Donnerstag, Februar 04, 2016

Dienstag: Mawanga - mit einer großen Überraschung...!


Heute ging es nach Mawanga. Dort haben wir das übliche gemacht: Die Solaranlage repariert, das Labor neu eingerichtet und Leitungen verlegt. Fast schon Routine :-) wäre nicht folgendes passiert:
Zum Mittagessen hatte uns Moses in sein Haus eingeladen. Kurz bevor wir dann wieder zurück wollten gab es ein fürchterliches Gewitter mit bis zu Hühnerei großen Hagelkörnern! Da wir wussten, dass uns das keiner glaubt, haben wir Fotos gemacht. Keiner hier hatte je so große Hagelkörner erlebt, aber die Kinder nahmen es gelassen: sie haben die Hagelkörner eingesammelt und als Eis gelutscht.
Morgen werden wir die Arbeit dort beenden, hoffentlich ohne Gewitter.

Montag: Klinikarbeiten in Kirungero

Heute sind wir nochmals nach Kirungero gefahren: die Solaranlage und der Kühlschrank für die Medikamente waren kaputt, außerdem war das Labor in einem schlechtem Zustand und ein Raum für das neue Ultraschallgerät, das die Regierung spendiert hat, musste gefunden werden.
Somit haben wir heute einen Kühl- schrank repariert, die Ände- rungen an der Solar- anlage wieder entfernt, das Labor mit neuen Arbeits- platten ausgestattet, und da der Kühlschrank jetzt auch dort steht, steht der andere Raum für die Ultraschalluntersuchung zur Verfügung. Ach ja: die Untersuchungsliege wurde auch noch den Wünschen angepasst. Und da wir eh schon dabei waren, neue Leitungen zu verlegen, haben die beiden Räume auch noch Licht bekommen.
Das ist die kurze Fassung, die lange werden wir in Deutschland erzählen! Insgesamt sind wir damit zufrieden, eurer Gebetsunterstützung sei Dank ;-)

Sonntag: Viele neue Eindrücke

Heute ging es in einen Gottesdienst nach Kirungero: drei Stunden lang Gottesdienst, aber auch unsere Ankunft wurde gefeiert.
 Anschließend gab es Mittagessen beim Kirchenoberhaupt: In einer Rundhütte gab es afrikanische Köstlichkeiten. Danach haben wir noch die Schule und die Klinik besichtigt. Alles ist sehr einfach aber funktionell. Wie wichtig diese Einrichtungen sind wurde uns durch den Besuch einer Mutter mit ihrem Säugling vor Augen geführt.
Ein anderes Problem wurde uns am Brunnen vorgeführt: da meistens die Kinder (ca. 7 bis 10 Jahre alt) das Wasser in die allgegenwärtigen Kanister pumpen und dabei nur einen Bruchteil des möglichen Hubes ausnutzen, ist die Pumpe an dieser Stelle richtig abgenutzt und pumpt dort nicht mehr richtig. Es gibt immer wieder unvorhersehbare Dinge.
Schließlich haben wir noch einen kurzen Ausflug an die ca 60 km entfernte Grenze zu Kenia gemacht. Auffallend sind die vielen Rundhäuser, die das alte Bild von Afrika bestätigen. Von der Strasse aus konnte man viele bäuerliche Anwesen sehen, alles wirkt grün und fruchtbar, eigentlich sehr paradiesisch.
Bei der Planung bereiten uns die Sprachprobleme Schwierigkeiten, daher benötigen wir viel Geduld und noch mehr Gebetsunterstützung.

Samstag: Heute sind wir in Afrika angekommen!

Kampala ade! Vorbei an Jinja, dort ist die Quelle des weißen Nils (die wir auch besichtigen konnten): Mit einem Boot kamen wir zur Stelle an der viel Wasser aus einer unterirdischen Quelle ausströmt. Dieses (und vermutlich auch Wasser aus den Viktoria-See) fliesst dann den Weißen Nil in 90 Tagen zum Mittelmeer.
Weiter ging es dann nach Bugiri, wo wir in einem einfachen, aber sauberen afrikanischen Hotel unterkamen. Alles ist ganz anders als in Kampala: die Gegend ist grün, man sieht Tee- und viele andere Plantagen. Uns gefällt es richtig gut. Aber: es gibt kein Internet! Dafür ist das Nach-Hause-Telefonieren mit afrikanischen Simkarten sehr preiswert - und unsere Familien müssen sich keine Sorgen machen.