Freitag, März 28, 2014

Safari, Wild Water Rafting und vieles mehr…

Kurz zu gestern:
Karo, Nona, Emil und Torno fuhren zur Safari und übernachteten auch dort, dazu später mehr.

Harry, Andi, Jannice, Gerhard und ich (Anka) fuhren zum Rafting. Wir hatten eine Menge Spaß, am Ende konnten wir uns so gut im Boot halten, dass der Guide beim letzten Raft uns mehrfach durchfahren lassen musste um uns zum zweiten Kentern zu bringen. Ein paar kleine Verletzungen gab es leider, aber wir haben diesen Ausflug sehr genossen und hatten viel Spaß.

In der Zeit waren die anderen noch etwas am Bauen in der Naomi Froese Schule und zu Besuch in Kasubi.

Nun aber zu heute…
Wir waren wieder bzw. immer noch in drei Gruppen aufgeteilt unterwegs.

Safari: Wir haben all die Tiere gesehen, die wir sehen wollten: Elefanten, Giraffen, Nilpferde, Löwen, Krokodile, Antilopen und Vögel verschiedenster Art. Unser Guide hatte ein unglaublich gutes Auge und hat  damit sogar die weit entferntesten Tiere erkannt und mit unterschiedlichen Lockrufen angelockt. Eine Bootsfahrt auf dem Viktoria-Nil brachte uns fast direkt zu den Murchison-Wasserfällen. Den letzten Wegrest haben wir bergauf zu Fuß zurückgelegt – das war anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Die Aussicht da oben war einfach herrlich! Besonders schön war auch der heutige Sonnenaufgang über dem Viktoria-Nil. Müde, aber zufrieden kamen wir heute wieder „zu Hause“ an.


Kasubi: Auf dem Weg zur Kasubi Schule machten wir noch kurz Halt an der Taub-Stummen-Schule an der Marie ein Jahr gearbeitet hat. Es war beeindruckend, wie mit den Kindern dort gearbeitet wird. Jeder von uns hat einen eigenen Namen in Gebärdensprache erhalten, den wir dann auch einige Male vortragen mussten :)


Dann durften wir sehr viele Patenkinder treffen und beschenken. Viele Schicksale waren sehr bewegend. Bei uns Mädels lief da schon die ein oder andere Träne. Vor allem meine neue Patenschaft für ein Kind mit Wasserkopf, das auch einen offenen Rücken hat, bewegte mich sehr. Er hat nicht nur einen Wasserkopf, der wahrscheinlich wiederholt operiert werden muss, sondern auch ein Problem mit den Nerven an den Füßen hat, sodass er nicht laufen kann. Mit dieser Patenschaft kann der Mutter etwas geholfen werden und sie kann nun Hoffnung schöpfen.



Naomi-Froese Schule: Niko und Harry arbeiteten weiter an dem Fundament der Aula. Christin hat sich um die Farbe an den Räumen der Kupona-Kids gekümmert. Sie hat einiges geschafft und wird dort morgen wahrscheinlich fertig werden.


Karo & Anka

Donnerstag, März 27, 2014

Wir wollen uns kurz vorstellen...

  ...damit ihr wisst was für verschiedene Menschen auf dieser Reise dabei sind:
Andi: Es ist immer wider eine faszinierende und prägende Erfahrung die ich hier in Uganda erlebe, dies ist wahrscheinlich auch der Grund meiner dritten Reise. Gewisse Augenblicke und bestimmte Situationen öffnen mir hier die Augen und verändern meine Lebenseinstellung. Nirgendwo sonst wird man so hart mit dem Leid und Not der Menschen konfrontiert wie hier. Demut und Dankbarkeit sind Eigenschaften die ich hier hautnah erleben und mitnehmen kann. Ich freue mich über diese tolle Gruppe und über die kommenden Tage die uns erwarten.

Anka: Helo, ich bin Anka aus Braunschweig. Meinen Mann habe ich zu Hause gelassen, aber Uganda hat quasi nach mir gerufen, vor allem bin ich gerne hier um auch meine Patenkinder wieder zu sehen und meine Gaben für eine gute Sache einzusetzen. Ich bin zum dritten mal hier und bin immer wieder bewegt zu sehen, was hier für eine Armut herrscht, aber auch wie Gott am wirken ist. Es ist Gottes Wunsch, dass wir seine Liebe in die Welt hinaus tragen und da wir überreich beschenkt sind, gebe ich davon auch gerne viel weiter. Es ist eine tolle Erfahrung wieder dabei sein zu dürfen, vor allem, weil ich das Projekt in Kapchorwa, was wir letztes Jahr starteten, wieder besuchen konnte. Dies ist nur durch die Spenden von meiner Gemeinde und meiner Familie und Freunden möglich, vielen Dank dafür!

Bob: I am from Farmington Hills Church of God, Detroit Michigan.  I’ve come with the German team for 7 visits to Uganda, Burundi (and Ethiopia next week). Siegfrieds daughter Amy introduced me to the Workgroup idea of the german Church of God. I most enjoy seeing the young sponsor kids grow up and go to University – that’s where I am happy to extend financial and moral support if they need it!

Christin: Ich wollte so ein Projekt schon immer mal machen als ich noch ein Teenager war, jetzt konnte ich mir den Wunsch erfüllen.

Corinna: Hallo, ich bin Corinna. Ich freue mich total, wieder hier zu sein, besonders unsere Patenkinder zu treffen und Leute, Wetter und Landschaft zu genießen.

Harry:  Hallo ich bin‘s Harry, ich bin in Uganda und mir geht es sehr gut und ich bin froh hier zu sein. Es ist wie im Urlaub hier. Hier kann ich endlich mal ausschlafen (halb 8 aufstehen).


Jannice: Die Schwedin  unter den Deutschen :)  Zum zweiten Mal dabei, es gibt aber immer wieder etwas Neues zu entdecken! Jeff und Claudia; schade, dass ihr nicht dabei seid!

Karoline: Ich bin die Karo aus Pforzheim. Ich freue mich, hier in Uganda zu sein und Land & Leute kennen lernen zu dürfen. Unsere Gruppe ist einfach klasse! Ich freue mich auf eine schöne Zeit! :)

Marie:  Nach halbjährigem Aufenthalt in Kampala 2013 freue ich mich sehr all die Menschen wiederzutreffen, die mir während dieser Zeit so ans Herz gewachsen sind. Für mich bedeutet diese Reise auch Abschied, da ich die nächsten Jahre wahrscheinlich nicht die Gelegenheit haben werde, wieder nach Uganda zu fliegen. Besonderes Highlight: Meine Schwester wird ihre Semesterferien nutzen um uns in Kampala zu treffen!

Niko:
Ist bei der Arbeit, oder er schläft – deshalb konnte er hier nix schreiben :)  

Emil:
Ich baue lieber als dass ich schreibe.
Gerhard: Gerhard, 61, Mehrfachtäter, komme wieder.


Nona:  Hallo mein Name ist Nona. Ich bin das erste Mal bei dem Workcamp dabei und bin sehr froh diese Erfahrungen machen zu dürfen. In Kapchorwa hat Gott ein Naturparadies geschaffen. :) 

Siegfried: Zum 9ten Mal darf ich diese Reise leiten – und immer – wirklich immer bin ich überrascht, was Gott uns auf den Plan geschrieben hat mit diesem Unterfangen namens Workcamp.  Ohne das Kinderhilfswerk Global-Care sowie die Infrastruktur vor Ort durch die vielen Mitarbeiter der Gemeinden, Schulen und TAPP-Gruppen wäre das was wir hier tun dürfen völlig unmöglich.  Vor allem ohne Tim und Colleen Stevenson hier vor Ort. Und das ist dieses Jahr die erste „Überraschung“: Colleens schwere Erkrankung (siehe weiter Unten).  Also tragen wir Sie, Tim, und die ganze Familie als Gebetsanliegen. 
Zu mir: Vater von 3 Kindern, aber seit einer Weile schon „allein“ mit Sanna und unserem Hund,  Pastor in Hannover, Deutsch-Ami (siehe Name!), passionierter Baseball-Zuschauer und am liebsten mit dem Gefühl unterwegs, dass Jesus mir gerade das Wesentliche an dem Tag erklärt hat.

Torno:
Hi, ich bin Christian (Torno), jung, dynamisch und gutaus- sehend und ich freue mich hier zu sein. Ich bin ein Hannover- aner aus Duisburg. Ich möchte mich noch mal ganz herzlich bei allen Leuten bedanken, die mich im Gebet und durch Jobs unterstützt haben!
Ich bin sehr motiviert stellvertretend für alle mit anzupacken, die zwar die finanziellen Mittel hatten aber nicht die Zeit hatten um vor Ort mit zu arbeiten.
An meine Mama: Ich bin gut angekommen und ich hab dich lieb.

Mittwoch, März 26, 2014

Der erste letzte Tag an der Naomi-Froese-Schule

Unser offiziell letzter Tag an der NFS war heute, da morgen ein paar Leute auf Safari fahren und andere zum Rafting zum Nil abziehen. Falls wir morgen doch nochmal rüberfahren, dann mit sehr dezimierter Teilnehmerzahl.
Es wurden viele Patenkinder beschenkt, was für alle immer wieder eine große Freude ist. Da die Männer morgens nicht gleich anfangen konnten mit ihrer Baustelle, gingen Niko, Emil, Harry und Gerd mit Nora auf private Homevisit-Tour, um die beiden Frauen, die sich zusammen um 9 Kinder kümmern, zu besuchen und sie mit Lebensmitteln für einige Tage zu versorgen (+100kg!). Die Einkäufe dieser Shoppingtour mussten mit einem angemieteten Fahrzeug (Fahrrad war am günstigsten) zur Hütte gebracht werden, da es nicht machbar war, das alles zu tragen.
Auch Jannice, Nona, Bob & Christian hatten eine sehr intensive Begegnung bei ihren Besuchen. Eine alleinstehende Frau aus dem TAPP Programm hat als ältestes ihrer 4 Kinder einen an den Füßen behinderten Jungen.  Das eine Bein von Ronald ist durch mühevolles Geldsparen operativ korrigiert worden im letzten Jahr.  Für das andere hat sie noch keine Ersparnisse gehabt. Als im laufe des Besuchs die Aussicht auf eine Lösung dieses Problems durch unsere Leute Ihr durch eine Spende angeboten wurde, hat die Freude im Raum jeden erfasst. Der Siebenjährige strahlte über das ganze Gesicht … und heute Abend bei unserem Gruppentreffen hatten wir schon 313.500 ugandische Schilling (ca. 95 Euro) für die OP. Jannice hat Ronald inzwischen als neues Patenkind für sich ins Herz geschlossen und legt nochmal die Differenz drauf!
Christian und Andy waren die unange- fochtenen Stars bei den Kupona-Kids, da sie mit ihnen Hubschrauber spielten. Da konnten die Frauen nicht ganz mithalten, obwohl Christin und ich (Corinna) uns gesangsmäßig alle Mühe gaben. Die Kinder sind so dankbar für die Aufmerksamkeit, die sie von uns bekommen, auch wenn der Unterricht manchmal in die andere Richtung geht, wenn sie uns ihre Lieder vorsingen/beibringen. Jeder versucht, einen Zipfel an uns zu greifen, und die Krönung ist dann, wenn man tatsächlich eine Hand von uns erwischt. Die wird dann aufs Äußerste verteidigt und nach Möglichkeit nicht wieder losgelassen.
Beim Mittagessen stellten Gerd und ich uns dazu und gaben jedem Kind zum Essen eine Vitamintagesration  in Form von Kautabletten (danke an Orthomol!!).
Unser Essen wurde zugunsten der Schwimmgruppe verschoben, da wir in unserem straffen Zeitplan sowieso schon hinterher hinkten. Die Jungs und Mädels sind voller Eifer dabei. Ein Junge (Collin) hat es tatsächlich nach drei (!) Stunden geschafft, den Pool einmal allein zu durchqueren. Es war für uns eine große Überraschung. Zur Belohnung gab Bob für die Kinder und uns im Garten des „Ssebo Green Joy Park“ eine Cola/Mirinda aus. Die Kinder waren sichtlich beeindruckt von der sehr gepflegten Anlage, da sie sowas sicher noch nie gesehen oder gar betreten haben.
Anschießend gaben Jannice und Bob noch ein kurzes Seminar für die TAPP-Frauen, die sich heute beim Büro auf dem Gelände der Schule trafen. Sie nehmen diese Seminare immer voller Aufmerksamkeit an, auch wenn immer wieder so Themen wie Familienplanung angesprochen werden. Sie sind dabei voller Zustimmung, auch wenn sie das Gehörte manchmal nur schwer oder gar nicht ihren Männern gegenüber durchsetzen können.
Das Dach der Aula nimmt langsam Form an, was unsere Bauarbeiter freut. Sie waren schon etwas geknickt, da sie nicht gleich loslegen konnten, wie sie es sich vorgestellt hatten. Dann hatten sie ein paar Stücke Mauer auszubessern sowie einige Erdarbeiten zu erledigen, die morgen beendet werden sollen.
So, für heute muss ich  mich in meine UNO-Runde verabschieden. Gute Nacht nach Deutschland und Australien.
Achso, der Satz des Tages kommt von Harry: Willst du einen Stern? Dann hol‘ ihn dir selber!
Corinna

Dienstag, März 25, 2014

Wie überreicht man eigentlich eine Kuh einem Patenkind...?


Heute fuhren wir alle zusammen zur Naomi Froese Schule. Dort wurden wir wieder mit tollen Willkommensliedern begrüßt, vorgetragen von den Schulkindern. Die Kindergarten- und Copona-kinder leisteten ihren Beitrag zum Programm mit Tanzschritten und Klatschen. Sie waren sooo süß! :)
Danach stürmten die Kleinen auf uns los und mussten erstmal einig werden, wer zuerst unsere Hand halten darf. :)  Als Christian begann Kinder im Kreis zu drehen, stürmten so viele auf ihn, bis er auf dem Boden saß. Überglücklich stand der Besiegte wieder auf :)
Danach begannen für unseren Bautrupp die Arbeiten am Dach des Amphitheaters. In der Zwischenzeit haben Gerhard und Mose eine Sicherheitstür aus Stahl (selbst geschweißt) in der Küche der Heritage School eingebaut. Diese Schule wurde von Tim und Colleen aufgebaut und wird in dieser Woche international akkreditiert. Was ein riesen Erfolg und Anerkennung der bisherigen Leistungen bedeutet. Die Sicherheitsbegehung fand um 15h statt. 14:56h wurden unsere Männer fertig. Just in time, würde ich sagen :)
Mittags wurde die zweite Schwimmstunde gegeben. Heute haben wir deutlich verspürt, wie die Kinder mehr und mehr ihre Angst vor dem Wasser verlieren und richtig Spaß haben. Viele haben sogar die ersten Tauchgänge gemeistert. Nachmittags haben Jannice und Bob eine Geographie Unterrichtstunde gegeben. Die Siebtklässler waren begeistert und es entstand ein angeregter Austausch über Geschichte, Politik und Kultur von Europa und Uganda.
Anlieferung der Geschenke für ca 20 Patenkinder...!

Viel Zeit haben wir uns für das Verteilen der Geschenke (incl. Matratzen) für Patenkinder genommen. Die Freude war bei den Pateneltern und Kindern riesen groß. Einige gingen gleich vollgepackt und stolz nach Hause. Andere waren so sehr überwältigt, dass sie erstmal Zeit brauchten um zu realisieren, dass diese Sachen tatsächlich nun ihnen gehören. Die Familie eines Patenkindes hat sogar eine Kuh geschenkt bekommen. Überwältigt von dieser Nachricht, sprang der anwesende Vater voller Freude und Dankbarkeit auf und pries Gott für dieses außergewöhnliche und nachhaltige Geschenk von dem die ganze Familie profitieren wird.  Klasse wie viel wir durch die Geldgaben der Paten aus Deutschland hier für über 80 Kinder einkaufen konnten.
Gegen 17:30h ist das erste Auto zurück nach Hause losgefahren. Leider kamen wir auf Grund eines Getriebeproblems nicht sehr weit. Es war Zeit das erste Mal das Auto (an) zu schieben :) Schon bald kam das zweite Auto nach und der erfahrene Mose, brachte das Auto wieder zum Laufen und uns sicher nach Hause! :)
Bei Tim im Haus, konnten wir heute Abend ausgiebig shoppen: Taschen, Schürzen, Ketten und Anhänger von den TAPP-Frauen, sowie verschiedene Holzschnitzereien etc.  Mit einer heiteren UNO Runde lassen wir den Tag gerade ausklingen… :)
Nona

Montag, März 24, 2014

Erster Arbeitstag in Kampala

Unser Tag heute startete mit Regen, der aber später aufhörte und uns einen ziemlich heißen Tag schenkte.
Wir teilten uns in zwei Gruppen. Die Frauen fuhren geschlossen mit Bob nach Bukasa in die Naomi-Froese-Schule. Dort übernahmen Nona, Jannice und ich (Corinna) die Schwimmklasse. 10 ausgewählte Kinder bekamen schöne Badeanzüge und -hosen und los ging es. Das Wasser im Pool des Ssebo Green Parks in der Nähe der Schule war herrlich erfrischend und die Kinder total motiviert. Sie wollen alle morgen weitermachen.
Karoline und Christin begannen ihren Arbeitstag mit einer fröhlichen Stunde mit den Kupona-Kids. Danach gingen sie zu den ersten beiden TAPP-Besuchen am Vormittg. Bei den Nachmittagsbesuchen gingen wir dann einfach alle mit. Dabei wurde es zwar sehr eng in der Hütte von Silivia, aber das gehört dann einfach dazu. Bei der zweiten Familie am Nachmittag trafen wir nur den Ehemann (!) mit 4 von insgesamt 7 Kindern an. Wir haben uns sehr gefreut, dass diese Familie so intakt ist und dies ihm auch gesagt. Er hat sich so über unseren Besuch und die Geschenke gefreut, dass er uns aus seinem Garten frisches Zuckerrohr geschlagen und geschenkt hat. Wir waren ziemlich überwältigt.
Unser Bautrupp wurde an die Heritage International School abgestellt, wo einige Sicherheits-Checks durchgeführt wurden und ein paar abgesackte See-Container durch Unterfüttern mit selbstgefüllten Sandsäcken (>50 kg per Sack) wieder in Normallage gebracht werden sollten.
Corinna

Gottesdienst in Boliso 2 und Heimreise


Mit nur 2 Stunden Verspätung (die Nähmaschinen mussten abgehohlt werden) starteten wir von Salem’s Guest House aus in den Gottesdienst nach Boliso 2. Unterwegs machten wir noch einen kurzen Stop von "5 Minuten" zum „Hallo-Sagen“ in Kabwangasi, weil sich das so gehört, wenn man bei seiner Familie vorbeifährt.

 In Boliso wurden wir beim Aussteigen aus dem Auto schon vom Schulchor begrüßt und in der Kirche mit großem Jubel empfangen. Esther, Lisa's Patenkind, ist trotz ihrer Behinderung anscheinend gut in Schule und Gemeinde integriert, was uns sehr gefreut hat. Sie tanzte im Chor in der ersten Reihe. Nach der Vorstellungsrunde mußten wir uns mit dem lokalen Chor messen. Dieses Battle konnten wir personenmäßig schon nicht gewinnen, aber wir haben uns nicht schlecht geschlagen. Die Kollekte wurde für einen Jungen gesammelt, der in Kampala operiert werden muss, wo die Eltern aber nicht wissen, woher sie das Geld dafür nehmen sollen. Um die Summe gut aufzurunden, wurden die Gottesdienstbesucher gut vom Pastor angefeuert. Die Predigt durfte dann natürlich der Pastor aus Deutschland halten…
Nach der Predigt hatte die Gemeinde in Boliso für uns Deutsche ein Dankesschreiben vorbereitet. Sie beshrieben, was bisher aufgebaut wurde (durch Spenden aus Deutschland), wo der geistige Stand der Gemeinde ist und was man noch verbessern könnte. Einen recht amtlichen Charakter bekam das Schreiben durch den Stempel der CoG Uganda.
Danach kamen wir in den Genuß, 2 Nähmaschinen samt einigen Kilo Knöpfen, Reißverschlüssen, Perlen (vielen Dank nach Pforzheim!!) und Stoff an die Gemeinde zu verschenken. Geplant ist der Aufbau einer Nähstube im Rahmen der TAPP-Arbeit für die Frauen in Boliso2.  Man kann sich die Freude dort vorstellen.
Christian nahm an einem Tanzworkshop mit der Gemeindeband teil. Beim Moonwalk und seinen Freestyles flippten die Afrikaner total aus. Wir mussten Christian hinterher zwar fast beatmen, aber sein glücklicher Gesichtsausdruck beruhigte uns.
Wir konnten einige Patenkinder beschenken und auch eine neue Patenschaft abschließen, was jedes Mal besonders Spaß macht.
 

Die Männer mussten dann in Windeseile zwei Solar- paneele auf das Dach der Schule montieren, da ein Gewitter- sturm im Anmarsch war (GROSSEN Dank an die hanno- verische Firma "alfasolar" die 10 Panele bis zur Haustür in Port Bell kostenlos aus Deutschland geliefert hat als Spende!). Sie haben es in letzter Minute geschafft, bevor es wolkenbruchartig anfing zu regnen. Aber da das Essen gerade fertig war, wurden wir kurzerhand zu Tisch gebeten. Es schmeckte prima, aber dabei von 250 Augenpaaren beobachtet zu werden (die gesamte Gemeinde flüchtete vor dem Regen ins Kirchengebäude, wo uns das Essen serviert wurde), ist schon nicht so einfach.
Nach dem Essen verabschiedeten wir uns und traten die ca. 5 stündige Heimfahrt nach Kampala an. Die Fahrt verlief mit ein paar kleinen Autopannen dennoch recht problemlos, und in Jinja hielten wir wieder für einen kurzen Stop. Um 11 in Kampala fielen wir alle ziemlich erschöpft in unsere Betten. Alle genossen allerdings die ausgiebige warme Dusche davor sehr ;-)
Corinna             

Sonntag, März 23, 2014

Wieder in Kampala gut angekommen ...

Was für ein voller Sonntag - zu viele Eindrücke um jetzt noch ernsthaft hier näheres aufzuzählen.  Dafür gibt's morgen wieder Bilder und einen Bericht über diesen Ereignissreichen und schönen Tag. Wir fallen gerade alle müde ins Bett und wissen: Die neue Arbeitswoche beginnt mit einem gemütlichen Frühstück um 8.30h.  Also ganz schlecht geht's uns ja nicht.  Schlaft gut :)

Samstag, März 22, 2014

Abreise aus Sipi Falls

Heute war unser Ausruh- und Abreisetag aus Sipi Falls. Das Frühstück gab es heute etwas später als gewohnt und Harry weckte uns schon mit der Nachricht, dass wir Affen sehen könnten.
Nach dem Frühstück brachen wir dann auf um die Kaffeeproduktion kennen zu lernen. Dabei ist Harry zu den Apachen übergelaufen, er hat nur nicht den Posten des Häuptlings bekommen, sondern nur den des Schamanen ;) Sein Beschwörungsgesang beim Kaffeestampfen brachte sogar die Einheimischen zum Lachen. Gerd kaufte dabei den Einheimischen alles ab, was nicht Niet und Nagel fest war, seine Frau wird sich sicher freuen. ;)
Mit einem etwas kleineren Teil der Gruppe wanderten wir dann anschließend zum größten Wasserfall der Sipi Falls. Einige von uns nahmen dort eine Dusche oder sogar ein Bad ;)  Ausserdem gab es einen Gang durch die Kaffeeplantagen vor Ort, inklusive eigener Rostkurs und Kaffeeprobe. KÖSTLICH!
Zurück im Crows Nest hatten wir dann alle noch viel Zeit für uns, zum Duschen, Essen und UNO spielen, was mittlerweile ein wichtiger Bestandteil unserer Gemeinschaft geworden ist :) Sogar Moses, der „Herbergsvater“ konnte sich nicht mehr zurück halten und musste an unserer fröhlichen Runde teilnehmen.
Dann ging es los auf den Weg zum Salem‘s Guest House, unserer Unterkunft für die Nacht. Unterwegs musste eines der Fahrzeuge gekühlt werden und die Nähmaschinen für das Projekt in Boliso konnten wir leider noch nicht erhalten, diese werden uns aber morgen geliefert. Unterwegs kam das Gespräch auf die Geschenke, die wir dabei haben, was wiederum zum Satz des Tages führte: „DAS arme Huhn, DIE hat in IHREM Leben noch nicht so viel gesehen, DER arme.“ Natürlich konnte dieser Satz nur von unserem „Äffchen“ stammen. ;) Das Gelächter war groß und der auf dem Dach festgebundene Hahn ließ immer mal wieder ein Gackern verlauten.
Alles in Allem haben wir dieses Jahr eine extrem lustige Gruppe, was man an Harrys und Tornos Sixpack-Battle während der Kaffeetour bemerken konnte. Siegfried musste immer mal wieder ein „Machtwort“ sprechen, damit dem Tourführer nicht die Show gestohlen wurde.
Corinna & Anka