Sonntag, Mai 28, 2017

Tag 6 - Taufe in Kasubi (28.05.2017)

Heute ging es zum Gottesdienst und zur Taufe nach Kasubi. Wir waren in der großen Gemeinde als komplette Gruppe und genossen den Gottesdienst. Carron durfte predigen und Friedbert gab der Gemeinde ein tolles Zeugnis.

 
 

Natürlich durften wir wieder für die Gemeinde singen und uns vorstellen. Dafür hatten wir extra ein Lied geprobt um nicht unvorbereitet zu sein und es hat erstaunlich gut funktioniert.

 
 
 

Die Taufe war interessant und nicht so herzlich wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Das Taufbecken befindet sich in einer Art Käfig draußen auf dem Gelände, vermutlich, damit es nicht anderweitig genutzt wird. Bei uns werden die Täuflinge, wenn sie aus dem Taufbecken kommen gleich mit einem Handtuch begrüßt und herzlich umarmt. Hier war jeder auf sich gestellt. Aber so sind halt Kulturen verschieden. Es war trotzdem interessant es mit zu erleben. Ungefähr 24 Täuflinge wurden heute getauft, besonders viele aus der Slumgemeinde Kisugu, von Generous.

 

Im Anschluss fuhren wir ins indische Restaurant und mit einem Auto dann noch ins Einkaufszentrum. Danach verließ uns der Großteil der amerikanischen Gruppe. Bob bleibt uns aber noch eine Woche erhalten.


Am laufenden Band

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Samstag, Mai 27, 2017

Nächste Station - Mutungo (27.05.2017)


Heute fuhren wir in den Stadtteil Mutungo.

Diese Gemeinde ist erst nach unseren ersten Ugandaeinsätzen gegründet worden und so gewachsen, dass sie neuerdings mit zwei Gottesdiensten ungefähr 200 Personen zählen. 80 SchülerInnen besuchen die Pre- und Primary School (Kindergarten/Grundschule). Zwei Klassen werden in Containern unterrichtet! Dort konnten wir mit unseren Projektgeldern eine Erweiterung der Klassenräume schaffen.


Ein kleiner Spaziergang führte uns zum neuen TAPP-Gelände mit einer Ausbildungsstätte für 30 Schneiderinnen mit 10 Nähmaschinen. In einem zweiten Raum ist das neuste TAPP Projekt entstanden in den letzten Monaten:  10 junge Männer sowie 20 Frauen werden im Leder- & Schusterhandwerk mit einer Nähmaschine ausgebildet. Eine echte Ledernähmaschine für 200 Euro sowie eine Schneidemaschine (120) sind hier unsrer Meinung nach absolut notwendig um diese neuste Blüte der Arbeit in Mutungo voranzubringen. Wäre ein Spender unter unseren Lesern in Deutschland dazu bereit?!

 
 

Für frischen Umsatz haben einige aus unserer Gruppe gesorgt mit maßgeschneiderten Schuhen und etliche Hemdaufträgen.

Olli, Elias & Christian sorgten mit Pinsel und Farbe zumindest schon mal für eine vorrübergehende Verschönerung einiger Klassenräume.


Mit der räumlichen Erweiterung konnte heute begonnen werden. Ebenfalls auf dem TAPP-Grundstück sind sechs Wohnungen für Großmütter, deren Kinder an AIDS gestorben sind und die dort mit ihren Enkelkindern leben. Die Gemeinschaftsduschen wurden erweitert; dort durften unsere BauarbeiterInnen (Anka, Nico, Harry & Daniel), natürlich mit einheimischer Unterstützung, zur Vollendung beitragen!

 
 

Jannice, Gerhard & Friedbert besuchten vier TAPP-Familien und fünf Großmütter (eigentlich waren zwei geplant, aber es erwarteten uns auf einmal mehr).


Als erstes besuchten wir Betty: außer einer Tochter sind all ihre Kinder gestorben,  ebenso ihr Ehemann. Mit Wäsche waschen versucht sie ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Der zweite Besuch führte uns zu einem AIDS-kranken Mann, der in einer erbärmlichen Hütte aus Blech & Pappe, direkt hinter einem Müllplatz lebt. Seine Frau verließ ihn mit zwei seiner Kinder aufs Land, die anderen zwei blieben bei ihm. Er wurde überfallen, zusammengeschlagen und sein Motorradtaxi gestohlen. Seit dem hat er eine Halbseitenlähmung, seine 11 & 9 Jahre alten Kinder kümmern sich um ihn…

Zwei AIDS-kranken Schwestern galt ein weiterer Besuch, einer der Männer lebte mit ihnen und ihren sieben Kindern in einer kleinen Einzimmerwohnung. Das jüngste Kind, noch ein Baby, schlief allein im Haus, eine Kerze brannte und löste einen Wohnungsbrand aus. Dabei erlitt es furchtbare Verbrennungen an den Beinen. Der eine Fuß ist nur noch ein Stumpf und in den Kniekehlen ist die Haut so zusammengewachsen, dass es nicht laufen lernen kann, es sei denn es wird operiert.


Zuletzt besuchten wir die Großmütter mit ihren Enkelkindern, weil deren Eltern an AIDS gestorben sind. Sie waren so dankbar für die Geschenke: Nahrungsmittel, Schmuck, Kuscheltiere und Kleidung für die Enkel. Eine Taschenlampe war besonders begehrt und Gerhard ließ sie dafür Lose ziehen.


Bevor wir in unser Quartier fuhren übergaben wir der Ausbildungsleiterin etliche Stoffe, 10kg Reisverschlüsse & diverse Nähutensilien...

Kurz nach dem Abendbrot trafen unsere Safarireisenden wieder in Kampala ein, mit vielen überwältigenden Erlebnissen und Eindrücken! Was für eine Welt in die Gott uns gestellt hat!


Einen gesegneten Sonntag wünscht Euch Friedbert


Freitag, Mai 26, 2017

3. Arbeitstag in der Naomi-Froese-Schule (26.05.2017)

Heute früh fuhren sechs von unserer Gruppe auf Safari.


Alle verbliebenen Teilnehmer starteten wieder nach dem Frühstück, um in den verschiedenen Projekten der Naomi-Froese-Schule weiter zu arbeiten:

Die letzten Sandsäcke wurden gefüllt und somit konnte die Hangbefestigung abgeschlossen werden.


Beim Spielplatz wurde bei der Erweiterung mit dem Setzen der Zaunpfähle begonnen.

 

Die unermüdlichen Bauhandwerker, mauerten in guter, gegenseitig bereichernder Zusammenarbeit, an der Erweiterung des Mädcheninternats weiter.

 
 
 
 

Für die Highschool konnten von einer speziellen Spende 15 Schulbanktische gekauft werden.

Es gab auch weitere Interviews der Patenkinder. 16 individuell zusammengestellte Geschenke lösten bei den Kindern eine unbeschreibliche Freude aus!  

 
 
 

Bei den Besuchen der AIDS-Kranken (TAPP) gab es auf beiden Seiten Betroffenheit, zum Einen die katastrophalen Wohnverhältnisse und die unbeschreibliche Armut, zum Anderen die für uns beschämende Freude über die alltäglichen Dinge, wie Grundnahrungsmittel und gebrauchte Kleidung!


Mit der Klinik starteten wir pünktlich um 10.00 Uhr, die Zusammenarbeit mit den UgandamitarbeiterInnen klappte hervorragend, so dass wir bis zum Abend ca. 100 Patienten behandelten. Es kamen überwiegend Frauen mit den hier typischen Erkrankungen, wie: Malaria, Nierenbeckenentzündung, Syphilis, Magengeschwüren, Atemwegs- und Harnwegsinfekten, aber auch hohem Blutdruck, Schlaganfall, Brustkrebs, Leisten- und Nabelbruch; aber auch etliche Kinder, z.T. allein oder von älteren Geschwistern gebracht, wo die Mutter z.B. im Heimatdorf war; nur einige wenige Männer, keine gravierenden Krankheitsbilder.

Gestern und auch heute konnten wir ein paar Patienten nicht selber behandeln, aber bisher gab es für jeden Patienten eine Lösung z.T. müssen erst noch spezielle Untersuchungen durchgeführt werden.

Liebe Grüße aus Uganda, besonders nach Wolfsburg, von Friedbert