Sundays Sohn ist geboren! + + + +

Unser Fahrer und Profi-Maler Sunday ist zum 2. Mal Vater geworden GESTERN! David heist der Junge. Er ist mit seiner Mutter heute bereits nach Hause gekommen. "Wir grüßen alle und danken Gott für das wunderbare Geschenk", hat er mir soeben am Telefon mitgeteilt.

Montag, April 11, 2011

Wieder in Deutschland

Wir sind zurück! Eine spannende Rückreise liegt hinter uns.

Noch in Kampala hielten uns Polizisten eine halbe Stunde in einer Verkehrskontrolle fest, bevor sie doch einwilligten, uns trotz einer fehlenden Plakette weiter zum Flughafen fahren zu lassen. Dort verspätete sich der erste unserer insgesamt drei Flüge um knapp zwei Stunden, sodass wir in Nairobi an der Flugzeugtreppe abgefangen und hektisch durch die Gänge zum Schalter eskortiert wurden. Jeder erhielt seine Boarding-Pässe Nummer 6 und 7 für diesen Tag (von denen wir nur drei tatsächlich brauchten), jedoch verzögerte sich auch hier der Abflug. In Brüssel trennten sich schließlich die Wege der Gruppen Stuttgart, Hannover und Berlin und nun, 24 Stunden nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen in Uganda, sitzen fast alle wieder in ihren eigenen Wohnungen.
Das war also das Uganda Workcamp 2011 – zumindest der offizielle Teil.
Festzuhalten ist in Zahlen:
-- 29 neue Patenschaften (15 allein aus WOB!)
-- Über 27.000 Euro direkt in Projekte gesteckt, zum Beispiel:
- 18 3-Etagenstahlbetten
- 6 Nähmaschinen
- 2 Fahrräder
- mehr als 100kg Decken und Handtücher
- ein großes neues Schulungsgebäude mit drei Klassenzimmern in Lira
- eine komplette Solaranlage sowie Elektrikausrüstung in Lira
- ein neues Klinikgebäude und das alte für neue Boardingkinder in Kasubi
- 3 gemauerte und überdachte Straßenläden in Kasubi
- 2 erneuerte Toilettenanlagen in Kasubi
- Betonfundamente und Stahlträger für die Dachkonstruktion der
Schul- und Gemeindeaula der Naomi-Froese-Schule
- zwei Elektrikaufrüstungen in den beiden besuchten Schulen
- Dutzende Liter Farbe auf Fenstern, Türen, Wänden, Dächern, Containern, Geländern,…!
- Tausende Geschenke für Kinder und Schulen
Doch mit Sicherheit ist diese Reise bloß Teil einer noch viel größeren Reise…

Amy

Sonntag, April 10, 2011

Endgültiger Countdown

Soeben sind wir vom Mittagessen zurückgekehrt, nachdem wir in der Naomi-Froese-Schule und Mutungo Gemeinde unsere Gottesdienste gefeiert haben. Zum Abschied wurden wir mit rund 30 Kilo Früchten und Nüssen beschenkt - die versuchen wir nun, noch in unserem Gepäck unterzubringen. Es sind die letzten Griffe an den Koffern, bevor wir endgültig Tschüss sagen. Der Plan für die kommenden 22 Stunden: Fahrt zum Flughafen in Entebbe, Abflug Richtung Nairobi, zweiter Flug von Nairobi nach Brüssel, dort teilen wir uns in Flieger, die jeden in die Nähe des Heimatortes bringen.
Mach's gut Uganda, bis bald Deutschland.
Amy

Bemerkenswert

Diejenigen, die normalerweise noch schlafen würden, wuseln bereits um ihre Koffer, die Tierbegeisterten laufen durch den Garten, um einen letzten Satz Naturbilder zu schießen und so mancher sucht sich, vertrieben durch die Packer, einen neuen Platz zum morgendlichen Sitzen und Reflektieren. Es herrscht Aufbruchstimmung. Wir freuen uns auf die anstehenden Gottesdienste, ein anschließendes Essen und schließlich Abfahrt aus Kampala nach Entebbe gegen 15.30Uhr.
In unserer abschließenden Gruppenrunde gestern Abend waren wir uns einig, dass der Löwenanteil des Verarbeitens erst zurück in Deutschland beginnt. Dass wir viele persönliche Momente in unseren Herzen bewahren werden. Dass wir mit unserer Bauleistung zufrieden sein können (selbst gestern wurde noch die Elektrikarbeit an der Kasubi-Schule fertig gestellt). Dass wir als Gruppe durchaus bemerkenswert funktioniert haben – von normalen Reibereien abgesehen.
„Bemerkenswert“ ist ein Schlüsselwort dieser Reise für mich. Die Leute, die ich hier treffen und kennen lernen durfte, führen oftmals ein von Schwierigkeiten und leidvollen Umständen geprägtes Leben und bewahren sich doch so oft ihre Liebe, Ehrlichkeit und sogar Gastfreundschaft. Sie sind bemerkenswerte Persönlichkeiten, Menschen, die ich zweifellos gezielt wahrnehmen möchte. Denen ich zurückgeben möchte. Auch heute wieder, an diesem letzten halben Tag in Uganda.
Amy

Freitag, April 08, 2011

Weiter und weiter,...

... es geht immer weiter – wir sind auch heute wieder an die Kasubi-Schule gefahren und unseren vielen verschiedenen Arbeiten nachgegangen. Andy startete in seinen neuen Workshop-Tag, unermüdlich wurde an den unterschiedlichsten Orten gestrichen und als der Grundschulchor uns ein Privatkonzert gab, legten sogar die Bauarbeiter eine Pause ein.Nebenher fanden, wie so typisch für diese Schule, noch eine breite Palette außerschulischer Treffen statt, darunter das der Jjajjas. Dies sind Großmütter (und heute auch ein Großvater), die durch die Gemeinde betreut werden. Sie sangen für uns, wir verteilten Päckchen und gemeinsam tanzten wir zur Melodie des E-Gitarrenspielers.
Bei dieser Gelegenheit konnten wir auch einige der uns kostenlos zur Verfügung gestellten Decken und Handtücher der Firma CalebsHill (siehe ihre 1zu1 Aktion bei allen ihrer Wahren auf www.calebshill.de) verschenken. Bewegend, wie diese Frauen ein solches Geschenk wertschätzten.Nach unserem Einsatz kämpfte sich eines unserer Autos durch Kampalas Freitagsfeierabendverkehr zur Internationalen Heritage-Schule. Diese wird durch Tim und Colleen verwaltet und hauptsächlich von westlichen Schülern besucht, deren Familien sich in Uganda aufhalten. Es wurde ein Internationaler Abend veranstaltet und mit zehn Minuten Vorwarnung trugen auch wir ein Lied bei, um Deutschland zu vertreten.
Gut zwei intensive Wochen liegen hinter uns und zwei Tage stehen noch bevor. Was wird diese beiden Tage prägen? Was werden wir noch bewegen, was noch sehen, was wird uns noch bewegen? Vorbei ist es lange noch nicht. Vielleicht fängt die Veränderung auch gerade erst an.
Amy

Donnerstag, April 07, 2011

Working in Kasubi

Andy konnte überpünktlich mit seinem Unterricht für die Lehrer beginnen, Ingrid unterstützte ihn dabei. Nachdem wir eine Führung über das riesige Gelände gemacht hatten und die Schulklassen mit den 600 Schülern besuchten, teilten wir anderen uns in verschiedene Gruppen auf. Johanna und Amy strichen zusammen mit Sunday die Zäune und Geländer auf dem Gelände. Claudia, Siegfried und Natascha besuchten das JJAJJA-Projekt (Großeltern-Projekt). Die Bauleute schlugen Löcher in Wände, mauerten andere zu und planten weitere aufzubauen!
Jürgen und ich besuchten das Internetcafe der Schule. Der Leiter des Cafes benötigte etwas Unterstützung und wir kämpften uns mit dem englischen Windows durch. Anders als beim Bauen kann man sich bei Computerfragen nicht mit Händen und Füßen durchkämpfen. So überließ ich es irgendwann Jürgen, mit dem besseren Englisch, den Support zu leisten. So konnte ich den Bauleuten etwas Unterstützung anbieten und ein kleiner Graben für eine neue Mauer wurde zusätzlich ausgehoben.
Am Nachmittag bekamen wir ein kleines Testessen von Bernard, einem Paten von Jeff, der eine Ausbildung fürs Hotel absolviert. Eine besondere Mischung erwartete uns aus Ei im Hackmantel, Frenchtoast und Tomatensoße.
Wir haben auch heute unser Geburtstagskind, Andreas, gefeiert – freigekriegt hat er aber trotzdem nicht! Immerhin hat er dennoch eine neue musikalische Herausforderung als Geburtstags- geschenk bekommen (siehe Bild).
Der Magen- bazillus wandert von einem zum anderen und so hat nahezu jeder mal einen Tag, an dem er etwas durchhängt und sich eine kleine Pause gönnen muss.
Anka

Mittwoch, April 06, 2011

Erholungstag

Wir vier Mädels
sind von unserem White Water Rafting zurück und hatten einen tollen Tag. Das Busunter- nehmen, das uns nach Jinja bringen sollte, hatte unsere Buchung nicht bekommen, sodass wir erst mit eineinhalb Stunden Verspätung aus Kampala aufbrachen. Trotzdem konnten wir noch rechtzeitig zur Rafting-Gruppe dazustoßen, es folgten Einweisung, Probe-Kentern und schließlich vier Stunden auf dem Nil. Bei der letzten, riskantesten Stromschnelle rissen die Wellen uns doch noch um, schlussendlich fanden Boot, Crew und Paddel aber wieder zueinander… Abwechselnd Sonne, Regen und Donner, zwischendurch Ananas im Boot serviert und am Ende ein Grillen, dazu die wunderschöne Landschaft am Ufer und zwei sympathische Guides bereiteten uns ein einzigartiges Erlebnis.
Währenddessen ruhte sich die Mehrheit der Gruppe in Kampala aus – Schlaf aufholen, nach Souvenirs stöbern, einfach entspannen, für manche jedoch auch einen Anflug von Magen-Darm auskurieren füllten den lockeren Tag.
Es steht eine letzte halbe Woche an, von Donnerstag bis Samstag wird die Kasubi-Schule unser Arbeitsort. Außerdem verabschiedet sich Bob für Donnerstag und Freitag kurzzeitig nach Burundi, um Projekte vor Ort zu besuchen.
Kaum zu glauben, dass unsere Zeit hier in Uganda sich mit schnellen Schritten dem Ende nähert. Jetzt möchte ich noch einmal möglichst viele Eindrücke aufnehmen und schließlich verarbeiten, was ich aus dieser Reise neben den Erfolgen unserer Shopping-Touren mit nach Deutschland nehme.
Amy

Pausenzeit ist auch Gebetszeit...

Hier spricht einmal der Siegfried: Uns geht es gut! Wir haben viel erreicht und noch mehr in Lira erlebt; der Einsatz in der Naomi-Froese Schule scheint schon so weit zurück, und ein letzter 3-Tage Einsatz in Kasubi liegt nun noch vor uns, bevor wir dann zurück nach Deutschland Reisen. Derzeit freuen wir uns sehr über das schöne Klima, auch wenn es gelegentlich etwas heiß wirkt.
Heute einmal die Gebetsanliegen, die uns bei aller Freude derzeit täglich begleiten und wir als Gruppe zusammen mit unsrer Freude tragen. Wer mitbeten möchte:
- Ein uns gut bekannter ugandischer Pastor, mit dem wir „zufällig“ vorletzten Sonntag noch Gottesdienst feierten, der aber kurz darauf ins Gefängnis kam. Momentan leistet er dort täglich Arbeitsdienst (Straßenarbeit), und wartet auf seine Anhörung. Es sind wüste Vorwürfe die ihm gemacht werden, die in keiner weise Aufrecht erhalten werden können. Seine Frau und Tochter unterschreiben heute eidesstattliche Erklärungen die endlich die Beweißlast von ihm auf den Ankläger lenken wird. Dennoch wird er erst am 15.4. angehört. Das Rechtssystem ist in Uganda etwas anders, als wir es in Deutschland gewohnt sind…
- Jessie, Colleen und Tims Sohn, erlebt derzeit größte Schmerzen und Blutungen sodaß er auf eine Intensivstation eingeliefert werden musste. Er studiert derzeit in Kanada und es wird gerade per MRT untersucht was als Verursacher in Frage kommt.
- Der Magenbazillus hat seit gestern nun einige von uns erwischt…

Dienstag, April 05, 2011

Tschüss Lira!

So oft wir von flexibler Handhabung von Zeit geschrieben haben, so wichtig ist es, jetzt zu betonen, dass wir heute selbst erstaunt waren, wie pünktlich unser Abreisetag verlief!
Pünktlich die Koffer in die Autos gepackt, pünktlich aufgeteilt in eine Gruppe, die zur Technikerschule fuhr, um dort die Solaranlage fertig zu installieren und in eine zweite Gruppe, die zunächst ein letztes Mal die Hoffmann-Schule besuchte. An der Hoffmann-Schule verteilten wir die am Sonntag mit Schreibwaren, Süßigkeiten, Seife und Kleidung gepackten Tüten in den Klassen. Ein Basketballkorb und der Fußball waren, wie immer, der Schlager. Selbstverständlich erhielten auch die Köche, Wächter und Lehrer Aufmerksamkeiten und dank unserer guten Vorbereitung konnten wir nach einer Stunde voll im Zeitplan zu den inzwischen beinahe fertigen Bauarbeiten an der Technikschule stoßen. Auch dort übereichten wir Geschenke, in diesem Fall 2 Fahrräder, 14 3Fach-Betten, 5 Nähmaschinen, 25 Schulbänke, Stühle, Arbeitskleidung und zwei Koffer voller Werkzeug. Diese Gaben sind wesentlich durch Euch in Deutschland ermöglicht worden. Ausserdem wurde durch das Projektgeld das neue ca. 30x7m große Werkstättengebäude finanziert. Und schließlich konnten wir eine komplette Solaranlage sowie die Leitungen zur Stromversorgung aller Zimmer in den beiden bisherigen Gebäuden durch die großzügige Spende einer Firma sowie weitere Unterstützung aus unsrer Braunschweiger Gemeinde einrichten. Was für eine festliche Übergabe das heute war!Dann kam die Autofahrt. Endlose Autofahrt. Wir sahen Grün, Dorf, 174 Speed bumps innerhalb von 9 min, Grün, Dorf, Grün, Affen, Grün, Wasserfall, Grün, Dorf. Und schließlich nach acht Stunden Kampala! Duschen, Abendessen, Gruppenbesprechung und ab ins Bett Zzzz Zzzz…Morgen erwartet uns unser „Erholungstag“: Die Vier Mutigen Johanna, Ingrid, Natascha und Amy werden früh zum White Water Rafting abgeholt, während der Rest der Truppe einen Shopping-Tag plant.

Wie gewohnt gilt: Fortsetzung folgt!

Andreas, Johanna und Amy

Montag, April 04, 2011

Abschied auf Raten

Nun war schon unser letzter Tag hier in Lira, und auch hier ging jeder Tag (mal wieder) viel zu schnell vorüber. Entweder tickt hier die Uhr anders, oder es gibt hier so viel zu tun, dass die Zeit einfach schneller vorüber geht…ich glaube, es ist eher das letztere :)
Auch heute waren wir vormittags in zwei „Arbeitsgruppen“ aufgeteilt.
Andy führte mit einigen Lehrern noch seine letzte Schulung durch, sodass ein paar Schulklassen wieder betreut werden mussten. Da die ganz kleinen Kinder (Kindergartenalter) weder Englisch sprechen noch verstehen können, ist dies mal wieder eine richtige Herausforderung geworden. Aber zum Glück lassen sich Kinder (grade hier) sehr schnell und leicht für etwas begeistern…! Das andere Team war wieder an der Technik-Schule tätig und auch hier waren wir wieder heute sehr erfolgreich, auch wenn wir noch lange nicht fertig sind.Da wir Frauen heute Nachmittag auch sehr an der Technik-Schule vertreten waren, kamen sehr viele Kinder aus den anliegenden Dörfern und haben unsere Arbeit neugierig und aufmerksam beobachtet.
Für mich, Johanna, war es erschreckend zu sehen, dass es den Kindern hier noch sehr viel schlechter geht, als wir schon bei den Kindern in Kampala dachten…
…Viele Kinder hatten noch nicht mal mehr ein richtiges T-Shirt an. Es war nur noch ein Stückchen Stoff, das sie trugen und man konnte mehr nackte Haut als Kleidung sehen. Auch haben die meisten Kinder hier den sogenannten „Blähbauch“, da sie hier viel zu unterernährt sind.
Als wir dann heute Nachmittag/Abend mit Ihnen etwas spielten, waren sie so glücklich und strahlten über beide Ohren. Ich glaube, viele dieser Kinder hatten das Spielzeug, was wir mitbrachten (Schwungtuch, Bälle, Springseile…) noch nie gesehen, geschweige denn, damit gespielt…Diese Bilder und Erlebnisse heute waren für mich sehr eindrücklich und es bringt mich sehr viel zum Nachdenken…
Johanna